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Beer like star Camba Braumeister Edition #28 Schnabulierer

  • Typ Obergärig, Belgian Ale
  • Alkohol 6% vol.
  • Stammwürze 13.5%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 86% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#35558

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
86% Avatar von Schluckspecht

86% Würziger Weizen-Weißwein

Avatar von Schluckspecht

In der Braumeister-Edition #28 schuf Markus Lohner ein 6,0 % vol. Alkohol sowie 13,5 % Stammwürze starkes Belgian Ale mit dem etwas sonderbaren Namen 'Schnabulierer'. Soll das auf eine gewisse Süffigkeit anspielen? Jedenfalls dürfte der Charakter eher leicht sein - es wird ein harmonisches Zusammenspiel aus Kräuter- und Birnentönen angekündigt. In der Zutatenliste steht Weizenmalz an erster Stelle, danach folgt erst das Gerstenmalz mit Pilsner- und Caramelmalz. Beim Hopfen hat man sich für Hallertauer Blanc und Nelson Sauvon entschieden, was ich für eine hervorragende Wahl halte. Der Nelson Sauvin zählt zu meinen Lieblingshopfen, der Hallertauer Blanc steht dem aber auch kaum nach. Zusammen ergeben sie milde 20 IBU. Hinzu kommt schließlich noch belgische Saison-Hefe und das belgisch inspirierte Ale wäre komplett.

Das Entkorken der 0,33-Liter-Flasche geht nicht ohne Zischen und Rauchen vonstatten. Schon dabei werden ungewöhnliche Noten freigelegt: Bananen-Chips, weiße Weintraube, allerhand Gewürze und eventuell auch etwas Birne. Das riecht schon mal deutlich anders als ein (stärkeres) Hefeweizen, wobei die Verwandtschaft unverkennbar ist. Die gibt es gewissermaßen auch optisch: Hefetrübes Strohgelb mit dunklem Hefeschleier und mit viel weißem Schaum. Ohne aufgeschütteltem Bodensatz sah das Schnabulierer deutlich besser aus, doch was tut man nicht alles für den vollen Geschmack...

Ach ja, wieder zurück zum Duft - der hat schon was! Sehr würzig, aber doch getreidig und eher sommerlich. Weizenbock meets Belgian Saison. Da freut man sich auf den Antrunk umso mehr. Dieser bietet Muskat- und Weißweinnoten mit zurückhaltender Süße und adstrinigerender Säure. Die 6,0 % vol. Alkohol schmeckt man sofort raus - ja, mindestens. Dem Charakter schadet dies aber keineswegs, eher im Gegenteil. Auch der Körper ist würzig, intensiv, mild alkoholisch und doch leicht wie eine Feder. Hier spielen die eleganten Hopfensorten ihre Trümpfe aus. So erinnert es vielmehr an würzigen Weißwein als etwa an ein Hefeweizen. Die belgische Hefe trägt daran gewiss einen hohen Beitrag. Jetzt im Geschmack kommt die Birne schon etwas besser zur Geltung, wobei ich mich wiederum eher auf weiße Weintrauben sowie Honigmelone festlegen würde. Wunderbar abgerundet wird dies nun mit einer feinen, zuckrigen Süße, welche auf den vergleichsweise trockenen Einstieg folgt. Lang, kräuterig und angenehm harmonisch klingt das Belgian Ale mit malzigen Noten und sanftem Alkoholfeuer aus. Es schmeckt eine gute Spur herber als es die 20 IBU andeuten.

Dieser kreative Beitrag gefällt mir sehr gut, zeigt er doch eine gewisse Eigenständigkeit, ohne dabei auf Ähnlichkeiten zum deutschen oder belgischen Stil verzichten zu müssen. Zu sommerlichen Fischgerichten dürfte das spritzige Ale der ideale Begleiter sein. Die anständige Süffigkeit passt ebenfalls dazu. Höhepunkt ist für mich der Abgang, der wäre mir fast eine '10' wert.

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