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Beer like star Brussels Beer Project Brussels Babylone

  • Typ Bread Bitter
  • Alkohol 7% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 91% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 1 Rezension

#29235

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung von Florian
98% Avatar von deadparrot
83% Avatar von Florian

98% Rezension zum Brussels Beer Project Brussels Babylone

Avatar von deadparrot

Hoppla. Was bitteschön ist ein "Bread Bitter"? Ich sehe auf dem Etikett nach und stelle fest, dass doch tatsächlich Brot auf der Zutatenliste steht: "Locally recycled fresh bread"! Der unorthodoxen Zutat verdankt das ungewöhnliche Bier seinen Namen, sollen doch schon die ältesten Braumeister überhaupt, nämlich die des antiken Babylon, Bier mithilfe von Brot eingebraut haben. Dazu sollen eine Mischung aus hellem, Bernstein- und Röstmalz sowie dreierlei Hopfensorten für eine Synthese aus jahrtausendealter Tradition und zeitgenössischer Craft-Szene sorgen.

Mit schöner Bernsteinfarbe ergießt sich die Babylone ins Glas und verströmt sofort einen sehr karamellsüßen und - ja, natürlich bin ich da jetzt voreingenommen - brotigen Duft. Die Süße geht schon in Richtung verbrannter Zucker oder Crème brûlée - sowohl ziemlich süß als auch dunkel und intensiv. Im Antrunk springt mich sofort der Aromahopfen an - die resultierenden Noten sind weniger fruchtig als vielmehr herb und ähnlich kantig wie bereits der geruchliche Ersteindruck. Röstaromen entfalten sich in schöner Balance mit dem Hopfen - beide Elemente sehr passend und mit ähnlicher Kraft und Rohheit aufeinander abgestimmt.

Vielleicht liegt es daran, dass ich das Stichwort "Brot" im Hinterkopf habe, aber jedenfalls schmecke ich ein ganz eigenes Aroma wie von Kümmel! In einem wahnsinnig aromenintensiven und vom Mundgefühl her recht cremigen Körper vermittelt mir die Babylone also in etwa den Eindruck einer Scheibe kräftigen, dunklen Brotes mit ein wenig Waldhonig. Der Abgang schließlich sorgt dann aber dafür, dass man angesichts aller Experimentierfreude nicht vergisst, dass das zugrundeliegende Braustilthema ESB heißt: Die streckenweise so süße Babylone wird auf fast schon ruppige Weise gnadenlos bitter. Schön. So soll es sein: Der markant herbe Abgang rundet einerseits das ungewöhnliche Geschmacksbild (mal ehrlich - Kümmel!?) auf sehr stimmige Weise ab, bleibt andererseits aber der kantigen Linie des Bieres treu. Mir gefällt diese ungeschliffene geschmackliche Intensität und das, wenn man so sagen kann, kompromisslose Auftreten richtig gut: An diesem Bier gibt es nichts Sanftes, Stilles, Geruhsames - und das Thema wird bis zuletzt konsequent durchgeführt!

Nach der Dark Sister, von der ich ähnlich begeistert war, kommt aus Brüssel nun also schon das zweite Bier, das mir richtig gut gefällt. Ich bin auf das weitere Sortiment des - dem Internetauftritt nach zu urteilen - äußerst experimentierfreudigen und kreativen Brussels Beer Project noch neugieriger geworden.

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