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Beer like star Widmer Brothers Barrel Aged Brrrbon ’12

  • Typ Obergärig, Bourbon Barrel Aged Ale
  • Alkohol 9.4% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 80% von 100% basierend auf 5 Bewertungen und 2 Rezensionen

Das Bier Widmer Brothers Barrel Aged Brrrbon ’12 wird hier als Produktbild gezeigt.
  • Bier des Monats 04/2014
    #21522

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    Basierend auf 5 Bewertungen
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    Bewertungsdetails
    Basierend auf 2 Bewertungen von Florian und Robert
    100% Avatar von Ernesto
    78% Avatar von toffer85
    75% Avatar von Robert
    73% Avatar von Florian
    72% Avatar von Felix

    74% Brrr! Jetzt erstmal was Wärmendes!

    Avatar von der Redaktion

    Engländer wie Deutsche frieren mit den selben Buchstaben: „Brrr!“. Doch während der Deutsche hier das „R“ urig rollen lässt, produziert der Engländer seinen Laut im vorderen Mundbereich. Gerade in den Vereinigten Staaten mit ihrem rhotischen Akzent (d.h. ein „R“ nach Vokal wird ausgesprochen) klingen Bourbon und Brrrbon daher zum Verwechseln ähnlich - Haben wir wieder was gelernt! Zeit für ein Bier!

    Als echten Winterwärmer bezeichnet sich dieses in, Überaschung, Bourbonfässern ausgebaute Starkbier. Die Farbe vermittelt mit ihrem großartigen, rubinrot leuchtendem Rotbraun und dem kräftigen, cremigen Schaum auf jeden Fall schonmal eine ordentliche Portion Kamingefühl.
    Der Geruch entlädt dann die gesamte Aromenvielfalt von Bier und Bourbon zusammen in die Nase des Testers: Vanille, Sauerkirsche, Erdbeere und andere dunkle Beeren, Nelken, Trockenfrüchte, Marzipan, Rosen, Bananen, Schokolade, Holz, Kandis…
    Im Einstieg übernehmen jedoch wie so oft die kräftigeren Noten klar das Kommando, das Bier verliert etwas an Vielfalt. Die malzige, kandisartige Süße hält sich, Vanille und Alkohol treten hervor, darüber schwingen holzig-pinienartige Aromen.
    Für einen Winterwärmer gibt sich der Körper hingegen ziemlich leicht. Durch dieses runde, aber schlanke Mundgefühl tritt der Alkohol schon früh recht stark auf und unterdrückt einige der Einstiegsaromen.
    Der Abgang ist wärmend alkoholisch, trocken und holzig. Brenzlige Süße und spitze Bitterkeit kämpfen um die Krone, finden dadurch aber auch nicht völlig harmonisch zusammen.
    Dennoch ein inspirierendes Bier, das man mit seinem Alkoholgehalt entsprechend vorsichtig behandeln sollte, wie dieser Auszug aus den Testnotizen mahnend unterlegt:

    Der alkoholisierte Hausherr wird von sprudeliger Frische verführt und entfleucht ungesehen mit all den reizvollen Aromen, während der Einstieg wie das zurückgelassene Kind in der körperlosen Wohnung steht und leise winselt: „Papa?“

    Bewertet am

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    72% Rezension zum Widmer Brothers Barrel Aged Brrrbon ’12

    Avatar von Felix

    Farbe: Rotbraun.

    Der Geruch gibt sehr süße Holztöne her, zuckrig und duftig wie Süßholz, dazu matschige Erdbeeren und etwas Rauch, gebrannter Zucker, Tonkabohne. Die intensive Fassnote mit all diesen zuckrigen Aromen gefällt durchaus und zeigt Komplexität.

    Im Einstieg schmeckt sogleich die Ale-Hefe stark durch. Dahinter liegen Karamellzucker, die Tonkabohne und Vanille. Jedoch verliert das Bier alles in allem die komplexe Struktur, wenn es in den Mundraum übergeht. Stilistisch ist der Fasseinfluss für dieses Strong Ale interessant: Es erscheint aromatisch eher wie eine Mischung aus Doppelbock und Quadrupel.

    Der Körper ist leider noch ziemlich alkoholisch und dadurch recht schlank, die Malze enttäuschen an dieser Stelle. Der Alkohol übernimmt mit seiner seidig-schmalen Struktur das Mundgefühl des Ales und überträgt damit zwar eine intensive Note, büßt aber auch die Vielseitigkeit ein. Gerade die vorher noch so fülligen Noten werden nun von schneidendem Alkohol infiziert und verlieren an Dichte.

    Der Abgang ist röstigsüß nach Toast, schwarzverbranntem Zucker und Wermut. Bitterkeit schlägt angenehm stark durch. Schön, wie das Bier sich im Nachtrunk wandelt und die durchgängig süßen Zucker- und Karamellnoten in eine verbrannte, röstige, dunkle Aromatik verwandelt.

    Das Brrrbon Barrel Aged von Widmer ist ein fassgereiftes Strong Ale, das in der oberen Liga mitspielen kann, aber noch hier und da Verbesserungen vertragen könnte.
    Die Textur des Körpers ist seine Schwachstelle: Hier kann das Bier die Aromatik nicht vor dem aufreißenden Treiben des schneidenden Alkohols bewahren. Die Fassnote, die Bourbon-Assoziation unterstützt diesen Alkohol natürlich noch einmal mächtig. Man könnte zwar auch meinen, für 9,4%ABV ist das angenehm weich geworden, aber unter weich verstehe ich auch einen zumindest gezähmten Alkohol. Soweit zum Wermutstropfen.
    Trotzdem hat dieses Bier auch wirklich schöne Facetten zu bieten. Gerade der Duft und der Abgang geben ein tolles Team ab und stehen schon für sich gut da. Der Duft bietet eine Fülle an süßen Eindrücken, die umschmeichelnder kaum sein könnten. Das Ale duftet herrlich nach zuckrigen Karamellnoten, nach Vanille, Süßholz, Tonkabohne, Erdbeere und Fass. Zwar kommt auch hier der Alkohol durch, doch stört er nicht.
    Und die Wandlung im Abgang ist hervorragend gelungen. Die ganzen so süßklebrigen Noten werden hier flambiert und angekokelt und erscheinen letztlich als getoastet und geröstet erneut. Obwohl dadurch eine Veränderung stattfindet, erkennt man die Noten als die des Einstieges wieder und empfindet eine Rahmenstellung.
    Das Widmer Brrrbon 12 ist damit ein gutes Bier, das sich sehen lassen kann. Seine Komplexität ist angemessen und interessant, doch sein Körper leider ein schwerer Einschnitt in die positive Bewertung. Die Balance ist durch ihn irritiert, weswegen das Bier nur zu den mittelmäßigen Fassreifungen gehört.

    Bewertet am