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Beer like star Primátor Premium

  • Typ
  • Alkohol 5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 81% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#4894

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
81% Avatar von goldblumpen
81% Avatar von Schluckspecht

81% Tschechisch und doch international

Avatar von Schluckspecht

Beim Primátor Premium handelt es sich um ein Lager mit 5,0 % vol. Alkohol einer "Czech Craft Bewery", das durch seinen Auftritt in einer sehr speziell geformten 0,5-Liter-Glasflasche sehr an so manchen Briten erinnert. Nicht ganz zum Premiumanspruch fällt aber, dass neben Hopfen auch Hopfenextrakt verwendet wurde. In einem kräftigen Gelbgold bis Altgold steht es klar, aber nicht restlos filtriert, unter einer gemischtporigen, üppigen Schaumkrone. Würzige, kernige Noten zeichnen den nicht zu schwachen Duft aus. Nussige und karamellige Malzklänge haben es mit erdig-würzigem Hopfen (Saazer, Sládek) zu tun, dem eine Spur Citrussäuerlichkeit beiwohnt. Markant und doch elegant.

Weich, süffig und vollmundig malzig legt das Primátor Premium erstaunlich hochwertig los. Hier ist es gar nicht einmal so sehr der markante oder würzige Geschmack, der begeistert, sondern die fein austarierte Ausgewogenheit aus Malz und erdig-grasigem Hopfen. Selten auch erlebe ich eine so kräftige Vollmundigkeit bereits im Antrunk, ohne dass darunter die Süffigkeit leidet. Habe ich Bierdurst? Ja, aber das tschechische Lagerbier kann sensorisch eben wunderbar punkten. Nicht zu süß, nicht zu glatt und nicht zu herb, macht es keine vermeidbaren Fehler. Eine dezente Würzigkeit nach Zimt, Vanille, Kakao und ein Hauch Muskat begleitet die feine, leicht nussige Malzsüße. Damit baut das Primátor Premium eine gewisse Ähnlichkeit zu bayerischen Hellen auf. Der Hopfen ist dabei jedoch im Gegensatz zu diesen immer in Rufweite: Erdig, grasig und minimal blumig - wie man den tschechischen Hopfen eben kennt und wie es beim britischen Vorbild (der auf Größen wie East Kent Goldings, Fuggles oder Challanger vertraut) auch nicht viel anders ist. Der Hopfenextrakt fällt nicht nennenswert negativ auf. Einzig im Abgang wird es etwas trocken und staubig. Das Malz hält aber mit würzigeren, dezent röstigen Noten dagegen. Etwas - eher trockene - Fruchtigkeit in Form von Apfel und Feige gibt es noch dazu. Bei der Säure hält sich das Premium stark zurück - was für mich in diesem Fall ideal passt.

Unaufgeregt, süffig und hochwertig: So würde ich das Primátor Premium Lager beschreiben, welches auf den Spuren britischer Lagerbiere wandelt und seinen tschechischen Brüdern kaum ähnelt. Insbesondere der weiche, süffige Geschmack sticht hervor. Ansonsten verkneift es sich - abgesehen von einer feinen, gelungenen Würzigkeit - irgendwelche Besonderheiten und sucht unentwegt den eleganten Weg. Für den Bierdurst ist das genau das richtige Bier: Unkompliziert, vollmundig und einfach nur erfrischend. Es ist auch wahrscheinlich kein Zufall, dass Primátor ein wenig auf Fuller's anspielt...

Bewertet am

81% Kann das Niveau nicht halten

Avatar von goldblumpen

Und weiter geht es mit der Nachverkostung von Bieren, welche ich vor einigen Jahren nachlässigerweise nur mit Prozent bewertet habe. Das Primátor Premium bewirbt sich als supertolles Craftbier und ist recht schwer einzuordnen.
Farblich ist es orange und erinnert mit seinen fruchtigen Noten an ein APA, es kommt aber aus der Kategorie der zwölfgrädigen Tschechen, was aber nicht passt. Es hat einen malzigen Hintergrund nach Karamell und ein bisschen Vanille und Pfeffer. Dazu kommt etwas Apfel und Feige im Abgang. Ein durchaus interessantes Bier, das ich aber nicht mehr zu meinen Favoriten geben würde.

Bewertet am