Biere

Brauereien

Erfolglos gesucht?

Neue Brauereien und Biere aufnehmen

Beer like star Nieder Seifersdorfer Unser Rotbier

  • Typ Untergärig, Rotbier
  • Alkohol 4.7% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 55% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#36620

Anzeige

Probier mal

Wenn Du angemeldet bist, kannst Du hier Deine Probier-Vorschläge einsehen und ändern.

Du hast dieses Bier noch nicht bewertet

Die Verkostungsanleitung und der Bier-Bewertungsbogen helfen beim Verkosten.

Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
A
B
C
D
E
55%
F
G
H
I
J
Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
55% Avatar von Schluckspecht

55% Anders als erwartet...

Avatar von Schluckspecht

Sobald man das Rotbier ins Glas eingießt, kann sich Enttäuschung breit machen: Das unfiltrierte Lagerbier erscheint kaum dunkler als das Pils und einen rötlichen Farbakzent sucht man ziemlich vergeblich. Was bleibt? Ein homogen hefetrübes, feinperlig sprudelndes helles Bernstein mit cremiger, feinporiger, altweißer Schaumkrone. Die Optik passt perfekt zu einem Zwickel, ein Rotbier würde ich jedoch dunkler und rötlicher erwarten. Sei's drum, Optik ist nicht alles.

Etwas Kernigkeit macht sich auch hier in der Nase breit mitsamt Beerennoten, allerdings deutlich milder und unauffälliger als beim Pils. Das Gerstenmalz trägt milde, brotige Züge mit etwas Karamell und minimaler Röstnote, die an Brotkruste erinnert. Leicht essigsäuerlich und leider trotz sichtbarer Kohlensäure ziemlich schal legt das Untergärige los. Aber auch hier hilft die Säure gewissermaßen gegen den unerwünschten Eindruck der Abgestandenheit. Eine Fruchtnote nach Brombeeren lässt sich deuten. Eine gelassene, kernige Malzigkeit trifft im Körper eine milde Säure sowie eine dezente Wässrigkeit. Individuell schmeckt auch das Rotbier, allerdings trifft es meinen Geschmack leider nicht so gut wie das Pils. Die bei jedem Antrunk aufblitzende (fruchtige) Branntweinessigsäure ist dafür mitverantwortlich. Im kernigen, feinherben Abgang wird die Malznote etwas dunkler und erinnert ein wenig an Brotkruste. Die Säure bleibt recht dominant, versucht aber immerhin sich zu integrieren - was ihr zum Teil tatsächlich auch gelingt.

Ich hatte noch gehofft, dass das recht schale Pils ein Einzelfall ist, doch das Rotbier hat mit sehr ähnlichen Problemen zu kämpfen. Beim Rotbier sind diese insgesamt sogar noch eine Spur intensiver, während ich geschmacklich nicht so gut abgeholt werde durch das kaum existente Hopfen- und kaum bessere Malzaroma. Und dabei ist das Rotbier in meinem Fall sogar noch einen ganzen Monat länger haltbar. Bei über drei Monaten MHD müssen Essignoten wirklich nicht sein - noch nicht einmal bei einem unpasteurisierten Bier (keine Ahnung, ob das hier zutrifft). Dieses Bier müsste vielleicht noch mal überarbeitet werden. Immerhin hebt es sich deutlich von der Masse ab. Aber leider auch von den Erwartungen...

Bewertet am

Anzeige