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Beer like star Fastmoker Pils

  • Typ Untergärig, Pils
  • Alkohol 4.9% vol.
  • Stammwürze 12%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 8°C
  • Biobier ja
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 72% von 100% basierend auf 11 Bewertungen und 4 Rezensionen

#24170

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 11 Bewertungen
83% Avatar von Bier-Klaus
78% Avatar von madscientist79
76% Avatar von gerdez
76% Avatar von tonne
76% Avatar von Westfale
71% Avatar von Chris
71% Avatar von Bier-Sven
67% Avatar von Tobieras
65% Avatar von Felix
65% Avatar von Schluckspecht
59% Avatar von remus456

76% Bei einem Craftbier hätte ich mehr erwartet

Avatar von Westfale

Das Fastmoker Pils von dem Wildwuchs Brauwerk in Hamburg kommt mit einer majestätischen Schaumkrone ins Glas. Der Schaum ist gemischtporig und die Schaumkrone relativ gut haltbar. Man sieht wenige Kohlensäurebläschen. Das Bier hat eine leichte Trübung. Die Farbe ist ein helles strohgelb.
Der Geruch ist eher dezent. Am ehesten ausgeprägt ist hier die Säure, allerdings ist der Geruch trotzdem auch malzig-süß und hopfig-herb.
Der Geschmack ist relativ unspektakulär. Das Fastmoker Pils ist schlank. Man kann Zitrusnoten wahrnehmen und im Abgang schmeckt man eine angenehme Herbe.
Die Kohlensäure ist eher mild und nicht aufdringlich.
Das Fastmoker Pils ist ein eher unkompliziertes Craft-Pils. Es ist angenehm zu trinken und schön süffig, aber bei einem Craftbier hätte ich mehr Kreativität oder eine ausgefallenere Geschmackskomposition erwartet. Trotzdem ein gutes Pils, es schmeckt auf jeden Fall auch anders als herkömmliche Biere. Schön ist auch, dass die Zutaten aus ökologischem Anbau stammen.

Bewertet am

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65% Bereits über dem Zenit

Avatar von Schluckspecht

Natürlichkeit in Reinform: Unpasteurisiert, unfiltriert und noch dazu in Bio-Qualität. Leider hat mein Exemplar einen MDH 03.2019 - hallo, Springbrunnen! Ich habe noch erstaunlich viel retten können und das zeigt sich in einem hefetrüben Bernstein-Orange mit altweißer, fester Schaumkrone. Für ein Pils schon recht dunkel, aber mitsamt kleinster Schwebepartikel eigentlich ziemlich schick... Das Fastmoker Pils von wildwuchs Brauwerk aus Hamburg kommt auf übliche 4,9 % vol. Alkohol, ganz ordentliche 12 % Stammwürze und wurde mit Tettnanger Hopfen gebraut. Fruchtig-herb soll es sein. Die optimale Genusstemperatur liegt bei nordisch frischen 6 °C.

In der Nase habe ich saftige Orange und estrige Bananennoten, die von leicht blumigen, bis erdigen und grasigen Hopfennoten abgerundet werden. Die Fruchtigkeit überwiegt aber eindeutig - da muss sich selbst das erfassbare, aber eben zurückhaltende Malz hinten anstellen.

Mit leichter Malzigkeit und süß-hefigen Fruchtnoten legt das Fastmoker Pils los und wird kurz darauf mit grasigen Hopfennoten ein wenig ernster. Das Malz entwickelt sich wiederum ins leicht Röstige hinein - wie gut getoastetes Weißbrot. Estrige Hefenoten vernehme ich auch im Geschmack, der Fruchtigkeit haftet leider keine klare Frische an. So passt das nicht unbedingt in ein Pils, aber eventuell sind es auch Mängelerscheinungen aufgrund des Alters oder einer ausbaufähigen Lagerung. So fehlt dem malzigen, leicht grasig-kräuterigen Abgang, der noch ein wenig mit Esternoten herumspielt, etwas die Frische. Wirklich herb ist mein Exemplar auch nicht, das ist eher unterer Pils-Standard mit geschätzten knapp 30 IBU. Wirklich schlecht schmeckt der getreidige bis leicht schokoladige Abgang nicht, obgleich die markante Seele eines Pilseners lange gesucht werden muss. Erst nach und nach manifestiert sich ein feinherber Abgang mit einer beinahe würdigen Bitterkeit. Dies wird allerdings damit erkauft, dass der Körper plötzlich für einen Moment eine alte bis gar ranzige Note annimmt - die wirklich nicht lecker ist - und dadurch die vergleichsweise frischen Fruchtnoten ins Hintertreffen geraten.

In dieser Form bleibt mir das Fastmoker Pils eher negativ im Gedächtnis. Der Ersteindruck im Duft war durchaus noch vielversprechend, danach kommt aber mehr und mehr das Alter meiner Abfüllung zu Tage, das nicht zuletzt durch das extreme Entweichen aus der Flasche angedeutet wurde. Das wahrscheinlich ein wenig zu optimistische MHD gibt mir aber noch einige Wochen Luft. In diesem Sinne ist eine durchwachsene Bewertung meines Erachtens auch völlig gerechtfertigt. Wer es frisch probieren kann, wird so manchen Mangel wahrscheinlich nicht feststellen.

Bewertet am

83% Rezension zum Fastmoker Pils

Avatar von Bier-Klaus

Friedrich Matthies, Oliver Wesseloh's ehemaliger Partner bei Kehrwieder hat sich selbstständig gemacht. Heute verkoste ich das erste Bier von ihm, das Fastmoker Pils.

Zuerst dachte ich bei dem Namen, das hätte irgendwas mit Rauch zu tun. Aber mein Dealer hat mich aufgeklärt, dass es ein Begriff aus dem Platt-Deutschen ist. Der Fastmoker ist ein "Festmacher", der die Schiffe am Kai vertäut.

Das Bier ist voll Öko wie das Riedenburger aber dazu noch kalt gehopft mit Tettnanger. Nach dem Eingießen schiebt sich der Schaum wie ein weißes Gebirge aus dem Glas. Der ist an den Rändern gemischtporig und oben gedeckt sahnig. Der hält auch noch als das Glas schon leer ist. Bei der Farbe ist der Fastmoker goldgelb und leicht trüb. In die Nase steig tein Duft aus kräuterigem Doldenhopfen. Das riecht wie wenn man eine Dolde auseinander zieht und den Duft einatmet. So einen geilen Duft hatte ich noch nie! Ich kenne schon exotische und zitrale Hopfen aber nicht ein so nach "Standard" deutschem Hopfen duftendes Bier. Kräuteraromen, intensive Hopfenöle und -Harze alles im Geruch dabei.

Der Körper ist kräftig für nur 4,9%, fruchtig und tendiert etwas zum süßen Malz. Leider ist der Hopfen im Geschmack nicht mehr so genial wie im Geruch. Hopfenbittere ist vorhanden auch wunderbar komponiert aber mir zu wenig herb. Schade. Mit mehr Hopfen wäre es perfekt. Das Bier sollte man unbedingt probieren und wenn es nur wegen des Geruchs ist!

Bewertet am

65% Rezension zum Fastmoker Pils

Avatar von Felix

Trübes Orange mit sehr guter Schaumbildung.

Der Geruch ist äußerst gewöhnungsbedürftig und erst recht nicht typisch für ein Pils. Auch den Tettnanger kann ich nicht wiedererkennen. Vielmehr zeigt sich eine dicke Saftorange in bananig-gäriger Hefeummantelung. Das Bier riecht wie ein natürliches Produkt - das ist gut -, doch wie eines, das eigentlich schon hätte getrunken werden müssen. Als gekippt würde ich es aber noch nicht bezeichnen.
Erst im Laufe einiger Minuten öffnet sich die Hopfenblume und gibt klarere Noten frei. Die Nase blendet die Hefigkeit streckenweise aus.

Im Mund ist das Bier intensiv und knackig. Es gibt sofort eine wurzelige Bittere ab, dunkel und erdig, und außerdem süße Hopfentöne mit einer etwas zu starken Säure, welche wohl auch aus der Hefe kommt. Ja, ich denke, die Hefe ist hier einfach unkontrolliert vorangeschritten, das Bier selbst erscheint aber darunter hochwertig produziert.
Leider finden sich nicht besonders viele Aromen. Die dunkle Bitterkeit dominiert alles und die Säure bietet da keine Abwechslung. Mehr Reichtum hätte ich mir gewünscht.

Der Körper des Pilseners ist irgendwie fett, aber implodiert auf der Stelle. Im ersten Moment erscheint es zu schwer und wird von der Bittere niedergedrückt. Trotzdem ist das Pils enorm schlank. Sein norddeutscher Charakter ist zu erahnen, kann sich aber nicht wirklich durchsetzen.

Der Abgang ist bitter und nichts als bitter. In keiner übertriebenen Art und Weise, aber ohne Gegenpol. Der Geschmack lässt sich als hanfig beschreiben. Die Bittere liegt im Magen.

Das Fastmoker Pils von Wildwuchs aus Hamburg schmeckt so richtig wie ein erster Versuch. Ich will ihm deshalb nicht zu sehr auf die Füße treten. Ich lobe die Herstellung mit Bio-Zutaten und dass auf Regionalität geachtet wird. Doch komme ich nicht umhin, dieses Bier bislang noch als chaotisch zu bezeichnen.
Es weiß überhaupt nicht, wohin es will, nur eines scheint sicher: knackig. Es ist sehr hopfenlastig, und das nicht unbedingt auf die schöne, duftige Art. Bittere Wurzeltöne mit Hanfaroma sind vorherrschend, mit einem Tettnanger in seiner schönsten Ausprägung hat das für mich wenig zu tun. Auch die Hefe ist völlig überdreht. Sie gibt gärige Bananen- oder Birnentöne ab, die so einfach nicht in ein Pils gehören und noch weniger zur Hanfbitterkeit passen. Das alles wirkt total unbalanciert und orientierungslos.
Ich gestehe einen löblichen Ansatz mit viel Wumms. Da ist die erste Hürde schon geschafft, jetzt geht es aber an die Feinarbeit. Ich wünsche gutes Gelingen.

Bewertet am