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Beer like star Zum Wohl (Brauhaus Gusswerk)

  • Typ Untergärig, Helles
  • Alkohol 4.9% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier ja
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 68% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 1 Rezension

#27352

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
68% Avatar von goldblumpen
68% Avatar von Felix

68% Rezension zum Zum Wohl (Brauhaus Gusswerk)

Avatar von Felix

Sehr schöne Schaumbildung, beige mit gelbschattigem Teint. Die Sudfarbe ist ziemlich orange.

Im Geruch ein klares Untergäriges. Eine eher weiche, ausufernde Mischung aus Steinobst (vor allem Pfirsich), Getreide (recht würzig mit kernigem Biss), Hefe (erinnert doch fast an ein Weißbier) und einer ganz leichten Idee jener Kühle, die Merkmal Alkoholfreier ist. Das Bier gibt eine runde, aber überhaupt nicht präzise Aromatik ab und lässt ein wenig irritiert zurück. Wo will dieses Bier wohl hin? Hier könnte jetzt alles kommen

Im Mund liegt die Getreidewürze eindeutig vorn. Das Bier ist etwas rau und trocken. Die Aromatik baut sich um das Malz herum, wird aber von den hefigen Herbstfruchtnoten umgarnt. Es kommt so etwas wie Birne hinzu. Auch ein gelber Apfel ist zu spüren, der rasch immer stärker wird, bis er zum Getreide aufgeschlossen hat.

Der Körper des Bieres ist nicht zu leicht. Das Malz tut seine Wirkung grandios. Die Kohlensäure ist enorm aktiv. Das ist noch nicht störend für mein Empfinden, aber grenzwertig. Wirklich schnell lässt sich das Bier daher nicht trinken, obwohl die Balance im Körper eine höhere Süffigkeit gewährleistet hätte. Daher ist die Kontur enorm zerfranst und geklittert. Wie ein Teppich aus winzigen Nadeln überkommt die Flüssigkeit den Gaumen. Die Textur dagegen ist sehr glatt und füllig, von einer fernen Süße angereichert.

Der Abgang lässt vor allem noch die Reminiszenzen der Steinfrüchte spüren, verweist allerdings auch auf süßes Brot wie Pumpernickel. Der ausklingende gelbe Apfel zwischen körnigen Landschaften hält seine Fruchtigkeit. Die Süße ist interessant, weil überhaupt nicht explizit. Man hat nicht das Gefühl, dass etwas fehlt, und doch, rückblickend, kommt kaum Süße auf in diesem Bier. Doch unterschwellig war sie die ganze Zeit über da.

Charakter: Das Zum Wohl ist ein Gestaltwandler mit Humor. Nicht sehr komplex, es kennt vielleicht nur eine Handvoll Formen, macht es sich einen Spaß daraus, vielseitiger zu wirken, als es wirklich ist. Doch dieser Witzelei nimmt man ihm nicht übel. Man freut sich mit ihm über das präsentierte Selbstbewusstsein.

Das Zum Wohl ist ein Bier, dass keine Abstriche macht, um auch für Glutenallergiker gutes Bier zu bieten. Es ist ein schlicht bekömmliches, gutes Bier. Natürlich irritiert teilweise die an Alkoholfreie erinnernde Note, für die ich noch keine rechte Beschreibung gefunden habe. Ich muss bei ihr irgendwie immer unwillkürlich an diese blauen Kühlpacks denken, mit denen man Schwellungen zuhause oder beim Sport gelegentlich bearbeitet, bis wirkliche Abhilfe geleistet wird.
Insgesamt zeigt sich ein Helles, mit nicht ganz so normaler Ausrichtung. Deutlich mehr Frucht in Form von Apfel und etwas Pfirsich können die Getreidigkeit des Bieres aufhellen. Insgesamt hat es eine ungekannte Rauheit zu bieten, die aber durch die implizite Fruchtsüße nie übergriffig wird. Es ist toll, in welcher Reinkultur man hier mal getreidige Kernigkeit erleben kann.
Außerdem in Bio-Qualität gebraut, was ich nicht nur unterstütze, sondern irgendwie für Standard halten möchte.
Von den Gusswerk-Bieren ist es sicherlich nicht das beste, aber es zieht den Namen auch nicht in den Schmutz. Durchaus könnte ich mir vorstellen, dass diese Brauerei gerade für Allergiker ein noch ausgefeilteres Programm präsentieren könnte. Ich traue dieser Brauerei zu, die verschiedensten Stile glutenfrei wirklich solide hinzubekommen.

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