Aufsesser Dunkel
Aufsesser Brauerei, Aufseß, Bayern
- Typ Untergärig, Dunkles
- Alkohol 4.7% vol.
- Stammwürze 12.2%
- Empfohlene Trinktemperatur
- Biobier nein
- Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
- Dieses Bier ist nicht glutenfrei
- Probier mal sagt kein Benutzer

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73% Mild und malzig von Schluckspecht

Regionalität hat sich das Aufsesser Dunkel auf die Etiketten geschrieben: Malz (Münchner, Karamell, Röstmalz) sowie Hopfen (Spalter Perle, Spalter Select) stammen aus der Region. Bei diesem fränkischen Dunkel stehen 4,7 % vol. Alkohol immerhin 12,2 % Stammwürze gegenüber, wodurch es eine leichte Vollmundigkeit verspricht und sich für Brotzeiten oder als Begleiter zu Schweinebraten und Schäuferla bei einer Trinktemperatur von 8-10 °C empfiehlt.
Kastanienbraun mit kupferroten Akzenten zeigt sich das Aufsesser Dunkel sehr ansehnlich im Glas mitsamt einer wattigen, altweißen Schaumkrone. Der harmonische, malzaromatische Duft deutet süßes Karamell, schokoladige Röstakzente sowie Fruchtigkeit (Apfel, Birne, Pflaume) an. Fast meint man auch, dass der Hopfen blumige Noten beisteuert. Dieses Dunkle ist sehr auf der süßen Seite beheimatet.
Ähnlich süß, mild und ausgewogen steigt das Dunkel dann auch ein, während die Kohlensäure ordentlich Spritzigkeit ins Spiel bringt. Fruchtige Noten nach Apfel und Birne vernehme ich auch im Geschmack. Aus der stimmigen, jedoch eher schlanken Süße entwickelt sich eine gewisse Röstmalzigkeit, die vor allem dunkle Schokolade andeutet. Dazu streut der Hopfen ein paar dezente florale Noten ein, wie sie auch typisch sind für diese Region. Dem leichten, erfrischenden Charakter bleibt sich das fränkische Dunkelbier allerdings treu. Daraus ergibt sich eine ordentliche Süffigkeit, die es als Brotzeitbier gut platzieren lässt - als Gegenspieler zu deftigen Braten fehlt es jedoch etwas an Gewicht. Eine Spur kräftiger gerät das Aufsesser Dunkel im Abgang, da zum etwas intensiver werdenden Röstmalz nun auch der grasige Bitterhopfen einsetzt. Eindrücke von Kaffee und dunkler Schokolade manifestieren sich. Der karamellmalzige Antrunk bietet im Anschluss einen schönen Kontrast.
Ist das Aufsesser Dunkel nun deshalb überwältigend? Nein - aber absolut solide und jederzeit willkommen zu fränkischer Brotzeitkost. Auch, weil es nicht sonderlich spannend oder kompliziert aufgebaut ist. Das Dunkle aus Aufseß sucht und findet zielsicher einen Spagat aus karamellmalziger Süße und röstiger Bittere, ist weder zu schlank noch zu füllig geraten. So macht es in seiner milden, ausgewogenen Art einfach Freude. Für Pils-Freunde dürfte es jedoch zu malzig und zu mild sein. Zwar vermisse ich eine kernige Note, dafür bietet der Hopfen immerhin blumige Noten an. Fruchtige Noten - überwiegend nach Birne und gelber Zwetschge - sind toll auf den malzaromatischen Körper abgestimmt. Es gibt würzigere Dunkelbiere, das Dunkel der Aufsesser Brauerei ist vielmehr ein flüssiges Malzbonbon.
65% Säuerliche Beere, am Ende würziges Karamell von Linden09

Ordentlich braun steht das Aufsesser im Glas mit roten Reflexionen, der Schaum ist leider kaum konstant.
Es duftet nach Schokolade-Note und etwas Karamell, aber auch säuerliche Beerenfrucht ist dabei.
Im Antrunk ist viel säuerliche Beere, der Geschmack hält sich eine ganze Zeit lang (nicht meins), dann wird es würziger und harmonischer.
Das Dunkle hallt recht würzig und ruhig aus, Noten von Karamell bleiben im Kopf, die säuerlichen Noten sind aber immer dabei, die das Bier meiner Meinung nach nicht sonderlich süffig machen.
77% Mild-süffig! von JimiDo

Das Aufsesser Dunkel hat eine dunkelkupferne Farbe. Es ist filtriert und hat eine schöne Blume. In der Nase zeigen sich deutlich Malzaromen. Im Antrunk wirkt es schlank. Es hat aber eine karamellige Malznote, die durch feine Röstaromen noch verstärkt wird. Im Abgang gibt es dann noch eine kleine Hopfennote. Ein mild-süffiges Trinkvergnügen!
83% Rezension zum Aufsesser Dunkel von Bier-Klaus

Ein Dunkles mit nur 4,7% ABV kommt mir komisch vor, ob da wohl genügend Würze vorhanden ist? Da hilft nur testen.
Das Bier ist kupferfarben und blank mit wenig hellbraunem Schaum. Der Körper ist gar nicht so schlank wie befürchtet, der Geschmack bietet schöne röstige und schokoladige Aromen vom dunklen Malz. Der Abgang ist bitter vom Malz und nur wenig herb vom Hopfen. Ein sehr süffiges Dunkles.
73% Rezension zum Aufsesser Dunkel von Hirsch

Schaum: fein- bis mittelporig, farblich und mengenmäßig an eine dünne Espresso-Crema erinnernd
Farbe: kastanienbraun, glanzfein
Geruch: karamell- und röstmalz sowie eine leichte Trockenfrucht- und Zwetschgennote darüber
Geschmack:
Der Antrunk ist malzwürzig, voll und süß. Erinnert ein bisschen an Blockmalzbonbon. Leichte Kaffeenoten sowie die Malztöne, die schon erriechbar waren.
Körper: mittel
Rezenz: schwach gespundet
Einen Nachtrunk als solchen finde ich gar nicht. Vielmehr sind da blumige Hopfentöne, die schon seit dem Mittelteil mitschweben und durch einen ganz leicht bitteren Hauch abgerundet werden.
Kommentar: Mit seinen 4,7 ABV ein schön leiches Dunkles. Es ist nicht sonderlich spannend, hat aber auch keinerlei Fehltöne. Sehr süffig.
77% Rezension zum Aufsesser Dunkel von madscientist79

Ein schönes Dunkles mit granatrotem Schimmer und Noten von Röstkaffee. Lecker.
87% Rezension zum Aufsesser Dunkel von deadparrot

Ein klassisch fränkisches dunkles Landbier wollen wir heute verkosten. Kupferfarben liegt das Aufsesser im Glas, das sieht so aus, wie man es sich bei diesem Braustil vorstellt. Allerdings bildet das Bier recht wenig Schaum, der zudem schnell zusammenfällt. Doch der leckere süßliche und nussige Geruch, der mich auch an Kastanien und gebrannte Mandeln denken lässt, entschädigt dafür.
Im Antrunk fächert sich das süßlich-malzige Aroma wunderschön auf und bildet ein großartig brotiges Aroma ab. Das schmeckt geradezu wie ein Biss in einen richtig knusprigen frischgebackenen Frankenlaib mit Kümmel und Kardamom. Selten habe ich ein Bier erlebt, das einen so vollmundigen Brotgeschmack zu kreieren vermag. So stelle ich mir ein fränkisches Landbier vor. Die bereits im Geruch spürbare kräftige Malzsüße ist hervorragend eingebunden, das Bier keineswegs zu süß.
Im Abgang schließlich intensiviert sich der Geschmack von knuspriger Brotkruste sogar nochmals, dazu kommt ein leichtes Haselnussaroma. Toll! Das ist ein unglaublich dicht gewobener, vielschichtiger Körper, und das bei relativ leichten 4,7% Alkohol. Kleine Abzüge gibt es einzig für die deutlich zu sparsam dosierte Kohlensäure. Trotzdem ist das Mundgefühl dank aromatischer Vielfalt und Ausgewogenheit sehr angenehm. Das Bier ist enorm süffig.
Milde Röstaromen klingen nach, gepaart mit leichter Hopfenbitterkeit. Hier gibt es überhaupt nichts auszusetzen. Ich bin hellauf begeistert von diesem Bier, das für mich hiermit den neuen Maßstab in Sachen fränkisches Landbier darstellt. Ich kann es nur weiterempfehlen.