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Beer like star Lemke Imperial India Pale Ale

  • Typ Obergärig, Imperial/Double IPA
  • Alkohol 10% vol.
  • Stammwürze 23%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 92% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#36972

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
92% Avatar von Schluckspecht

92% In cervisiam veritas

Avatar von Schluckspecht

My dear Mister Singing Club! Das Lemke Imperial India Pale Ale meint es ernst und kommt mit nicht weniger als 10 % vol. Alkohol und 23 °Plato Stammwürze. Da geraten die genannten 75 IBU geradezu harmlos, die von den drei US-amerikanischen Hopfensorten Amarillo, Simcoe und Chinook bereitgestellt werden. Die Schüttung übernehmen Pilsner, Wiener und Caraamber Malz. Vor mir steht die Charge 030321-1 - und wie immer bei Lemke unfiltriert und unpasteurisiert.

Mit opaleszierender Trübung steht das außerordentlich kräftige IPA in einem schön changierenden Bernsteinton vor mir, welches von Orange bis Kupfer ein gewisses Wechselspiel vollzieht. Darüber wird nicht mit Schaum gegeizt, obgleich dieser ohne viel Zeitverlust auf ein kompaktes Maß zusammensackt und haftende Überreste am Glasrand Zeuge seiner ursprünglichen Pracht sind. Der Duft ist eine Mischung aus Wein und Früchtekorb: Saftige Frucht und traubenzuckrige Süße sind wunderbar erkennbar, jedoch schleichen sich auch gesetztere, leicht alkoholgetragene Noten ein. Ein faszinierender, edler und durchaus komplexer Duft. In erster Linie erkenne ich Citrus- und Beerennoten, wie etwa Orange und gesüßte Johannisbeere.

Der Einstieg erfolgt gesetzt wie bei einem guten, aber erfrischenden, jugendlichen Wein: Viel Frucht in Form von Orange, Mango und Beeren mit etwas Süße, kaum Säure und angesichts von umwerfenden 10 % vol. erfreulich gelassenen Alkoholnoten. Ein cremiges, saftiges Mundgefühl stellt sich ein, die hohe Stammwürze leistet ihren Tribut. Durch die recht hohe Restsüße erscheint das Imperial IPA frisch und fruchtig. Der Alkohol hämmert aber schon leicht im Hintergrund - Obacht ist angesagt. Angenehm würzig - sowohl durch Hopfen als auch Malz initiiert - wird es im leicht säuerlicher werdenden Abgang. Der Hopfen erzeugt eine relativ gelassene, kräuterig-grassig Bittere, während das Malz brotkrustige, leicht röstige Noten offeriert, die etwas an ein Wiener Lager erinnern. Auch hier ist der Abgang lang und die angeröstete Bittere weiß sich am Ende immer durchzusetzen. Für so viel Wucht geht die Süffigkeit auch absolut in Ordnung, wobei das Lemke Imperial IPA eher zum Genuss auffordert und sich als Wein in Biergestalt versteht.

Schießt das Lemke Imperial India Pale etwas über das Ziel hinaus? Vielleicht - denn ganz so viel Alkohol braucht es nun wirklich nicht für einen guten, heftigen, intensiven Geschmack und ich erahne bereits eine gewisse Katergefahr sowie auch Einschränkungen bei den Sinnesorganen. Aber es ist einfach gut und edel gemacht, der Alkohol präsentiert sich elegant und ehrlich, die Fruchtigkeit erscheint eher frisch als vergoren und die rundum gegenwärtige Restsüße vereinfacht den Umgang ungemein. Es gibt noch heftigere Double IPA - dieses hier ist eher auf der malzigen Seite unterwegs. Aber das Programm ist soweit stimmig. Vorsicht ist dennoch angebracht bei diesem malzig-hopfigen Weinersatz.

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