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Beer like star Radegast Temně Hořká

  • Typ Untergärig, Dunkles
  • Alkohol 5.2% vol.
  • Stammwürze 12%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 68% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#32107

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
73% Avatar von Schluckspecht
63% Avatar von goldblumpen

73% Charaktervoll würziges Bohemian Lager

Avatar von Schluckspecht

Dunkel ist relativ. Es wird eine Bernsteinfarbe (jantarové barvy) versprochen und dieses Versprechen löst das Radegast Temně Hořká auch ein. Das 12er mit 5,2 % vol. Alkohol zeigt sich blank filtriert wie Waldhonig mitsamt einer lebhaften Karbonisierung und einer durchaus ausladenden, gemischtporigen, cremeweißen Schaumkrone, die knisternd in sich zusammensackt. Wer ein wirklich dunkles Bier erwartet, kann aber nur enttäuscht werden - ein dunkles Budweiser ist beispielsweise deutlich dunkler. Dabei erscheint das dunkle Lagerbier von Radegast kaum heller als das durchschnittliche Altfränkische Dunkel aus dem unweiten Nachbarland. Irreführender Name hin oder her: Die Farbe fällt im Gegenlicht traumhaft schön aus.

Karamell, Honig, Nuss, Malz und Röstaromen serviert der Duft. Die vorderdringliche Süße wird durch eine leicht kernige Würzigkeit kontrastiert. Wie beim normalen 12er ist der würzige Hopfen durchaus präsent. Geschmacklich geht es im Stil eines Wiener Lagers los: Honig-, Karamell- und Biscuitnoten zeigen sich im friedfertigen Antrunk, der ein mildes Lagerbier abbildet. Doch die Würzigkeit zögert nicht lang, der grasis-harzige Hopfen schreitet zur Tat und sorgt dafür, dass sich das Temně Hořká gut neben dem Radegast Ryze Hořká 12 platzieren kann. Mir fehlt es nur eindeutig an Kohlensäure, geschmacklich bin ich mit dem ausgewogenen Körper allerdings durchaus zufrieden, der mit einer gewissenen Kernigkeit und leicht blumigen Akzenten punktet. Neben dezenten Röstaromen mit Assoziationen an dunkler Schokolade und Kaffee kommt im Abgang allerdings auch unpassend viel Säure auf, die leider zu stark von der hopfigen Würzigkeit ablenkt. Im späten Nachgeschmack kommen letztlich leicht seifig-bittere Aromen auf, die das Bild auch nicht unbedingt besser machen.

Perfektion schmeckt definitiv anders - aber dafür hat das Radegast Temně Hořká 12 durchaus Charakter, genau wie sein hellerer Bruder. Durch die breitere Malzbasis greift das "Dunkelbier" aber einfach etwas weiter in die Tiefe. Und dennoch wird der Hopfen nicht degradiert. Das dunkle 12er ist ein durchaus interessantes Bier mit eigenen Charakterzügen und einer tollen Farbe. Das helle Radegast Ryze Hořká 12 ist etwas stimmiger, das dunkle Temně Hořká 12 aber noch eine Idee spannender. Was hier noch süß und mild einsteigt, wird schnell hopfenwürzig mitsamt komplexerer Malznoten. Trotz sensorisch kaum erfassbarer Kohlensäure fällt die Süffigkeit vergleichsweise mäßig aus.

Bewertet am

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63% Nicht ganz so Dunkel

Avatar von goldblumpen

Der Name des Biers lässt ein dunkles, zuweilen schwarzes Bier erwarten. Allerdings fällt beim Einschenken ins Glas aus der blickdichten Flasche auf, dass es bernsteinfarben ist und stark an ein Wiener Lager erinnert.
Geschmacklich merkt man auch nichts von einem Dunklen. Es hat die typischen Aromen für ein bernsteinfarbenes Bier, aber die Süße eines österreichischen Dunklen bzw. die Herbe eines Stouts gibt es nicht.
Ein geschmacklich gutes Bier, nur mit irreführender Benennug.

Bewertet am