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Bier des Monats Juli 2014

Auf den Punkt gebraut

Sehen wir uns einer neuen Brauerei gegenüber und wollen einschätzen auf welchem Qualitätsniveau sie braut, dann greifen wir zu den leichten Bieren.
Nicht nur, dass sich Fehlgeschmäcker hier nicht hinter Malzmauer und Hopfenhaubitze verstecken können, es wird auch deutlich ob der Biervirtuose ein Gespür für fein abgestimmte Geschmackskompositionen hat.
Denn wer sich auf dem schmalen Grat bewegt, von dem links der Aromenchaos-Abgrund und rechts die Langeweileschlucht lauert, der muss seinen Weg mit Bedacht und Präzision wählen.

Ist der Brauer Willens und in der Lage ein subtiles Bier exakt auf seine Vorstellungen maßzuschneidern und ihm trotz geringem Alkoholhintergrund Charakter zu verleihen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ihm dieses Kunststück auch mit hochprozentigen Vertretern gelingt.
Obwohl es nämlich einfacher ist ein interessantes Bier mit viel Alkohol, Hopfen und Malz zu brauen, so ist es auch bei diesen intensiven Vertretern äußerst schwer alle Komponenten auszubalancieren und damit wirkliche Geschmackskunstwerke zu kreieren.

So ähnlich sieht es auch die Brasserie de la Senne und schreibt auf ihrer Website:
?We produce strong beers, but our great specialty is beers that are light in alcohol. [?] We want to show that there is not necessarily a need for alcohol to get flavour. Light beers further allow prolonging the pleasure ? and therein lies the reason for the beer?s existence.?

also: ?Wir wollen zeigen, dass viel Geschmack nicht unbedingt viel Alkohol braucht.?

Diese Idee und die kompromisslose Verbundenheit zu Qualität, wie wir sie auch schon in unserem Artikel zu Handwerksbier gefordert haben, lassen uns diesen Sommer zum Taras Boulba greifen: einem charaktervoll gehopften Bier, dass auch mit leichten 4,5% vol. Alkohol eine geschmackliche Heraus- aber nicht Überforderung bietet.