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Beer like star Neder Keller Bier

  • Typ Untergärig, Zwickel/Kellerbier
  • Alkohol 5.2% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 62% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 2 Rezensionen

      #16415

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      Bewertungsdetails
      Basierend auf 3 Bewertungen
      75% Avatar von Schluckspecht
      55% Avatar von braugnom
      55% Avatar von Hirsch

      75% Prickelnde Urigkeit

      Avatar von Schluckspecht

      Mir stellt sich heute das Neder Keller Bier mit 5,6 % vol. Alkohol, urigen Etiketten und einem hefetrüben Kleidchen im hellen Bernstein vor. Darüber präsentiert sich eine cremige Schaumdecke in hellbeiger Tönung, die mit Stabilität und Volumen ordentlich Eindruck schindet. Aber was wirklich auffällt: Das Gezwickelte sprudelt extrem! Ist das noch Bier oder schon Limo? Oder ist das einfach ein Anzeichen für die ausgedehnte Lagerung?

      Beim Duft erwische gleich zu Beginn estrige Hefenoten, dahinter brotiges Gerstenmalz und im Hintergrund einen grasigen Hopfenakzent. Man kann sagen, was man will: Das Neder Keller Bier wird seinem Bierstil olfaktorisch absolut gerecht, ein gutes Kellerbier besitzt eine gewisse Hefebetonung. Eine Abgrenzung zum klassischen Weißbier schafft man auch, denn die estrigen Noten gehen eher in Richtung Birne als Banane. Und zudem macht das Malz einen etwas würzigeren Eindruck.

      Der erste Schluck und ich habe diverse Geschmäcker im Mund. Klar, die Hefe ist da, doch sie lässt genug Raum für andere Geschmacksnoten. Da hätten wir zum einen eine fruchtige Süße, ähnlich einem saftigen, vollreifen Apfel oder einer Orange. Honig ist gewiss auch im Spiel. Und dann hätten wir noch brotige Malznoten. Eine ganz leichte Metalligkeit kann man attestieren - muss man aber nicht. Die spritzige Kohlensäure erscheint nicht überdosiert, sondern verhilft dem Kellerbier zu einer erfrischenden Lebendigkeit. Da wirkt nichts muffig oder erdrückend - obwohl meine Testflasche sein Mindesthaltbarkeitsdatum noch in diesem Monat erreicht.

      Der ausgewogene Körper tendiert ebenfalls in die komplexere Richtung, ohne dieses Spiel auf die Spitze treiben zu wollen. Nicht Fisch, nicht Fleisch? Nein, sondern durchaus eine runde Partie - hier die fruchtige Honigsüße, dort eine feine Würzigkeit. Der Hopfen kündigt sich langsam auf grasigem Wege an. Währenddessen prickelt die Kohlensäure beständig auf der Zunge.

      Mit Zunahme der Säure legt der Hopfen im Abgang nur noch stärker zu. Unverkennbar, die grasigen Noten sind im letzten Drittel vorhanden. Aber es kratzt nichts im Mund, der Bitterhopfen übertreibt es nicht. Die fruchtige Süße, hier dann mit einer gewissen Süßstofftendenz (Schuld ist der Hopfen), lässt sich bis zum Schluss entdecken.

      Das Neder Keller Bier erfüllt meine Erwartungen, ohne sie - außer vielleicht bei der Kohlensäure und der Schaumbildung - zu übertreffen. Geschmacklich entdecke ich bei meinem Exemplar wenig Mängel, dafür aber auch interessante Akzente. Trotz der hohen Spritzigkeit mangelt es nicht an der Süffigkeit. Ein ganz anständiges Kellerbier aus Forchheim...

      Bewertet am

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      55% Rezension zum Neder Keller Bier

      Avatar von Hirsch

      Schaum: fein- bis gemischtporig, kaum haltbar
      Farbe: bernstein, ganz leicht trüb
      Geruch: kernig-getreidig, etwas Zwetschge, ein bisschen Waldhonig

      Im Antrunk begegnet zuerst eine stramme Honigsüße, gleichzeitig ist da etwas adstringierend Herbes und auch ein bisschen Kellerbier-Muff. Auf den zweiten Schluck kommt mir tatsächlich Zwetschgenschnaps als Assoziation in den Sinn. Diese Schwere, gemeinsam mit der einsetzenden Hopfenbittere bestimmt dann tatsächlich den Ton. Auch eine gewisse trockene Getreidigkeit ist immer da.

      Körper: recht voll und etwas alkoholschwer
      Rezenz: wenig CO²

      Nachtrunk relativ eindimensional hopfig, ohne ins unangenehm Bittere zu gehen. Dem Malz wird noch ein bisschen Platz gelassen.

      Kommentar: So richtig glücklich macht mich das Kellerbier vom Neder nicht. Mir kommt sogar der Verdacht hoch, es sei ein bisschen überlagert – allerdings sind wir noch über 8 Wochen vom Verfallsdatum entfernt. Die alkoholisch-zwetschgigen Aromen verbreiten jedenfalls eine Schwere, die mir das Bier ein bisschen zu unrund macht.

      Bewertet am