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Beer like star Rittmayer Smoky George (7%)

  • Typ Untergärig, Rauchbock
  • Alkohol 7% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 81% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 3 Rezensionen

#27496

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 3 Bewertungen
96% Avatar von dreizack
95% Avatar von Schluckspecht
53% Avatar von Bier-Klaus

95% Torfrauch bis zum Abwinken

Avatar von Schluckspecht

"Nichts für Leute, die Whisky für eine Hunderasse halten." Da muss ich direkt schmunzeln. Das Smoky George, ein Peat Smoked Craft Beer der Brauerei Rittmayer aus Hallerndorf/Bayern, besitzt stramme 7 % vol. Alkohol und wurde (nach eigenen Worten) mit heftig getorftem, schottischem Malz gebraut. Beim European Beer Star 2015 konnte der Smoky George die prestigeträchtige Gold-Medaille in seiner Kategorie abräumen. Na, das ist doch was!

Im Glas leistet sich der Rauchbock schon mal keinen Fehltritt: Schön leuchtendes und recht klares Kupferbraun (Tendenz Kastanie) - so sieht nur stark gefärbter, sherryfassgereifter Whisky aus, darüber steht eine sahnige und relativ standhafte Blume. Der Duft fällt in der Tat sehr torfrauchig aus. Sehr, sehr torfrauchig. Wer schon mal ein Stück Torf in der Hand hatte, weiß: Torf riecht nach nichts. Aber was dieser beim Darren mit dem Malz veranstaltet, ist schon eine Wucht. Das Rauchbier duftet mächtig und schwer, die Rauchnote ist angenehm warm und praktisch überhaupt nicht phenolisch. Lagerfeuerrauch sagt der Kenner auch dazu, für den Normalo wird es nach heftig geräuchertem Speck riechen. Eiche, verbranntes Holz, Vanille und Karamell wären auch meine weiteren Assoziationen, die ich im fraglos whiskyähnlichen Duft zu entdecken glaube. Wie beim rauchigen Whisky gilt: Mit der Zeit gewöhnt sich die Nase an den Rauch und andere Aromen kommen zum Vorschein. Hier darf man sich also gern etwas Zeit nehmen und immer wieder "nachriechen". Die Eindrücke verändern sich ein wenig, eine leicht bittere Eiche bzw. Holz im allgemeinen Sinne kommt dann stärker durch. Einfach toll!

Jetzt ist wirklich genug Zeit verstrichen und ich setze das Glas an. Der Antrunk trägt die im Duft erfasste Rauchnote schön mit, balancierend auf einem sehr samtigen, kaum alkoholischen Bockbierkörper. Dann legt der Smoky George an Süße zu, es schmeckt nach kandierten Äpfeln, Vanille, getoasteter Eiche, Nuss und zartem Speckrauch. Der Abgang wiederum betont bittere Eiche - eine reine Suggestion, denn der Initiator dieser Bitterkeit dürfte der Hopfen sein. Trotz dieser markanten Geschmacks- und Duftnoten (der Duft prägt zu 80-95 % unseren Geschmackssinn) punktet das kräftige Rauchbier mit einer gewaltigen Harmonie und einer durchaus ansprechenden Süffigkeit. In gewisserweise wirkt der Smoky George dennoch schwer, da sich die einzelnen Aromen sehr zum Genießen anbieten. Das Maß der Süße empfinde ich perfekt dosiert: Sie ist einladend hoch, aber bei weitem nicht über dem Ziel hinaus wie etwa beim gescheiterten Versuch von Störtebeker. Der Alkohol sticht nur moderat hervor und vor allem in gleichmäßiger Ausprägung, während sich auch die Kohlensäure in Zurückhaltung übt und dabei das moussierende Mundgefühl unterstützt.

Als Whiskyliebhaber (bevorzugt die rauchigen Klopper von Islay und den Inseln wie Skye/Orkney, gern auch die wenig bis gar nicht Getorften aus den Highland/Speyside) deute ich erfreulicherweise keine Schnitzer oder Mängel. Klar, Whisky und Bier sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Aber sie sind sich eben doch ziemlich ähnlich. Wenn man es richtig macht, sammelt man die faszinierenden Aromen der jeweiligen Sektion in seiner vollen Pracht ein und vermählt sie praktisch miteinander - das ist Rittmayer hier absolut gelungen. Im Gegensatz zu vielen Whiskybieren erscheint es rauchiger und weniger süß, ohne deswegen stumpf, abgestanden oder trocken zu wirken. Einfach umwerfend, verführerisch und geschmacksgeladen. Aber gewiss nicht für Jeden ein Genuss...

Der eingangs erwähnte, mich zum Schmunzeln forcierende Hinweis steht da nämlich nicht ohne Grund. Wer von Whisky nicht viel hält, wird auch mit diesem Bier nicht viel Freude haben. Meinereins aber...

Bewertet am

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96% Rezension zum Rittmayer Smoky George (7%)

Avatar von dreizack

Eigenständig, einzigartig, polarisierend.

Ich könnte dieses Bier zwar nicht jeden Tag trinken, aber als Abwechslung ist es der schiere Wahnsinn. Über allem liegt hier eine enorme Torfnote, sowohl im Aroma wie auch im Geschmack. Unter dem Torf liegen Rauch und saftige Nussigkeit; darunter wiederum Karamell, verbranntes Holz, Whisky, Eiche.

Weich, trotzdem recht spritzig. Absolut kompromislos; kantig; eckig.
Tolle Farbe zudem: glänzendes Kupfer; mit sahnig dichter Blume.

Wow!

Bewertet am

53% Rezension zum Rittmayer Smoky George (7%)

Avatar von Bier-Klaus

Das ist die zweite Version des Smokey George und in dieser hat er 2% ABV gut gemacht, dafür ein "e" verloren. Der neue Smoky George hat immerhin 7% ABV, ist also ein ausgewachsener Rauchbock. Auf der Braubeviale 2015 hat er die Goldmedaile abgeräumt. Die Farbe ist glänzendes Kupfer und die Blume ist sahnig dicht. Trotzdem hält sie nicht allzu lange. Der Geruch haut einen um. Das ist extremes, intensives Torfmalz, nichts anderes. Der Antrunk beginnt wenig rezent und sehr vollmundig. Dann prallen die intensive Torf-Aromen und der sehr spürbare Alkohol aufeinander. Das ist nichts für schwache Nerven. Ich bin Rauchbierfan und besonders Rauchböcke finde ich genial. Aber hier ist die Kombination sehr unharmonisch. Die intensiven Raucharomen sind ja ok aber dazu brennende starke Alkohol, das schmeckt mir nicht besonders. Im Abgang bleiben die süßen Malz-Aromen am Gaumen, die auch schon für den ersten Smokey George typisch waren. Goldmedaille hin oder her, das Bier ist nichts für mich.

Bewertet am