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Beer like star Gouden Carolus Hopsinjoor

  • Typ
  • Alkohol 8% vol.
  • Stammwürze 18.5%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 76% von 100% basierend auf 5 Bewertungen und 5 Rezensionen

#6609

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 5 Bewertungen
83% Avatar von Bier-Klaus
75% Avatar von MichaelF
75% Avatar von rolf
74% Avatar von goldblumpen
74% Avatar von hightower

83% Rezension zum Gouden Carolus Hopsinjoor

Avatar von Bier-Klaus

Beim Goulden Carolus Hopsinjoor handelt es sich um ein belgischer Blonde Strong Ale, das mit viel Hopfen auf immerhin 50 IBU getrimmt wurde. Gleich nach dem Öffnen der Flasche durftet es intensiv nach Orange, kandierten Früchten und den typischen gewürzigen Aromen der belgischen Hefe. Die Farbe ist hellgelb und sehr trüb mit einer großen stabilen Blume aus sahnigem Schaum. Es bleiben schöne Brüsseler Spitzen am Glasrand haften. Der Antrunk beginnt voluminös, nicht so schlank wie die vielen stark aufgezuckerten Triple. Im Geschmack kandierte Früchte, Aprikose und Pfirsich mit einer starken Restsüsse. Der viele Alkohol ist ganz gut eingebunden aber natürlich merkt man, dass es sich um ein starkes Bier handelt. Zum Nachtrunk hin wird es gut herb vom Hopfen, obwohl man die 50 IBU niemals vermuten würde. Der starke Körper kompensiert einiges. Was hier fruchtiger Hopfen und was fruchtige Hefe ist kann ich nicht unterscheiden. Ein sehr gelungenes Bier.

Bewertet am

74% Hopfenbelgier

Avatar von goldblumpen

Auch dieses Bier habe ich das erste Mal bereits 2012 getrunken und "verifiziere" ich jetzt nochmals.
Im Gegesatz zu dem einige Minuten früher verkosteten Classic ist es hellgelb und der Gesamteindruck wird vom Hopfen beherrscht und es ist wenig malzig und hefig - recht selten bei belgischen Starkbieren; aber nicht übel.
Mir gefällt dieses spritzig-frische Bier mit dem belgischen Starkbieruntergrund sehr gut.

Bewertet am

74% Rezension zum Gouden Carolus Hopsinjoor

Avatar von hightower

orangegoldener Farbton, opal
weiße, feinporige Schaumkrone, fällt langsam zusammen
fruchtiger Duft mit deutlichen Aromen belgischer Hefe, frischer Apfel, milde Orange, sanft hopfig
fruchtiger Antrunk mit hefigen Esteraromen, Apfel und Orange, hopfig, mildes Karamell
vollmundig, weiches Mundgefühl, angenehme Rezenz
angenehme Hopfenbittere im Abgang mit mild pfeffriger Hefe sowie fruchtige Aromen, Orange, Pfirsich

Bewertet am

75% DermRuf ist besser!

Avatar von rolf

Ich habe das Carolus aus der Flasche getrunken. Beim Öffnen derselben kommt schon mal ein Schwall Schaum welcher überläuft. In der Farbe einem deutschen Weissbier sehr ähnlich, sehr trüb. Sehr viel Schaum, welcher aber sehr schnell in sich zusammenfällt. In der Nase eher schwach, süsslich, Aromen von Vanille, Ananas, karamelliertem Zucker. Im Antrunk sehr spritzig und frisch, überraschenderweise aber auch wässrig (8% Alkohol!). Auf der Zunge süsslich und wiederum wässrig, was das Bier süffig macht. Spannender Abgang, zuerst süss, dann wird es etwas bitter. Die Bitterkeit nimmt im langen Abgang immer mehr zu. Insgesamt ein recht komplexes Bier, leider aber auch etwas wässrig! Der Ruf der ihm vorauseilt ist besser als das Was es dann halten kann.

Bewertet am

75% Opsinjoor?

Avatar von MichaelF

Gouden Carolus Hopsinjoor. Für den deutschen Sprachraum ungewöhnliche Wortkombinationen (betreffend belgisches Bier) scheinen der „Brouwerij Het Anker“ großes Vergnügen zu bereiten. Hopsinjoor?

Gouden Carolus bezeichnet zunächst wiederum König Karl V. , der als Habsburger der spanischen Erbfolgelinie einen Bezug zu den spanischen Niederlanden hatte. Was bedeutet nun „Hopsinjoor“? Dazu muss ich wirklich sehr, sehr weit ausholen, aber diese Geschichte lohnt erzählt zu werden.

Die Brauerei lehnt diesen Namen an das Wort „Opsinjoor“ an, dass typisch in der Stadt Mechelen (Braustandort) verbreitet sein soll. Dem Bier wurden fünf verschiedene Hopfensorten um den Hals gehängt und das Wort „Hop“ in Verbindung mit „Opsinjoor“ könnte wohl das Kalkül der Brauerei gewesen sein. Die Bronzeskulptur „Opsinjoorke“ steht auf einem Markt in Mechelen und stellt DAS Maskottchen der Stadt dar. Diese Puppe begleitete Festumzüge und Prozessionen und wurde dabei mittels eines großen Leintuchs in die Luft geworfen. Wenn betrunkene Ehemänner ihre Frauen schlugen, konnten diese damals nicht näher belangt werden, da Scheidungen nicht möglich waren; so wurde die Puppe stellvertretend bestraft und in die Luft geschleudert.

Eines Tages musste es soweit kommen: Die Puppe fiel nicht auf das Leintuch, sondern einem armen Antwerpener in die Hände, der daraufhin eine Abreibung der wütenden Bürger bekam und sich bei der Stadt beschwerte. Hieß die Puppe früher noch „Scotscop“ (Narrenkopf), so erhielt sie nach diesem Zwischenfall ihren heutigen Namen, denn sie war auf einem „Sinjoor“ (vom spanischen „Senor“ als Beiname der Antwerpener) gelandet. „Opsinjoorke“ war geboren.

Das Gouden Carolus Hopsinjoor selbst ist um einige Jahre jünger als diese Puppe, denn es wurde erstmals auf einem Festival 2008 getrunken. Die Besucher waren so begeistert, dass es sogleich einen Preis auf dem „Zythos Bier Festival“ gewann. Das fünf Hopfensorten beigegeben wurden, macht sich natürlich sofort im Geruch bemerkbar, der ungemein frisch hopfig wirkt. Auch der Geschmack beruht hauptsächlich auf dem Hopfen mit leicht malzigen Einflüssen im Körper, während der Abgang eine typische Hopfenbittere darstellt. Alles in allem ist es ein sehr rundes, unaufgeregtes Bier, dass jenen temperamentvollen Bestrafungen der Puppe „Opsinjoorke“ etwas unähnlich ist. Man könnte jetzt noch spekulieren, ob diese Puppe auch etwas mit Hopfen zu tun hatte.

Heute habe ich zwei Lektionen gelernt: Diese Brauerei gibt ihren Bieren absolut geniale Namen mit tiefgründigen geschichtlichen Ereignissen und die spanischen Niederlande konnten ihre Besatzer beim besten Willen nicht ausstehen.

Übrigens: Nach diesem bedenklichen Zwischenfall, als die Puppe in die Hand eines Bewohners aus Antwerpen geriet, wurde die originale Puppe in einer Truhe sicher verwahrt. 1949 wurde sie gestohlen und „entführt“, worüber die halbe Stadt in Aufregung geriet. Freigelassen wurde sie schließlich gegen – einige Fässer Bier!

Bewertet am