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Beer like star Nittenauer Saphirator

  • Typ Untergärig, Doppelbock
  • Alkohol 7.9% vol.
  • Stammwürze 18%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 86% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#36441

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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
90% Avatar von Bier-Klaus
81% Avatar von Schluckspecht

90% Rezension zum Nittenauer Saphirator

Avatar von Bier-Klaus

Der Nittenauer Saphirator ist ein heller Doppelbock mit 7,9% ABV. Wie der schon vermuten läßt, ist er mit Saphir Hopfen aromatisiert, gebittert wird mit Hallertauer Tradition. Goldgelb und glanzfein filtriert entwickelt sich im Glas nur eine kleine sehr feine Blume. Wenn man daran riecht, gibt es die volle Saphir Dröhnung. Blumenwiese, Küchenkräuter und Doldenhopfen in einer unglaublichen Intensität. Der Körper ist voluminös aber nicht mastig, die Spundung im mittleren Bereich. Der Trunk bietet zuerst eine edle Süße nach feinem Blütenhonig. Dazu wirken die blumigen Noten des Hopfens und man fühlt sich wie mitten in einer Blumenwiese voller Löwenzahn. Der Übergang zum herben Nachtrunk erfolgt sehr harmonisch. Nach dem Schlucken nehmen die herben Noten am Gaumen mehr und mehr zu, das blumige verschwindet zu Gunsten bitterer Kräuter und stark dosiertem Aromahopfen. Die geschmackliche Wahrnehmung schwingt bei jedem Schluck sanft hin und her zwischen Süße und Herbe, ohne dass man je einen abrupten Übergang feststellen würde. Wenn ich den parallel verkosteten Andechser Bergbock Hell zurückbringen, dann schmeckt der nur noch wässrig und leer.

Bewertet am

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81% Mmmmäääääähr!

Avatar von Schluckspecht

"Hell trifft stark" - so ist das, wenn es sich um einen hellen Doppelbock handelt. Der Nittenauer Saphirator verfügt über den namensgebenden Saphir (angeblich in großen Mengen) sowie über Hallertauer Tradition, die den hohen Alkoholgehalt (7,9 % vol.) kaschieren sollen. Filtriert kommt es in die 0,33-Liter-Longneckflasche.

Und bei mir dann ins Kalea Beertasting-Glas. Dort zeigt es sich hell wie angekündigt - vielleicht aber eine Idee dunkler und goldiger als das durchschnittliche Helle. Feinere Schwebstoffe sind erkennbar, also wurde die Filtrierung dankbarerweise (wie es in der Industrie oft leider der Fall ist) nicht extrem ernst genommen und mit weiteren Filterstoffen wie Kieselgur oder PVPP nachgeholfen. Der sahnige Schaum präsentiert sich feinporig und für ein Doppelbock sehr langlebig. Auch wenn er dann doch zu verschwinden droht, haftet er hartnäckig am Glasrand.

In der Nase gibt es nicht viel zu vermelden, da der Duft sehr filigran ausgebaut ist. Süßliche Malznoten - vergleichbar mit frischen Sonntagsbrötchen - treffen auf eine blumige, minimal orangenfruchtige Note. Letzteres wäre dann ursächlich vom Saphirhopfen. Etwas mehr Aroma wäre schon toll. Aber auch den Alkohol nimmt man kaum wahr.

Recht süß und mit starkbierwürdiger Wucht geht es in den malzigen, hopfenblumigen, dezent erdnussigen Antrunk. Der Saphirator schwingt nicht die Keule - er will die Genießer und Kenner erreichen. Der höhere Alkoholgehalt klingt leise an, erscheint mir hier aber nützlich zu sein. Die süße Malzbasis und die feine, unaufdringliche Hopfenaromatik kann einen kleinen Gegenspieler gut verkraften. Der süßsäuerliche Körper - relativ hohe Säure für ein Bockbier, immerhin aber gut integriert - profitiert von der hohen Stammwürze und wandelt diese in eine wärmende Vollmundigkeit um. Hier entdecke ich zu der blumigen Orangennote dann auch Noten, die an eingelegte Pfirsiche erinnern. Würzige, kernige Malznoten begleiten den leicht säuerlichen, grasig bis kräuterig herben, lange nachklingenden Abgang. Restsüße ist reichlich vorhanden - Würzigkeit aber auch.

Wer süße und (hopfen)würzige Bockbiere nicht mag, der ist beim Nittenauer Saphirator an der falschen Adresse - denn beides prägt diesen Doppelbock. Wie beim Pils halten sich Hopfenbittere und Hopfenaromatik sehr gut die Waage. Und im Gegensatz zum Nittenauer Sonnengold liefert der Saphirhopfen hier im aromatischen Sinne nennenswert etwas. Der gesamte Aufbau und die recht feine Aromatik gebietet dieses Bockbier eher dem geneigten Kenner und Bockbierliebhaber, der sowohl die "bockige" als auch die süße Seite zu schätzen weiß. Gut gemacht! Aber bei aller Süffigkeit auch mit etwas Katerpotenzial...

Bewertet am