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Beer like star Naturtrübs SuperAle

  • Typ Obergärig, Ale
  • Alkohol 4.9% vol.
  • Stammwürze 12%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 10-12°C
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagen 3 Benutzer

Bewertet mit 85% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 2 Rezensionen

#30677

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 3 Bewertungen
88% Avatar von ElftbesterFreund
88% Avatar von CaptainFriendly
78% Avatar von Schluckspecht

78% Finale Versöhnung

Avatar von Schluckspecht

Läuft. Das jedenfalls steht auf dem roten Kronkorken. Mit strukturierten Etiketten und allerhand Informationen zum Inhalt schwimmt Lang Bräu mit dem Naturtrübs SuperAle komplett auf der Craft-Beer-Welle. Und dabei bekommt man hier gar eine 0,5-Liter-Flasche serviert. Zu den Eckdaten: 4,9 % vol. Alkohol, 12° Plato Stammwürze und 22 IBU. Gebraut wurde das obergärige, unfiltrierte und flaschengereifte Bier mit Hallertauer Aromahopfen (Perle, Mittelfrüh, Tradition), den Malzsorten Pilsner, Weizen hell, Caramünch Typ 2 und Abbey Malt. Gerstenmalz steht noch vor Weizenmalz in der Liste, demnach handelt es sich beim Naturtrübs SuperAle gewiss nicht um ein Hefeweizen per Definition. Ansonsten stimmen die Vorzeichen überein, die verwendete Ale-Hefe macht auf mich einen estrig-fruchtigen Eindruck, der an klassisches Weißbier erinnert.

Die Optik weist auch gewisse Parallelen auf. In einem homogen hefetrüben Bernstein kleidet sich das Obergärige, das von cremigem Schaum geschmückt wird. Ein Hinweis auf die Flaschenreifung liefern feinste CO2-Perlenketten, die allernortes aufsteigen. Den leicht hefeweißbierigen Duft hatte ich bereits schon erwähnt. Zur Bananennote kommt eine leichte Rauchigkeit und ein Hauch Gewürznelke hinzu. Der Hopfen pflegt kaum Noten ein, beim Aroma scheinen Hefe und Weizen den Hopfen und die Gerste überstimmen zu wollen. Die von meinem vorherigen Rezensenten erwähnte Blumigkeit kann ich allenfalls im Ansatz feststellen. Nein, da finde ich allein schon die Rauchnote deutlich präsenter. Mein Exemplar ist mit MHD 10/2018 aber auch nicht mehr übertrieben frisch.

Spritzig und recht süßmalzig legt das SuperAle los. Eine zarte Fruchtigkeit, Apfel und ein Hauch Banane, gibt es obendrein. Doch dieser süße Einstieg währt nur kurz, zügig macht sich eine vom herben Hopfen unterstützte Trockenheit breit - und damit auch eine gewisse Unwucht im Trinkgeschehen. Das erinnert mich an so manchen Belgier, nur mit weitesgehenden Verzicht auf (größtenteils vergorenen) Zucker und Alkohol. Der Körper bedient ein volles Mundgefühl nur bedingt, das Obergärige tritt bei aller geschmacklichen Schwere eher zart am Gaumen auf. Dort kann man dann auch erleben, dass sich die Geschmacksnoten in eine harzig-grasige Hopfenschroffigkeit und eine trocken-frische Beerigkeit gewandelt hat. Der stürmisch auftretende Hopfen fährt dem eher seichten, sanften, aber auch ziemlich komplexen Körper ziemlich an die Seite. Der Aromahopfen scheint seine Richtung eher in der kräuterbetonten Würzigkeit zu finden, die sich auch noch weiter in den Abgang hält.

Immerhin legt sich die grasige Seite des Hopfens langsam und im Körper erlebe ich dann tatsächlich auch endlich die besprochene Blumigkeit. Offenbar braucht es hier einfach Zeit. Zeit, die es dafür nutzt, dass ich meine Bewertung zum Positiven verändern muss.

Ein 'Zwischending aus Weizen und Pils' haut so ziemlich hin. Geschmacklich bleibt allerdings festzustellen, dass der Weißbier-Charakter eher gering ausfällt. Eher erinnert mich das SuperAle an ein flaschengereiftes Trappistenbier. Nach einer kleinen Durststrecke kommt der Aromahopfen auch endlich mal zu Wort, er spielt den Ball aber flach und lässt sich viel Ruhe und Zeit. So recht begeistern mag mich das Naturtrübs SuperAle nicht, für die Gefälligkeit hat es einfach zuviel Zeit benötigt. Trotzdem ist es - zwischen den Stühlen Lager (untergärig), Hefeweizen, Summer/Session Ale und Blonde positioniert - eine gewisse Bereicherung. Ein Bier-Hybrid sozusagen. Der recht trockene Charakter lässt sich ebenfalls auf die Flaschengärung zurückführen. Aus meiner Perspekte eher ein klassisches Genießerbier...

Bewertet am

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88% Gratulation...

Avatar von CaptainFriendly

...an mich selber. Tatsächlich hatte REWE ein paar Kästen eingestellt, und da die Süd-Oberfranken die Biere der Nord-Oberfranken auch nicht so genau kennen, habe ich gleich mit einem Kasten (9 Flaschen) zugeschlagen, weil ich dachte: Das ist doch die Brauerei, die auch das Erotik-Bier braut, vielleicht macht das hier auch schön (nein, Quatsch, habe ich nicht gedacht).

Auf jeden Fall hing an der mittleren Flasche eine ausführliche Stilbeschreibung, nun ja, wichtig ist im Glas.
Optisch entspricht das Super Ale von Braumeister Richard Hopf einem naturtrüben Apfelsaft, wobei der Schaum durchaus Ähnlichkeit mit dem eines guten Weizens hat. Der Duft hingegen ist weizenuntypisch, da eher blumig als bananig, der Hallertauer Aromahopfen trägt mit der reichlich vorhandenen Kohlensäure zu einer bemerkenswerten Frische im Antrunk bei. Der Körper geht mit seiner Vollmundigkeit wieder eher etwas in die Weizenrichtung. Im Abgang ist eine leichte Hopfenbittere zu spüren.

Als Fazit habe ich hier ein äußerst süffiges Zwischending aus Weizen und Pils (wenn ich es einem Nicht-Insider beschreiben sollte) oder halt ein weniger süßes, spritziges Weizen mit hopfigen Noten, man schmeckt, daß es "ein Bier von glücklichen Brauern" (Zitat) ist.

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