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Beer like star John Malcom India Pale Ale

  • Typ Obergärig, IPA
  • Alkohol 7.8% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 7-10°C
  • Biobier
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 58% von 100% basierend auf 4 Bewertungen und 3 Rezensionen

#30679

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 4 Bewertungen
63% Avatar von Bier-Klaus
59% Avatar von ElftbesterFreund
55% Avatar von Schluckspecht
55% Avatar von Puck

55% Begründete Skepsis

Avatar von Schluckspecht

Kleiner Prolog, dann geht es zum Test.

Der heutige Besuch in einem Rewe-Markt mit einem kleinen Abstecher in die Craft-Bier-Ecke sollte mir eigentlich mal wieder eine Flasche Camba Bavaria Imperial IPA bescheren, doch dann musste ich feststellen, dass sie diesen dreisterweise aus dem Sortiment genommen haben. Sehr schade! Beim Schweif durch die Regale im Hinblick auf Alternativen fiel mir jedch ein seltsames Preisschild auf, auf dem 0,09 € stand. In Worten: Neun Cent! Es gehört zum hier besprochenen John Malcom India Pale Ale, welches aus dem Entwicklungssud 03/2017 stammt und einen MHD 1/18 besitzt. Letzteres ist sicherlich auch ein Grund für den Preis - und der Preis ist überhaupt erst der Grund, warum ich das einsame Bier (letztes Exemplar) eingesackt habe. Als ich es vorher stets für 0,99 € gesehen habe, ließ ich es unbeeindruckt im Regal stehen. Meine Erfahrung mit Bieren, auf deren Flaschen statt der Brauerei nur "Gebraut für..." zu lesen ist, ist bisher fast ausnahmslos negativ. Sagen wir es mal so: Skepsis ist immer vorhanden.

Immerhin gibt das India Pale Ale durchaus Informationen preis. Die Wichtigste: Es ist eine Unterschrift abgedruckt, die dem Braumeister von Eichbaum - Heiko Bloch - zuzordnen ist. Das erwartungsgemäß mit obergäriger Ale-Hefe gebraute Bier (Was soll in diesem Zusammenhang die Typnennung "Bockbier" auf dem Etikett? Wäre Starkbier nicht weitaus treffender?) enthält außerdem Pilsener Malz und Melanoidinmalz. "Yellow Sub" und "Cascade" steuern aromatische Hopfennoten bei. Verwunderlich ist allerdings, dass der Großteil der Hopfung laut Etikett durch Hopfenextrakt realisiert wurde. Das spricht im Vorfeld nicht gerade für höchste Qualitätsbekundungen und ist auch eher untypisch für IPA im Allgemeinen...

Typisch fällt dagegen die Optik auf: Dunkles, rotstichtiges Bernstein mit starker Trübung und sahniger, opulenter Schaumkrone. Der Farbton sieht allerdings etwas matschig aus. Der Duft lässt kräftiges, brotiges Malz erkennen sowie den vergleichsweise milden Hopfen mit Anklängen an Zitrone, Grapefruit, Melone, Kräutern, Gras und einer dezenten Blumigkeit. Der hohe Alkholgehalt kann sich wunderbar verschleiern. Kein schlechtes Aroma also und qualitativ ohne Abstriche...

Der erste Schluck ist eine kleine Ernüchterung, wenn man schon richtig gute Ales trinken durfte. Es fehlt ein wenig die Cremigkeit, der Antritt wirkt zu dünn, obwohl er es definitiv nicht ist. Vor allem das Malz kommt geschmacklich schnell durch brotige, nussige Noten durch. Der Hopfen klingt nur leicht mit Zitrus und Kräutern an - 'unspektakulär' wäre das richtige Wort dafür. Kaum sind die ersten Schlücke über die Zunge gewandert, zündet der Alkohol. Langsam glaubt man die abgedruckten 7,8 % vol. Alkoholgehalt. Er ist ab diesem Punkt dann eigentlich die einzige treibende Kraft. Das geht schon stark in Richtung Doppelbock. Aber wie gesagt: Ohne das passende Mundgefühl, dem nicht einmal die naturbelassene Hefe auf die Sprünge helfen kann. Die Geschmacksnoten in der zweiten Hälfte haben durchaus etwas Besonderheit, auch wenn ich diese nicht mit einem India Pale Ale in Verbindung bringen würde. Ich erfasse Vanille- und Eichenholznoten, ein Hauch ranzige Butter und nussige Schokolade. Dazu nur eine Idee (Kaubonbon-)Zitrone und Grapefruit, die von den trockenobstigen Alkoholnoten ordentlich in Beschlag genommen werden. Recht bitter mit deutbaren Extraktnoten schließt das IPA eher lustlos mit zunehmender Säure ab, im Nachgeschmack gibt es wieder brotiges, tendenziell süßes Malz und Eiche. Gefühlt fällt der Alkoholgehalt alsbald bald noch höher aus als offiziell verlautbart. Auch das ist eher untypisch für gute Ales.

Fazit:

Das John Malcom India Pale Ale ist definitiv etwas Anderes und mit dem Bekannten kaum vergleichbar. Zu unausgewogen, zu unausgegoren. Natürlich fallen ein paar Mängel auf, aber trinkbar ist es allemal und mit interessanten Geschmacksnoten bestückt (wobei alles vor dem ersten Schluck (sprich Optik und Aroma) definitiv besser ist). Meine neun Cent habe ich vernünftig angelegt, mitunter entdecke ich gefällige Noten und ein miserables Abschneiden sähe anders aus. Ob die frischeren Hopfennoten im frischen Zustand das Bier deutlich aufgewertet hätten? Ich mag es bezweifeln. Für meine Begriffe ist dieser Eichbaum-Entwicklungssud kein India Pale Ale - jedenfalls kein gutes. Nennt es meinetwegen "Red Mystery Ale". Darunter kann man sich ähnlich viel vorstellen wie unter dem Markennamen "John Malcom"...

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63% Rezension zum John Malcom India Pale Ale

Avatar von Bier-Klaus

Was die Maltos Biere für den Lidl waren, das sind die John Malcolm Biere für Rewe bzw Penny. Beide Varianten werden bei Eichbaum in Mannheim gebraut und beide Versionen sind kein Craft Bier sondern Industrie Ware.

Das John Malcom IPA ist orangefarben und sehr trüb. Es bildet sehr wenig feinen Schaum. Wie beim White Stout gestaltet sich der Antrunk sehr vollmundig aber viel weniger alkoholisch als bei ersterem. Der Hopfen kommt stark heraus, Zitrus vom Cascade, die Yellow Sub Hopfenmischung soll ein Ersatz für den teuren Amarillo sein, das gelingt hier nicht ansatzweise. Dennoch ist das IPA mit seiner starken Herbe, den zitral fruchtigen und blumigen Aromen gut trinkbar. Wie das Maltos IPA 60%.

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55% Rezension zum John Malcom India Pale Ale

Avatar von Puck

Bernsteinfarben und trüb, hinzu kommen fruchtige Aromen, die an Grapefruit und Melone erinnern. Das John Malcolm IPA ist eine Spezialabfüllung für REWE. Gleich vorweg, ein wirkliches IPA ist dies für mich nicht, dafür haben die süsslichen Malzaromen bereits beim Antrunk, der nur ganz kurz an ein IPA erinnert, das Bier fest im Griff. Insgesamt eher eine Malzbombe, das die Hopfenbitterkeit zu sehr verdrängt. Vielleicht sollten die Mannheimer noch einmal über die Charakterstika des IPA nachdenken. Interessant, aber für mich falsch bezeichnet.

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