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Beer like star Schoppe Bräu All I Want For Xmas Is Roggen Roll

  • Typ Obergärig, Roggen Ale
  • Alkohol 6% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 69% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#37865

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
69% Avatar von Schluckspecht

69% Das roggt nur etwas

Avatar von Schluckspecht

Im Laufe der Jahre hat sich die Rezeptur des Roggen Ales ein wenig geändert: Das 'All I Want For Xmas Is Roggen Roll' muss nun mit 6,0 % vol. Alkohol auskommen und vertraut nun auf die beiden Hopfensorten Monroe und Comet, die gemeinsam 40 IBU abliefern. Namensgebend ist neben Gerstenmalz natürlich auch Roggenmalz dabei - und zwar zu 35 % vertreten. Abschließend durfte US Ale-Hefe ihr Werk verrichten. Die Flaschengestaltung ist mal wieder durchaus attraktiv und auffällig: Das Etikett zeigt einen Ausschnitt einer Jeanskutte mit weihnachtlichen Patches.

Wie hefetrübe Spezi steht das Roggen Ale rotbraun und schlammig im Glas unter einer sehr luftigen, instabilen gelblichen Schaumkrone. Als Schaumkrone kann man es eigentlich nicht bezeichnen - das sind eher Seifenbläschen, die extrem schnell verschwinden und das Ale in wenigen Sekunden nackig dastehen lassen. Jetzt sieht es wirklich wie Spezi aus - abgesehen von den kleinen Hefebröckchen. Der Duft bildet indes ein Ale ab: Fruchtige Hopfennoten (Zitrus) treffen auf eine gut wahrnehmbare, leicht fruchtige Hefe und eine brotige Malzigkeit. Den Roggen würde ich so spontan nicht herausriechen, aber es geht in die nussige Richtung.

Malzig, nussig und fruchtig geht es in den Antrunk, der in Sachen Fülle und Alkoholgeschmack mit dem genannten Alkoholgehalt einhergeht. Die obergärige Hefe bringt ein paar fruchtige Esternoten, das Malz erinnert deutlich an Brot und der Hopfen tobt sich entspannt mit etwas Zitrus und Beere aus. Viel Weihnachtlichkeit lässt sich nicht erkennen, dafür fehlt etwas die Würze und die Süße. Das Roggen Roll ist ein gestandenes Ale, das souverän bei seiner Linie bleibt. Das heißt aber auch, dass es noch Potenzial bei Komplexität und Charakter gibt. Gegen Ende wird das Ale sehr trocken, ziemlich kratzig und beinahe staubig. Der Hopfen bringt eine stramme Bittere, die Fruchtigkeit ist verschwunden. Der brotige Charakter kommt zum Schluss noch mal durch, das Malz steuert zudem auch röstige Noten nach Kaffee bei. Vom Hopfen kommt dazu eine kräuterig-minzige Frische. Geschmacklich wird im Finale also noch etwas geboten, mir ist er aber einfach eine Spur zu trocken.

Die Optik ist ein glatter Reinfall, aber der Geschmack ist mit seiner gelassenen Fruchtigkeit und den dezenten Roggenakzenten nicht verkehrt. Mich erinnert das Roggen Ale ein wenig an eines unser Selbstgebrauten, wo wir allerhand Malzreste verbraten haben. Mein Exemplar würde fast noch bis nächstes Weihnachten halten, doch auf meinem Wunschzettel steht sicherlich etwas Anderes.

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