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Beer like star Schoppe Bräu Berliner Schnauze

  • Typ Untergärig, Dunkel
  • Alkohol 5.8% vol.
  • Stammwürze 15.5%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 8-10°C
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 73% von 100% basierend auf 6 Bewertungen und 5 Rezensionen

#28178

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 6 Bewertungen
Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung von Dirk
82% Avatar von LordAltbier
73% Avatar von Bier-Klaus
73% Avatar von Schluckspecht
72% Avatar von goldblumpen
71% Avatar von ElftbesterFreund
69% Avatar von Dirk

72% Das ist mal malzig

Avatar von goldblumpen

Das letzte Bier aus dem internationalen Biertausch mir Florian in Berlin.
Auf den Tisch kommt ein malzbetontes und dementsrechend süßes Dunkles aus dem Hause Schoppe, der hier einmal für seine Huaptstadt sprechen darf.
Ein Bier, das als Dunkles auf jeden Fall Charakter hat; ob er wirklich so süß sein muss, weiß ich nicht. Es ist auf jeden Fall ordentlich süffig und vollmundig.

Bewertet am

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73% Berliner Malzkompott

Avatar von Schluckspecht

"Süffiges röstmalzbetontes Dunkles. Für Laubenpieper und andere Vögel. Offizielles Bier der Berliner Polizeihunde."

Ich bin zwar kein Polizeihund, fühle mich aber dennoch angesprochen. Sag ich jetze einfach mal frei Schnauze. Das dunkle Lager kommt mit 5,8 % vol. Alkohol in einer 0,33-Liter-Longneckflasche daher und wurde klassisch nicht filtriert, so dass sich am Bodensatz Hefe absetzen kann. Gebraut wurde es mit Gerstenmalz, Weizenmalz und sogar Roggenmalz - ein Drei-Korn-Bier sozusagen. Beim Hopfen kamen Herkules und Spalter Select zum Einsatz, bei der Hefe bediente man sich dem Hefestamm, den man auch für Pilsener verwendet. Damit ist die Berliner Schnauze von Schoppe Bräu abgegrenzt: Untergärig. Lager. Dunkel.

Dunkel steht das Lagerbier auch im Glas, aber längst nicht so dunkel wie erwartet. Ich erblicke auf ein helles Haselnussbraun bzw. dunkles Bernstein - mit rötlichem Einschlag und auch ohne zu viel Bodensatz nahezu blickdicht dank Hefe. Feiner, altweißer Schaum thront darüber, aber nicht wirklich lang.

Beim Duft habe ich zuerst Nusskuchen und Waldhonig vor Augen. Röstige Noten sind in der Tat vorhanden, im Hintergrund schwirren Kaffeebohnen umher sowie etwas Kakao. In jedem Fall liegt eine deutliche Malz-Präsenz vor, während sich der Hopfen überhaupt nicht meldet. Nur ganz weit im Hintergrund - verdeckt von allen anderen Eindrücken - bildet man sich ein, Kräuternoten zu entdecken. Im Prinzip wie ein mildes Bockbier (wobei Bockbiere natürlich erst bei 16,0 % Stammwürze beginnen)...

Spritzig, malzig und leicht säuerlich legt das dunkle Lagerbier souverän und ohne Misstöne los. Wenn hier geschmacklich Frucht vorhanden ist, dann wirklich die bereits genannte Sauerkirsche. Das Triumvirat der verschiedenen Malzsorten resultiert in einem harmonischen Mix, die beide Lager (Würze und Süße) jeweils ankratzen, aber nicht vollends ausleben. Der immer noch recht spritzige Körper profitiert von der belassenen Hefe und dem daraus folgenden samtigen, vollmundigen Mundgefühl, obgleich dennoch die Wässrigkeit nicht weit entfernt zu sein scheint. Die Süffigkeit fällt jedoch nur mäßig aus, dafür ist die Malzfracht eben zu fordernd und das Wasser nicht weich genug. Unaufgeregt würzig und säuerlich klingt die Berliner Schnauze aus, wiederum mit Röstmalznoten und kräuterigen Hopfeneinflüssen. Die Säure setzt sich immer weiter an den Zungenrändern fest und überlagert das an und für sich ansonsten sehr gelassene, relaxte Bier.

Ich sage es mal einfach frei Schnauze - hart, aber herzlich: Der halbdunkle Kollege aus Berlin macht einen ziemlich duften Eindruck, aber so richtig knorke finde ich ihn halt doch nicht. Dafür ist er mir schlichtweg etwas zu gewöhnlich. Es schmeckt jedoch erstaunlicherweise dunkler, als es sich optisch präsentiert - und auch dunkelmalziger, als es für gewöhnlich Wiener Lager oder Rotbiere sind. Generell ein guter Punkt, dieser Twist der Individualität - es ändert aber letztlich wenig an der Beliebigkeit. Mit etwas weniger Säure wäre meine Meinung sicherlich etwas milder, denn die Berliner Schnauze - so schnoddrig sie manchmal auch ist - hat eben auch ihre charmanten Seiten...

Bewertet am

82% Gutes Dunkles!

Avatar von LordAltbier

Der Antrunk ist fein-säuerlich-spritzig und hat eine feine Sauer Kirsch-Note. Der Mittelteil ist ähnlich wie der Antrunk, hier kommt aber noch eine feine Malznote hinzu. Der Abgang ist ganz fein-röstmalzig und auch fein-säuerlich, hier schmeckt man neben einer feinen Sauer Kirsch-Note auch eine feine Schwarzbrot-Note und somit auch eine ganz feine Bittere. Fazit: Ein süffiges, interessantes und eher untypisches Dunkles. Schmeckt gut.

Bewertet am

73% Schoppe Bräu, Berlin, Berliner Schnauze, Dunkelbier mit 5,8%

Avatar von Bier-Klaus

Mit 15,5 Grad Stammwürze und 5,8 % ABV knabbert das Schoppe Berliner Schnauze schon an der Bockbier Grenze. Die Farbe des Bieres ist kastanienbraun, der beige Schaum hält sich nicht lange. Ich rieche dunkles Malz und leichte Malzsüße. Der Einstieg beginnt wenig gespundet, der Körper ist ganz gut vollmundig. Der Geschmack wird bestimmt vom dunklen Malz, einerseits durch die schön röstigen Kaffeearomen, dazu dunkle Schokolade. Auf der anderen Seite kommt die Süße des Malzes zum Tragen, die die bitteren und hopfigen Aromen wieder einfängt. Das Bier hat für mich auch etwas fruchtiges, so dass ich mich frage, ob das wirklich untergärig ist wie ein normales Dunkelbier, oder ob das obergärig eingebaut wurde wie ein Amber Ale. Die Verwendung von Weizen- und Roggen-Malz spricht für das obergärige Ale. Ein sehr süffiges Dunkles, gefällt mir gut.

Bewertet am

69% Kodderschnauze

Avatar von Dirk

Hossa, da ist Malz drin! Man liest es nicht nur auf der Flasche (Münchener, Pilsener, Roggen, Weizen, Melanoidin, Cara Roggen, Carafa), man riecht auch, dass hier jeder Glutenallergiker schnell das Weite suchen sollte. Süßlich-dicht, irgendwo zwischen Schokokeks und Rosinenbrötchen, rangiert die Berliner Schnauze. Die Verwandschaft zu Thorsten Schoppes dunklem Bock, den es in der Zyankali-Bar in Berlin-Kreuzberg gibt, ist unverkennbar. Andere Noten machen kaum von sich reden.

Auch im Mund hat man ein sämiges, sehr dichtes, brotiges Gefühl. Die Süße fällt nicht ganz so stark aus, die Bitterkeit gleicht ab dem Gaumen aus, zuvor durchdringt der starke Sprudel ein allzu dickflüssiges Mundgefühl.

So ganz schlüssig ist die Trinkerfahrung nicht. Es fängt süß und weich an, wird dann aggressiv sprudelig, um schließlich sämig-herb abzugehen. Das Motto aber ist auf jeden Fall getroffen, auch wenn die Berliner Schnauze eher umgekehrt funktioniert.

Bewertet am