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Beer like star Schoppe Bräu BRUT x ALE

  • Typ Obergärig, Champagner Ale
  • Alkohol 6% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 78% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#34405

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
78% Avatar von Schluckspecht

78% Schampus der Straße

Avatar von Schluckspecht

Vor steht mit dem BRUTxALE der "Schampus der Straße" - die Vermählung von Bier und Champagner. Schoppe Bräu wagt sich hier an ein Starkbier, das mit Champagner-Hefe vergoren wurde. Wiener Malz, Pilsner Malz und Weizenmalz treffen auf die drei Aromahopfensorten Hallertauer Blanc, Mosaic und Cascade.

Hefetrübes Bernsteinorange zeigt sich im Glas mit viel altweißem Schaum, der lautstark knisternd - ohne am Glasrand zu haften - in sich zusammensackt und letztlich das Champagner Ale ziemlich nackig dastehen lässt. So, wie es ein Champagner ja auch zu tun pflegt. Angesichts der recht dunklen, trüben Optik fällt kaum ein Blick auf die Perlage.

Für die Nase gibt es säuerliche, trockene Fruchtnoten nach Beeren und Trauben sowie hefige Noten, die sich von der üblichen Hefe deutlich unterscheiden. Da ist ein wenig Muffigkeit mit im Spiel, ansonsten erinnert es auch an gereiften Federweißer. Der erste Schluck ereignet sich wie folgt: Erst Kohlensäure, dann Hefe, dann Malz (Gerstenmalz und Weizenmalz) und zu guter Letzt die fruchtigen Hopfennoten, die neben leichten Weintrauben-, Himbeer- und Birnennoten auch ein paar Orangen gerade im Angebot haben. Der mittelschlanke Körper formiert daraus eine harmonische, halbtrockene und ziemlich cremige Einheit.

Kein echtes Bier und erst recht kein echter Champagner - und trotzdem sind beide Seelen zu gewissen Teilen noch erkennbar. Das BRUTxALE bringt eine gewisse Muffigkeit mit sich, die ich hier klar der Hefe zuschreibe. In Anschluss daran entlarve ich auch dezente Klebstoffnoten, die für einen Augenblick vorbei schweben und sofort wieder verschwinden. Ansonsten bleibt das Ale charakterlich im weitesten Sinne ein Bier mit getreidigem Grundcharakter und einer durchaus ansprechenden Fruchtigkeit. Im Abgang tendiert es nunmehr in die dunklere Richtung mit Beeren, roten Weintrauben und rotem Apfel. Die Säure legt leicht zu, im gleichen Maße wie die subtil ausgeprägte Bitterkeit. Eine gewisse Restsäure bleibt zurück, Süße dagegen kaum und Bittere ebenfalls nur geringfügig. Im Nachgeschmack verbleiben Getreidenoten mit leichter Würze (Koriander, Fenchel).

Fakt ist: Das hier ist kein Bier für den Alltag. Trotz der besonderen Art gibt es an der Trinkbarkeit jedoch wenig auszusetzen, wenn man natürlich vorher jegliche Berührungsangst ablegt. Eine Anspielung auf "brutal" funktioniert hier eher nicht, eher ist natürlich BRUT ein Hinweis die verwendete Hefe. Diese bringt eine ganz eigene Note ins Spiel ein, die von den fruchtigen Hopfen gut erweitert wird. Sehr speziell, aber durchaus auch schmackhaft...

Bewertet am

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