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Beer like star Schmilkaer Bernstein

  • Typ Untergärig, Festbier/Märzen
  • Alkohol 5% vol.
  • Stammwürze 12.4%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 8-9°C
  • Biobier ja
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 70% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#29069

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
73% Avatar von Bier-Klaus
67% Avatar von Schluckspecht

67% Malzig süße Bio-Langeweile

Avatar von Schluckspecht

Aus dem Ort Schmilka in der Sächsischen Schweiz, dass sich nun ganz auf BIO konzentriert, kommt von der Braumanufaktur Schmilka (seit 2015) ein naturbelassenes, untergäriges Bio-Vollbier, welches namentlich auf seine Farbe anspielt: Das Bernstein. Genannt werden 4,9 % vol. Alkohol und 12,4 % Stammwürze. Durch die Naturbelassenheit hat es zwei Nachteile: Kurze Haltbarkeit von wenigen Wochen und die Erforderlichkeit einer dunklen, kühlen Lagerung. Naturbelassene Biere punkten dafür mit einem besonderen Geschmack. Geöffnet wird auch hier mit Aufziehlasche. Das bedeutet jedoch auch, dass die 0,75 l-Flasche nach der Öffnung dann nur noch mit einem Ersatzkronkorken verschlossen werden kann.

Die Optik gefällt aber schon einmal: Opaltrübes Bernstein mit kupferorangenen Reflexen, feiner Kohlensäure und einer sehr feinporigen, cremeweißen Schaumkrone. Der Duft erinnert zunächst an süße Aprikosen und Pfirsische, ehe eine nussige Malznote aufkommt. Gegen die Süße hat das Röstmalz in der Nase kaum eine Chance, Karamell überwiegt. Und so geht es Pfirsich-Nektarinen-fruchtig in den saftig-süßen, malzigen Antrunk - die feinperlige Kohlensäure ist wunderbar darauf abgestimmt. Bezüglich Komplexität könnte aber einfach mehr kommen. Nach dem fruchtigen Antrunk fällt das Bernstein in ein gewisses Loch, wirkt dann schal und langweilig. Für ein naturbelassenes Bier wird hier einfach viel zu wenig Spannung und Kraft aufgebaut. Stattdessen möchte das untergärige Bio-Bier mit seiner süßmalzigen Trinkbarkeit punkten. Leider manifestiert sich auch im leicht säuerlich werdenden Abgang keine nennenswerte Röstmalznote, während der Hopfen mit seinen grasigen Akzenten ebenfalls gesucht werden muss. Der Hopfen hätte ja der Retter in der Not sein können, aber auch er verpasst die Chance.

Ich liebe naturbelassenes Bier kleinerer Brauereien und plädiere stets für natürliche, traditionelle Herstellungsprozesse. BIO-Qualität kann da auch ein guter Ansatz sein. Mit dem Bernstein der Braumanufaktur Schmilka werde ich allerdings nicht so richtig warm, hier fehlen mir Spannung und Intensität. Da schmeckt das charakterlich vergleichbare Untergärige meiner benachbarten Hausbrauerei (unfiltriert, unpasteurisiert, aber ohne BIO-Zutaten) schon erheblich interessanter. Auch vom Fass hat mich das Bernstein nicht vom Hocker gerissen - da war ich nach dem guten Pils vielmehr sogar noch enttäuschter als jetzt. Schade. Die Brauqualität ist nämlich sehr hoch - vielleicht hinkt da die Qualität der Bio-Rohstoffe hinterher? Und wirklich schlecht ist es nach einiger Zeit auch nicht - das ist ein süffiges, abendfüllendes Bier. Nur eben unnötig langweilig, die Süße hat keinen ernsthaften Gegenspieler. Mehr Punkte kann ich unter diesen Gesichtspunkten leider nicht vergeben.

Bewertet am

73% Rezension zum Schmilkaer Bernstein

Avatar von Bier-Klaus

Die Teilnehmer des Stammtisches wurden von der Braumanufaktur Schmilk'sche Mühle in die wunderschöne Leuchtenburg eingeladen, um in der dortigen Burgschänke die Schmilkaer Biere zu verkosten. Trotz der Einladung geben wir natürlich ein möglichst objektives Urteil ab.

Die Etiketten sind vorbildlich, alle relevanten Daten enthalten. Das Bernstein ist ebenfalls Bio.Die Schüttung beim Bernstein besteht aus Pilsner Malz, Cara Rot, und Cara Hell. Die Hopfung erfolgt mit Hallertauer Smaragd und Hersbrucker Pure Hopfen.

Bernsteinfarben und sehr trüb fließt es ins Glas. dort bildet es eine sehr feinporige Blume, viele Co2-Bläschen steigen auf, das Bier ist ebenso stark karbonisiert wie das Helle. In der Nase Malzig und brotig beginnt der Antrunk stark rezent und vollmundig. Der Geschmack bietet süßes Malz und kerniges Getreide, das ergibt einen brotig würzigen Geschmack. Weil es nicht filtiriert ist und noch etwas Hefe enthält ist die Textur ebenfalls weich wie beim Hellen. Der Nachtrunk ist sehr wenig gehopft. Das Bernstein ist weniger gehopft als das Helle und dadurch etwas weniger spannend aber auf alle Fälle sehr süffig.

Bewertet am