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Beer like star Hop on Top Hopparade

  • Typ Obergärig, India Pale Ale (IPA)
  • Alkohol 6.5% vol.
  • Stammwürze 16%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 16-18°C
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 88% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#34832

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
88% Avatar von Schluckspecht

88% Komprimiert hopfig

Avatar von Schluckspecht

Sonst sind es ja immer die gelernten Brauer. Hier ist mit Martin Schrader ein Chemiker am Werk - und wer sich selber mit der Materie des Brauens gut auskennt, weiß auch, dass chemische Prozesse eine große Rolle spielen. Gebraut und abgefüllt wird bei Stonewood in Chemnitz. Die Brauerei hat sich gute Rohstoffen, Sachverstand und viel Leidenschaft auf die Fahnen geschrieben - "das elegant freche Bier mit der extra Schippe Hopfen". Und bei diesem India Pale Ale scheint das auch Programm zu sein: Stolze 12 Hopfengaben werden genannt! Diese bestehen aus den Hopfensorten Cascade, Azacca, Chinook und Galaxy. Gut gefällt mir hier auch der Steckbrief, der Angaben macht zur Trinktemperatur (ungewöhnlich hohe 16-18 °C), Sudnummer (001/325 l), Stammwürze (16,0 ° Plato), Bittere (50 IBU) und natürlich Alkoholgehalt (6,5 % vol.). Wer mehr wissen will, muss schon selber brauen...

Ich ignorie mal die Temperaturempfehlung und gieße trotzdem schon mal ein. Im Glas braucht sich das sächsische IPA keineswegs zu verstecken: Helles, homogen trübes Orange-Bernstein mit viel weißem, feinporigem und stabilem Schaum. Handwerklich und doch ziemlich perfekt. Der Duft fällt hier auch recht intensiv aus. Es zeigt sich aber ein recht ungewöhnlicher, süß-fruchtiger Duft, den der Brauer als Erdbeer-Pannacotta beschreibt - und da stimme ich auch zu. Etwas Litschi und Honigmelone scheint mir aber auch im Spiel zu sein, und vielleicht sogar eine Spur Kokos und Vanille. Wie das klassische IPA riecht es wirklich nicht - aber das hat zunächst nicht einmal etwas Schlechtes zu bedeuten. Es scheint nur eben eher süß zu werden, wo ich doch eher würzige Biere mag...

Der halbwegs rezente Antrunk vereint in sich interessanterweise sowohl Trockenheit als auch malzige Süße, garniert mit würzig-süßen Limettennoten und etwas Erdbeere. Nicht übel! Dann schlägt eine pinienartige Bitterkeule zu, die mich an Chicorrée erinnert (der übrigens hervorragend mit etwas Zucker und Citrusfrüchten schmeckt!). Das ist mal wirklich ein wahres Hopfenfest - viel Hopfen und davon reichlich! Der Körper ist dabei - der Stammwürze gerecht werdend - ziemlich vollmundig mit würzig mit Citrusnoten. Das Malz tendiert hier sogar minimal ins Schokoladige, punktet aber auch mit karamelligen Akzenten. Bei aller Bitterkeit wahrt sich das Hopparade India Pale Ale eine angenehme Restsüße. Grapefruit, ausgereifte Zitrone, Kräuter und viel Bitterkeit spielen im intensiven Abgang eine tragende Rolle. Letztlich überwiegt aber einfach die Hopfenbitterkeit, wovon man ein Freund sein muss. Das wird im Nachgeschmack fast schon etwas kratzig. Trotzdem: Ich mag die Intensität und Entschlossenheit! Spätestens zu Beginn der zweiten Hälfte hat sich die Süße abgemeldet und ist zur pinienharzigen Hopfenwürzigkeit gereift. Auch die Malzbasis finde ich wunderbar arrangiert.

Generalprobe bestanden! Mal sehen, was die kleine Kuckucksbrauerei noch so zu bieten hat...

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