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Beer like star Weißenoher Klosterbier Glocken Hell

  • Typ Untergärig, Pils
  • Alkohol 5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Dieses Bier ist nicht glutenfrei
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 69% von 100% basierend auf 12 Bewertungen und 4 Rezensionen

#628

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 12 Bewertungen
Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen von Florian und Dirk
90% Avatar von Licherpils
89% Avatar von gefatterjim
78% Avatar von FBier
71% Avatar von HansJ.
69% Avatar von mysland
68% Avatar von madscientist79
68% Avatar von Chris
65% Avatar von Felix
64% Avatar von Tobieras
60% Avatar von Dirk
59% Avatar von Florian
45% Avatar von deadparrot

90% Rezension zum Weißenoher Klosterbier Glocken Hell

Avatar von Licherpils

sehr süffiges helles.sehr mild und süffig.aroma kommt durch durch.sehr würzig.super bier.

Bewertet am

45% Ekelerregend

Avatar von deadparrot

Dieses Bier riecht – ich kann es nicht anders sagen – so abstoßend wie kaum ein anderes, das ich je getrunken habe. Mir fällt es schwer, einen anderen Vergleich zu ziehen als den zu Erbrochenem. Wohlwollend interpretierend könnte man möglicherweise von einem süßlich-getreidigen Duft sprechen, aber das wäre wirklich schon ein ziemlicher Euphemismus. Das ist ein Musterbeispiel für den modrig-muffigen Duft, den man bei schlechten Hellen leider so oft antrifft und dementsprechend fürchtet. Auch ein unangenehm buttriges Aroma ist dabei. Nachdem ich Felix' gewohnt wortgewandte Rezension gelesen habe, frage ich mich, ob wir wirklich das gleiche Bier getrunken haben. Von hopfig-leichten und frisch-herben Geruchsnoten ist dieses Bier meiner Ansicht nach weit entfernt. Es kostet mich tatsächlich ein wenig Überwindung, davon zu trinken.

Aber ich tue es natürlich trotzdem. Die starke Rezenz fällt als erstes auf. Ja, das Bier schmeckt besser, als es riecht: In der Tat auch durchaus hopfig, aber ein pilzig-fußiger Grundton bleibt dennoch bestehen. Süßlich und hefig ist der Geschmack in einem Körper, der ansonsten aromatisch mit nicht viel aufwarten kann. Der hohe Kohlensäuregehalt geht, in Paarung mit der doch einigermaßen kräftigen Säure, zu Lasten der Süffigkeit. Der Abgang ist hauptsächlich sauer, sämtliche Geschmacksnoten werden von einem recht penetranten Hefearoma überlagert.

Meines Erachtens ist dies ein ziemlich unausgewogenes Helles, das vieles von dem exemplifiziert, was bei diesem Braustil schiefgehen kann. Ich stelle mir erneut und mit wachsender Ernsthaftigkeit die Frage, ob das das gleiche Bier ist, das Felix vor anderthalb Jahren probiert hat. An ein Pils habe ich mich wirklich zu keinem Zeitpunkt erinnert gefühlt. Das ist definitiv ein Helles, und zwar eines der schlechteren, die mir bisher untergekommen sind.

Bewertet am

78% Stimmiges Helles

Avatar von FBier

Süßlich, würziger Duft. Goldgelb mit schön dichtem Schaum. Der Geschmack ist erst malzsüß im Antrunk, recht schnell kommen jedoch auch getreid-würzige Elemente zum Tragen, eine dezente Grasigkeit und im Abgang dann eine natürlich dezente, aber sehr angenehm herausgearbeitete Hopfennote. Das Bier ist weich, umschmeichelt die Zunge und ist wirklich süffig. Ein Bisschen fehlt vielleicht noch der besondere Kniff für ein Überflieger-Helles – aber es ist ein sehr rundes, subtiles Helles, das Freude macht.

Bewertet am

65% Rezension zum Weißenoher Klosterbier Glocken Hell

Avatar von Felix

Das Glocken Hell liegt vor mir im Glas, mal wieder ein Produkt aus der Weißenoher Klosterbrauerei, die ich wirklich enorm schätze. Ich hoffe, auch hier nicht enttäuscht zu werden.

Farbe: recht hell und klar. Die Schaumbildung ist fein, aber nicht sehr ausgeprägt. Ein durchschnittliches Aussehen für ein Bier dieser Art.

Vom Geruch bin ich bereits überrascht, bevor ich die Nase ins Glas gehalten habe. Schon aus einiger Entfernung strömt mir ein hopfig-leichter und frisch-herber Duft entgegen, was bereits hier für hochwertige Hopfensorten spricht. Riecht man nun an dem Bier direkt begreift man, dass es sich wohl um ein Pils handelt, was auf der Flasche nicht verzeichnet ist. Es könnte aber auch ein Helles mit starker Hopfung sein.
Ich rieche hier starke Hopfennoten mit süß-zitraler Note, Limette, Zitrone, frischgeschnittenes Gras, beim Aufschütteln kommen frisch-saftige Hefenoten wie von gerade angesetztem Sauerteig hinzu, außerdem Blumigkeit und Getreide. Die Süße liegt die ganze Zeit über unaufdringlich dahinter und stützt das Aroma.
Ein für meinen Geschmack wirklich schöner Pilsduft, der ganz typisch ist und doch wieder nicht, durch dichtes Aroma besticht und aber trotzdem noch keineswegs zu intensiv ist. Er ist schlank gehalten, was mir gut gefällt.

Im Mund dann in erster Linie Noten von Hefe, Hopfen (ohne Bitterkeit), der geschmacklich ins süß-blumige tendiert, und Getreidenoten, die aber glücklicherweise nicht zu süßlich und künstlich ausfallen, sondern angenehm mild das Bier zum Flüssigbrot erweitern. Schön ist, dass sofort eine Geschlossenheit bemerkbar wird, schade dagegen finde ich, dass die Aromatik im Gegensatz zum Geruch an Intensität verloren hat und weniger bei der Bitterkeit bleibt (ein komisches Gefühl, zu erleben, wie hier Geschmack zurückgeht, Dichte aber enorm ansteigt).
Ein Geschmack, der im ersten Moment eine kleine Enttäuschung ist, bei näherem Hinsehen aber kenntlich macht, dass hier doch ein Konzept verfolgt und verwirklicht wurde. Das Bier schmeckt bislang wie eine Kombination aus norddeutschem und böhmischem Pils. Es hat die schlanke Kontur des Norddeutschen und die Fülle des Tschechen. Beides wird zu einer Neuschöpfung verbunden und macht sich im Körper besonders bemerkbar:

Der Körper ist dementsprechend böhmisch dicht. Man hat es hier mit einer unerwarteten Voluminösität zu tun. Das ist erstaunlich, da dabei keineswegs die schlanke Form des Bieres untergeht und es ebenso überhaupt nicht schwer wird, es behält sich zugleich die Süffigkeit eines Norddeutschen. Eine geradezu perfekte Symbiose beider Pilsstile, die sich im hierbei ereignet. Es ist und bleibt eine wunderbare Erfrischung für den Sommer. Die Rezenz sorgt in erster Linie für diese Frische, sie ist deutlich ausgeprägt und liefert ordentlich Kohlensäure ohne überzudosieren. Ein wirklich schöner Körper, der in alle Richtungen geht und doch nichts übertreibt.

Der Nachtrunk ist meiner Ansicht nach hier die Schwachstelle. Die Hefenoten schmecken zu sehr raus und nehmen Ideen von Autoreifengummi und flüssigem Räucherstäbchensirup (?!?!?!) an. Keine so angenehmen Geschmäcker, die eher künstlisch-süßlich und teerig werden und mir den Alkohol etwas zu sehr mitnehmen. Mehr Hopfen hätten das Bier an dieser Stelle gerettet.
Wahrscheinlich ist dies einmal der Moment, wo die Geschlossenheit des untergärigen Brauverfahrens das Bier zu deutlich im Skelett bloßstellt.
Im Nachtrunk dominieren darüberhinaus hauptsächlich helle Malznoten, die aber wenn schon noch etwas mehr in Richtung Karamell hätten gehen können. Durch ihre Einfachheit sind sie nicht stark genug, das Konstrukt zu retten. Bitterkeit fehlt mir etwas.
Das macht insgesamt den Abgang zu langweilig und offen. Er ist zu leicht zu durchschauen und gibt zu viel von sich preis.

Also insgesamt ist das Glocken Hell kein Spitzenbier, es hat deutlich seine Fehler und Macken. Und dennoch bin ich nur bedingt davon enttäuscht. Es passt, wie ich finde, grandios in das Weißenoher Sortiment, gerade, weil es doch einen wunderbaren Standard abgeben würde. Es ist im mindesten das, was ich mir von einem guten Bier erwarte, weil es den Stil trifft und bearbeitet. Die altfränkische Tradition, die bei Weißenohe sehr gepflegt wird, ist auch hier ganz klar zu erkennen. Es ist einmal wieder eines dieser Biere der Brauerei, an denen noch gut was zu machen ist, die aber eigentlich für traditionsbewusste Biere bereits alle Register ziehen und genau so auch völlig in Ordnung sind. Ich finde die Bescheidenheit, mit der Weißenohe scheinbar an das Brauen herangehen, ziemlich sympathisch. Man erkennt anhand jedes einzelnen Bieres, dass ihr Können durchaus vorhanden ist und hat immer wieder aufs Neue das Gefühl, sie würden sich bewusst mäßigen, damit die Tradition nicht darunter leide. Das respektiere ich vollkommen.
Schönes Bier, das den Durchschnitt merkbar übersteigt ohne auffällig zu sein und ins obere Mittelfeld gehört.

Bewertet am