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Beer like star Boitzenburger Pilz

  • Typ Untergärig, Pils
  • Alkohol 4.9% vol.
  • Stammwürze 11.5%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 81% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#30483

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
81% Avatar von Schluckspecht

81% Erst mild, dann wild

Avatar von Schluckspecht

Wer auch immer da "Pilz" reingeschrieben hat: Das "Uckermärkische" von Boitzenburger nennt sich ganz klassisch und gewohnt einfach "Pils". In einer langhalsigen 0,33-Liter-Bügelflasche kommt es mit 4,9 % vol. Alkohol daher und ist gar nicht einmal so leicht verfügbar. Da dieses Bier naturbelassen, schonend filtriert und nicht pasteurisiert ist, findet man es im Kühlregal vor. Für die Kalorienzähler sind 42 kcal je 100 ml zu nennen, die IBU oder die verwendeten Hopfensorten sind unbekannt.

Wie ein typisches Pils sieht das hier aber nicht gerade aus: Dunkles, minimal opaltrübes Bernstein, dazu eine altweiße Schaumkrone. Optisch geht die Fahrt eher in Richtung Landbier. Die Stilrichtung mal ausgeklammert, sieht es aber schon echt schick aus. Der blumig-fruchtige Duft lässt mich direkt an den geliebten Saphir-Hopfen denken, dazu erinnert es mich an Hagebuttentee. Hopfenwürze oder ein malziger Klammergriff sind nicht zu erfassen, der Duft bildet ein sehr hopfenblumiges und mildes Pils ab. Die Nase meint, dass wir es hier mit nicht mehr als 25 IBU zu tun haben.

Spritzig und ausbalanciert legt das Boitzenburger Pils los. Die blumigen (Yasmin), teeartigen (Grüner Tee, Hagebutte) Hopfennoten sind nach kurzer Aufwärmphase sogleich vertreten. Die Milde wird subtil durch grasige Hopfenwürze ersetzt - und dieser Wandel gefällt mir immer wieder gut. Der Körper fällt pilsgerecht schlank aus.

Ich versuche die Stilfrage mal zu klären: Es handelt sich nicht um ein klassisches Pils, das verrät mir neben der Optik auch die geringe Bitterkeit. Zu den Hellen würde ich es aber auch nicht zählen. Am ehesten erinnert mich das Boitzenburger Pils an das Vielanker Amber Lager, welches gehörig kaltgehopft wurde. Auch hier wird das Aroma vor der Bitterkeit gesetzt. Dem Abgang fehlt es dennoch nicht an Ausdruckskraft, ein grasig-harziger Hopfen mit Earl-Grey-Tendenz breitet sich aus und im stetigen Klimax nimmt die Hopfenwürze zu. Was also erst mild und friedfertig anfängt, zeigt alsbald richtig Gesicht. Dann mag auch keiner mehr abstreiten, dass es doch eher ein Pils sein will.

Sauber und lecker - so sehe ich das kleine Pils aus der Uckermark. Tiefgründige Komplexität erspart es sich - wozu auch -, der Hopfen liefert ein ansprechendes Programm zwischen dem aromatischen und bitteren Lager. Der leichte, beinahe wässrige Charakter wird dadurch schön aufgewogen. Wer die blumige Eleganz britischer Ales mag, ist beim handwerklichen Boitzenburger Pils wunderbar aufgehoben.

Bewertet am

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