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Beer like star Zwönitzer Whiskybock

  • Typ Untergärig, Bock
  • Alkohol 8% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 93% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#26972

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
97% Avatar von Schluckspecht
90% Avatar von Hobbytester

97% Whisky meets Beer

Avatar von Schluckspecht

Rauchbier, Stout und Pale Ale aus dem Zwönitzer Craftbier-Sortiment habe ich schon durch - jetzt bin ich gespannt auf den Whiskybock! Das Etikett deutet mit dem Eichenfass einen sehnlichsten Wunsch an - und ja, es wurde tatsächlich im Holzfass gelagert! Das verspricht stilgerechte Aromen. Als Malze sind Pilsner- und Münchner-Malz aufgeführt, für die Hopfung zeigt sich der Magnum verantwortlich. Die Farbe ordnet sich irgendwo zwischen Dunkelbraun und Dunkelrot ein und enthüllt im Gegenlicht ein magisch funkelndes Rot. Darüber gibt es schönen Schaum, der einem gut gehopften Ale zwar nicht das Wasser abgräbt, aber über den es bei einem Starkbier nicht zu meckern lohnt.

Der Duft begeistert, denn es duftet wirklich stark nach Whisky - nicht nach einer Torfbombe (da ist ein Laphroaig oder ein Lagavulin noch einmal eine andere Adresse), sondern eher nach einem sherrylastigen Single Malt Scotch (wie etwa Glenfarclas). Für die Stilnote gibt es im Duft schon einmal 10/10 Punkten von mir. Die Rauchnote kommt schön zu Tage, doch überlässt sie dem sherrylastigen Eichenfass den Vortritt. Einzig eine verdeckte Malzsüße im Hintergrund sowie der nahezu inexistente Alkohol deuten an, dass es sich hier nicht um Whisky handelt. Der Einstieg ist erfrischend klar und frei von jeder alkoholischen Wucht. Stattdessen kommt das Sherrytypische zu Tage. Erde, Holz und Kirsche sind prägende Geschmacksnoten, dazu etwas Schokolade. Mich erinnert es ein wenig an Schwarzwälder Kirschtorte - mhjamm! Der Körper ist schön aromengeladen und dennoch leicht - eine runde Sache. Dazu finde ich das cremige Mundgefühl imponierend. Im Abgang brennt der Rauchmalz sein Feuer ab und hinterlässt eine ordentliche Rauchmalzigkeit, der Sherry und das Holzfass immer noch erkennbar.

Nun gut, das ist meines Wissens erst das mein drittes oder viertes Whiskybier, aber es ist das meiner Meinung nach mit Abstand beste seiner Art! Der Zwönitzer Whiskybock hebt sich mit Eichenfassnoten (vermutlich Ex-Sherry-Casks), seinem überraschend dezenten Alkoholfeuer und dem tollen Rauchmalz gekonnt ab - und ist dabei weder anstrengend zu trinken noch zu süß. Einem echten Whisky kommt dieses Bier geschmacklich schon ziemlich nahe (auch wenn es ihn natürlich nicht ersetzen kann), daher gibt es in Summe ebenfalls 10 von 10 Stilpunkten. Die sehr feinperlige Kohlensäure gefällt mir in dieser Konstellation besonders gut. Ein ganz großer Wurf!

Bewertet am

90% Sächsischer Whisky

Avatar von Hobbytester

Dieses Bier riecht so torfig wie ein zehn Jahre alter Laphroaig. Ich liebe diesen Single Malt! Von Torfnoten und bockiger Malzsüße ist auch der vollauf gelungene Einstieg geprägt. Der Abgang gestaltet sich weltmeisterlich, süß, salzig und jodhaltig im Geschmack zeigt sich die Würze des letzten Schlucks. Mir gefällt, dass dabei eine enorme Rauchigkeit, wie man sie z.B. von Aecht Schlenkerla kennt, noch hinzu kommt. Vollmundig ist dieses Bier auf jeden Fall. Der Körper balanciert die vielen interessanten Facetten wunderbar harmonisch aus, daran könnten sich viele Brauereien ein Beispiel nehmen. Das Bier ist rostbraun, der Schaum bleibt nicht lang. Es ist unendlich süffig! Es ist genug Kohlensäure vorhanden.

Fazit: Das traditionelle dunkle Bockbier verträgt sich hervorragend mit dem torfigen Single Malt, der hier aromatisch die Hauptrolle spielt. Ich glaube, selbst ohne Whisky wäre dieser dunkle Bock enorm brauchbar. Andererseits freue ich mich wie verrückt auf jedes Whiskybier.

Bewertet am