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Beer like star Weißenoher Klosterbrauerei Bonator Doppelbock

  • Typ Untergärig, Dunkler Doppelbock
  • Alkohol 8.2% vol.
  • Stammwürze 18%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Hefetrüb
  • Dieses Bier ist nicht glutenfrei
  • Probier mal sagen 3 Benutzer

Bewertet mit 76% von 100% basierend auf 8 Bewertungen und 5 Rezensionen

Das Bier Weißenoher Klosterbrauerei Bonator Doppelbock wird hier als Produktbild gezeigt.
#4603

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 8 Bewertungen
87% Avatar von dreizack
82% Avatar von Tobieras
82% Avatar von Felix
80% Avatar von remus456
78% Avatar von Puck
73% Avatar von LordAltbier
65% Avatar von deadparrot
63% Avatar von Bier-Klaus

73% Geht in Ordnung!

Avatar von LordAltbier

Der Antrunk ist hopfig-spritzig gepaart mit einer sehr feinen Säure und etwas Malz im Hintergrund. Der Mittelteil ist ähnlich wie der Antrunk, jedoch kommt hier eine feine Süße hinzu. Der Abgang ist malzig-süßlich aber auch ein paar feine Röst-Noten sind erkennbar, eine sehr feine Säure ist auch erkennbar. Fazit: Ganz anständiger Doppel-Bock aber auch kein besonderer. Kann man aber ganz gut trinken.

Bewertet am

78% Rezension zum Weißenoher Klosterbrauerei Bonator Doppelbock

Avatar von Puck

Kastanienbraun ist die Farbe und malzig getreidig der Geruch. Im Antrunk dann kräftige Malznoten mit einer feinen Süsse. Eine ganz feine Cremigkeit erhöht den Trinkgenuss. Der Alkohol ist präsent bleibt aber im Hintergrund. Der Körper würzig und rund. Der Abgang dann mit etwas mehr Bitterkeit und Röstmalznoten, die aber sich nie zu stark aufdrängen. Das Malzige beherrscht diesen wie ich finde sehr leckeren und vor allem durchgängig ausgewogen gut komponierten und interessanten Doppelbock.

Bewertet am

65% Rezension zum Weißenoher Klosterbrauerei Bonator Doppelbock

Avatar von deadparrot

Klar und kastanienbraun, leicht rötlich sieht der Bonator aus, der Geruch ist, wie bei einem dunklen Doppelbock nicht anders zu erwarten, malzig süß, etwas alkoholisch, es liegt jedoch auch, braustiluntypisch, eine kräuterhaft-frische Note darin. Auf der Zunge offenbart sich eine deutliche Süße und eine gewisse Brotigkeit; es gibt einige Aromen, die an eingelegte Früchte denken lassen. Im Körper, der mit angenehm wenig Kohlensäure aufwartet, bleibt der Bonator sehr mild und ausgewogen - fast möchte man sagen verhalten.

Eigentlich bemerkt man erst im Abgang die 8,2 Umdrehungen, die sich mit spürbarer Schärfe am Gaumen merkbar machen. Ich stimme Felix' eloquenter Schilderung des Mundgefühls zu, wenn er darauf hinweist, dass das Bier sich noch viel cremiger anfühlen dürfte und streckenweise geradezu dünn wirkt. Erst im Nachgeschmack werden ansatzweise Röstaromen deutlich. Der Bonator bewegt sich zwischen deutlicher Süße, gerade zu Beginn, und merklicher Säure im Körper. Bitterkeit geht mit Alkoholaroma einher. Ich bediene mich schamlos bei der bereits eingestellten Rezension und bestätige die wirklich originelle und aufmerksame Assoziation mit einem Kräuterschnaps. Danke dafür! Alkoholische Geschmacksnoten werte ich in der Regel negativ - so gedeutet machen sie geradezu Sinn; in jedem Fall lassen sie diesen Doppelbock insgesamt sanft erscheinen.

Alles in allem fällt es mir jedoch schwer, dem Bier so viele Facetten abzugewinnen, wie Felix das in seiner gewohnt wortgewandten Rezension tut. Allerdings ist dies hier nicht das erste Bier, bei dem das der Fall ist. Möglicherweise ist das aber auch ein Indiz dafür, dass es sich um ein tatsächlich ziemlich ausgewogenes Bier handelt.

Bewertet am

63% Rezension zum Weißenoher Klosterbrauerei Bonator Doppelbock

Avatar von Bier-Klaus

Endlich darf ich das Bockbier der berühmten Klosterbrauerei verkosten. Es hat eine kastanienbraune Farbe mit wenig hellbraunem Schaum. Im Geruch malzig und getreidig, auch etwas Honigmelone ist dabei. Es folgt ein voller Antrunk, der Alkohol sticht nicht hervor, die Textur ist angenehm. Der Geschmack geht Richtung Honig, kein Waldhonig, sondern normaler süßer Honig und fruchtiger Honigmelone. Im Nachtrunk etwas Getreide, was merkwürdigerweise eine gewisse Herbe verursacht. Ansonsten ist weder viel Hopfenbittere noch viel Röstmalz-Bittere zu schmecken.

Bewertet am

82% Rezension zum Weißenoher Klosterbrauerei Bonator Doppelbock

Avatar von Felix

Der Weißenoher Kloster-Doppelbock Bonator hat eine wunderschöne Farbe von tiefem Bronze bzw. Kupfer, dunkel und mit einem Stich Berinstein. Wie es so im Glas liegt strahlt eine beruhigende Stimmigkeit und Wärme aus. Es wirkt irgendwie in sich geschlossen, noch bevor man daran riecht. Die Schaumbildung ist leider nur mittelmäßig.
Steigt nun der Duft auf, bemerkt man sofort stark süß-malzige Noten mit leichtem Rösteinschlag, aber keineswegs bitter oder herb. Das Bier hat etwas von einem Malzbier nur mit wesentlich mehr Gewicht. Dahinter steht eine deutliche Würzigkeit in Richtung Bergkräuter mit einem Hauch braunem Zucker. Zu erahnen sind dahinter noch Noten von Pflaume, Banane und Sauerteig/Treberbrot. Das Bier riecht wunderbar ausgewogen, es besitzt eine deutliche Malzbasis und bringt mit dieser eine Fülle an Aromen mit, starke Süße wird hier mit kräuteriger Würze verbunden, sodass das Bier auch ohne Bitterkeit eine gewisse Herbe verliehen bekommt.
Im Geschmack kommt sofort eine deutliche Herbe durch, der Hopfen macht sich gleich bemerkbar, wird aber nicht übermäßig stark. Im Mund macht die Säure etwas mehr auf, die brotigen Noten kommen hervor, die Süße geht zurück, wobei das Aroma des braunen Zuckers verbleibt, der Alkohol zeigt sich auch mit bock-typischer, leicht metallisch-schärflicher Schwere (erkennbar aber äußerst fein verarbeitet), hat aber nicht die gewohnten Waldbeernoten. Insgesamt bleibt der Bonator äußerst weich, für einen Doppelbock dieses Kalibers (8,2%ABV) außergewöhnlich sanft und sehr mild. Auch wenn mir die Alkoholnote nicht gefällt, sie ist im Vergleich zu den meisten anderen Bock-Bieren sehr gut eingebunden (Es ist wohl eher ein Problem des Bier-Stils) und vereint sich wirklich angenehm mit der Bergkräuternote - die übrigens auf diese Weise dem Bier ein erstaunliches Aroma nach Kräuterlikör verleiht. Mich erinnert der Bonator tatsächlich sehr an einen Kloster-Kräuterschnaps, so gesehen ist der leichte Alkohol wunderbar gerechtfertigt, ja beinahe sogar zu schwach. Gerade im Abgang kommt die Kräuternote noch deutlicher hervor und zeigt sich mit viel Salbei, ein wenig Honig und etwas Thymian. Eine deutliche Herbe setzt sich nun an die Ecken des oberen Gaumens und verbleibt, etwas flächiger hätte die Bitterkeit hier sein können, da sie aber so punktuell im Mund bleibt, vermischt sie sich mit der Säure, man kann beides nicht mehr wirklich voneinander trennen. Die Sauerteignote kommt hier erneut hervor und zeigt sich als endgültiges Aroma, das alle anderen Aromen im Trinkverlauf übersteht. Mir persönlich hätte die Säure spätestens hier etwas im Zaum gehalten werden können.
Der Körper des Bonator ist leichter als man vermuten könnte, er ist durchaus schwer, besitzt eine ölige Tendenz, geht aber noch lange nicht ins Cremige. Er hat eine gewisse Seidigkeit, die ihn meiner Ansicht nach ein wenig zu leicht wirken lässt. Diese Leichtigkeit verstärkt die Auffassung des Alkoholaromas und macht den Bonator an dieser Stelle etwas dünn. Mit mehr Volumen hätte hier ein noch mächtigeres Bier erschaffen werden können. Toll ist demgegenüber aber, dass er so wunderbar samtig gestaltet ist.
Letztlich finde ich den Bonator aber trotz alledem sehr gelungen. Er verstärkt meine Ansicht von der Weißenoher Klosterbrauerei sehr, eine wirklich herzlich zu empfehlende deutsche Brauerei, die ihren Job verdammt gut macht. Schön am Bonator ist vor allem die Aromenfülle im Duft, die Süße ist vordergündig, tritt aber nicht flach auf, sondern wird durch Alkohol und Kräuteraromen vielseitig gestaltet. Schön ist außerdem die Würzigkeit des Nachtrunkes und die Gegensätzlichkeit von Süße und Säure, welche hier miteinander agieren. Ganz zuletzt kulminiert das Bier in süßlichen Röstnoten, die bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht zu erkennen waren. Toll ist auch die unheimliche Weichheit eines derartigen Bock-Giganten, selten habe ich Böcke vor mir gehabt, die eine solche Ausgewogenheit mitbringen, gerade die stärkeren Vertreter der Untergärigen haben sonst große Probleme, Kraft und alkoholische Schwere mit Weichheit zu verbinden, sie stechen oft etwas und sind nie ganz rund. Dieser hier jedoch hat eher etwas zu wenig als zu viel davon. Und damit meine ich nicht die Aromatik, sondern eher den Körper, der hätte etwas voller sein können.
Alles in allem befinden sich meine Kritikpunkte aber auf sehr schmalem Grat, ein zu empfehlender Doppelbock, der seinesgleichen sucht und diese in Deutschland wahrscheinlich eher selten finden wird.

Bewertet am