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Beer like star Weiherer Rauch

  • Typ Untergärig, Rauchbier
  • Alkohol 5.3% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Probier mal sagen 5 Benutzer

Bewertet mit 76% von 100% basierend auf 13 Bewertungen und 7 Rezensionen

#7884

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 13 Bewertungen
90% Avatar von Dramaturgius
87% Avatar von Bier-Klaus
85% Avatar von madscientist79
83% Avatar von Dunkel-Fhyrst
80% Avatar von Schluckspecht
77% Avatar von Chris
76% Avatar von Hobbytester
76% Avatar von gerdez
73% Avatar von Felix
73% Avatar von Daniel McSherman
66% Avatar von LordAltbier
63% Avatar von maui
61% Avatar von Alexander Fritz

73% Rezension zum Weiherer Rauch

Avatar von Daniel McSherman

Goldfarben klar mit weißem Schaum. Der Rauch ist recht dezent vorhanden, aber ist dennoch sehr präsent. Der malzig süßliche Körper bleibt aber noch einigermaßen erkennbar.
Recht süffiges und nicht zu rauchiges Rauchbier.

Bewertet am

80% Der Rauchbier-Einsteiger

Avatar von Schluckspecht

"Bierspezialität aus dem Bamberger Land" - der Kenner wird da sofort an das typische Rauchbier denken, worin sich vielzählige Brauereien versuchen. Die auf der Bügelflasche verkündete Goldauszeichnung des European Beer Stars 2012 hebt das Weiherer Rauch allerdings hervor, 2014 reichte es für Silber im World Beer Cup. Darf man hier also wirklich ein hervorragendes Bier erwarten? Und wie steht es mit der Rauchigkeit, wie sie etwa das deftige Schlenkerla Märzen bietet?

Mit einem lauten "Plopp", welches einem Flensburger absolut nicht nachsteht, legt die schnörkellose Bügelflasche ihren herrlich malzig-rauchig duftenden Inhalt frei. Es riecht verhalten nach geräuchertem Speck, wobei darin eine freundliche süße und auch grasig-heuige Note lauert, die den deftigen Geruch fein abrundet. Im Glas baut sich ein klar filtiertes Bernstein auf mit einer schier endlosen, feinporigen Schaumkrone, die die Augen mit hoher Stabiltität erfreut. Optik und Geruch stimmen ja schon mal positiv ein, nun bloß keine herbe Enttäuschung...

Der Antrunk zeigt sich situiert mild mit rezenter Kohlensäure. Das Malz zeigt sich hier noch süß-süffig, ohne es aber zu übertreiben. Das ist allemal ansprechend und bereitet uns auf den vollmundigen Körper vor. Jetzt endlich kommt eine dezente Rauchnote hinzu, die im Einklang mit blumigen Aromahopfen steht. Das Mundgefühl ist umfassend, aber nicht überladen - es überwiegt die Frische, die das Weiherer Rauch auch aus der Flasche wie frisch gezapft erscheinen lassen. Den Abgang hat dieses Rauchbier mit ausgewogener Süße, Säure und Herbe ebenfalls im Griff, es driftet dabei kaum ins Trockene ab. Die Hopfenbittere tritt deutlich, aber nicht zu dominant in Erscheinung. Das Rauchmalz hat hierbei eine reelle Chance und setzt sich im weiten Mundraum zu einem langen Nachgeschmack fest, bis dann auch die Hopfenherbe schon wieder verflogen ist. Zu jeder Brotzeit dürfte das Weiherer Rauch der wahre Genuss sein.

Für Rauchbier-Unerfahrene ist dieses Rauchbier ein guter, wenn nicht sogar sehr guter Einstieg in die Bamberger Malztradition. Den wahren "Schinken zum Trinken" hat man hier nicht, dafür ist es allerdings sehr harmonisch und rund. Der süße Unterton gestaltet den Genuss sehr süffig.

Bewertet am

87% Rezension zum Weiherer Rauch

Avatar von Bier-Klaus

Auf dem Weg von Trabelsdorf (Brauerei Beck) nach Weiher zum Kundmüller geht es einen elend langen Berg rauf. Der Bierverkoster-Bauch zieht gnadenlos nach unten, ich schnaufe wie ein Walross, da kommt vom Straßenrand der aufmunternde Spruch eines Original-Franken: "do ghörd a weng a Aggu nei ins Rädle", auf hochdeutsch: "ein E-bike wäre nicht schlecht für dich." Der 'Rest des Berges war kein Problem mehr, ich habe gelacht bis ich oben war.

Im urigen Bräustüberl vom Kundmüller habe ich das Weiherer Rauch getestet. Goldgelb und blank glänzt es im Glas, da ich eher die Farbe vom Schlenkerla erwartet hätte, eine Überraschung. Die Blume ist ordentlich und gemischtporig. Dann geht's an den Riechkolben: gerösteter Speck, Räucherschinken, Schwarzgeräuchtertes, Rauch, alles dabei. Der Geschmack ist süffig und rund, weil erstens das Bier sehr wenig gespundet ist und zweitens nur dezent rauchig, irgendwo zwischen Spezial und Schlenkerla einzuordnen. Eigentlich schmeckt es so sämig wie geröstete Speckwürfel im Kartoffelsalat. dezent rauchig, dezent speckig, leicht süßlich vom Malz und dezent gehopft.

Was für ein geiles Bier!

Bewertet am

66% Ganz anständiges Bier

Avatar von LordAltbier

Der Antrunk ist recht spritzig, im Abgang wird es dann süßlich-malzig mit einer feinen Rauchnote. Dieses Rauchbier ist nicht so extrem wie z.B. das Schenkerla Märzen. Ich würde es als Winterbier bezeichenen, denn es passt gut zur kalten Jahreszeit, es ist wohl ein Rauchbier für Einsteiger, die sich noch an diese besondere Bierart gewöhnen müssen. Fazit: Ein feines und rundes Bier, kann man trinken aber Ich hatte mehr erwartet!

Bewertet am

73% Rezension zum Weiherer Rauch

Avatar von Felix

Optisch hell mit orangefarbenem Stich, unterscheidet sich nicht von einem gewöhnlichen Lager.

Der Geruch ist deutlich rauchig, dabei aber nicht besonders malzig. Rauch wird hier eher mit hell-getreidigem bzw. hopfigem Tenor unterlegt. Das Bier hat grundsätzlich schinkenartige, aschige Rauchnoten mit fruchtiger bzw. hopfiger Subnote. Es erscheint keineswegs erschlagend und dennoch äußerst bestimmt.

Im Mund ist der Rauch weiterhin äußerst präsent, geht jedoch hinter die typischeren Lagernoten zurück, wird gleichgestellt. Das Bier offenbart sich damit als moderater, angenehmer Vertreter, der den Rauch mild einwebt. Auch hat die Aromatik keinerlei Kratzigkeit oder Rußigkeit, sondern ist trotz der unheimlichen Intensität weich und feinwürzig. Das Weiherer zeigt neben den trockenen, grauen Lagerfeuernoten auch solche von Zucker und Malz.

Der Körper ist eher leicht gehalten bei mittlerer bis ausgeprägter Kohlensäure. Das Bier hat eine sehr bekömmliche, eingängige Form mit stilvoller Kontur, die lückenlos verbleibt.

Der Abgang bietet neben schinkenhaftem Rauch und süßem Getreide letztlich auch noch eine saftige Hopfennote mit anschließend milder Bitterkeit. Ein gesteigertes, aber trotzdem geruhsames Finale.

Das Weiherer Rauchbier ist ein vollkommen solides, schönes Bier, das mir gefällt. Es ist eines von denen, die einen aufhorchen lassen und wirklich die Lust auf Hopfensaft befriedigen, einen regelrecht zur Ruhe bringen.
Zu keinem Zeitpunkt fällt dieser Sud aus der Form, er ist klar und definiert. Mir gefällt an ihm ganz besonders, dass er neben seiner ruhigen Art in jeder Trinkphase eine Kleinigkeit addiert. Im Duft noch rein rauchbetont, gesellen sich im Mund schon zuckrige Malznoten zum trockenen Schinken dazu. Und im Abgang gibt es noch ein hopfiges Krönchen oben drauf. Das sind zwar keine gehaltvollen Steigerungen oder besondere Innovationen, aber es ist eine sinnvolle, runde Entwicklung, die mehr Stil hat, als so manches Bier, das gleich auf 180 startet.
Außerdem mag ich, dass hier mal Rauch ganz anders verkauft wird. Ich kann dem Hobbytester nur beipflichten, wenn er es mit dem Schlenkerla (Märzen) vergleicht. Dieses hier ist aber doch anders und mir gefällt es auch besser als das Schlenkerla. Ganz einfach deshalb, weil es - obwohl es geringer und leichter ansetzt - eine schönere Kontur besitzt, klarer verläuft und so angemessen für sich selbst erscheint. Das Schlenkerla Märzen dagegen hat im Körper eine Lücke, die durch das heftige Aroma im Duft und die starke Malzigkeit hervorgehoben wird, es überschätzt sich irgendwie. Hier dagegen bleibt man genügsam und es gibt es keine Malzbetonung, sondern ganz im Gegenteil eher eine Orientierung am Stil eines (bayerischen) Hellen. Das ist zwar weniger eindrucksvoll, gibt aber eine schöne Balance. Die Süffigkeit gibt viel Spielraum für Essenskombination und Trinksituationen.
Ein Bier für alle Jahreszeiten.

Bewertet am

77% Rezension zum Weiherer Rauch

Avatar von Chris

Ein goldgelbes Rauchbier mit einer feincremigen und stabilen Schaumkrone. Im Geschmack rauchig und würzig. Der Antrunk ist würzeartig und vollmundig. Der Körper ist harmonisch und rund. Eine leichte Bittere begleitet einen in den lang anhaltenden Abgang mit einer rauchigen Note. Das ist für mich ein gutes Rauchbier!

Bewertet am

76% Es gibt Alternativen.

Avatar von Hobbytester

Das Bier riecht nach bestem Schwarzwälder Schinken, die Rauchigkeit sticht mir leicht in die Nase, allerdings nicht so ausgeprägt wie beim Aecht Schlaenkerla Rauchbier. Der Antrunk ist sauer und leicht herb. Im Abgang wird dann ganz klar, dass man es hier mit einem schönen fränkischen Rauchbier zu tun hat, dessen Schinkengeschmack dadurch zustande kommt, dass das Malz über Buchenholzfeuer gedarrt wird. Ich liebe so etwas, tue mich aber hier schwer, dieses Geschmacksurteil zu objektivieren. Man hat es aber immer noch mit einem leichteren Ansatz als beim Aecht Schlenkerla zu tun. Ohne Zweifel gibt bei diesem Körper das Malz den stärksten Geschmack ab. Aber ich meine auch Hopfenmomente entdecken zu können. Das kannte ich von der Bambergern nicht. Sie sind aber sehr kurzlebig. Der Nachgeschmack berücksichtigt sie unter anderem ganz kurz. Er selbst hält noch recht lang an, nicht jedoch so lang wie bei der Konkurrenz. Bernsteinfarbe trifft auf sehr lang bleibenden Schaum, das macht Spaß! Das Bier ist sehr süffig. Die Bitterkeit hat einen kurzen, aber wirkungsvollen Auftritt. Es ist genug Kohlensäure vorhanden.

Fazit: Das Aecht Schlenkerla ist noch besser. Das heißt aber nicht, dass in dessen Windschatten nicht großartige Alternativen reifen. Ich habe mich informiert, gebraut wird das Bier im Brauereigasthof der Familie Kundmüller in Oberfranken. Dort kann man auch Ferien machen, die Brauerei besichtigen, viele Bier- und Fleischspezialitäten genießen, wandern und Fahrrad fahren. Das klingt nach einer spannenden Reise, die ich gerne einmal antreten würde. Nur dort gibt es auch ein limitiertes IPA zu kaufen. Das ist aber eine andere Geschichte!

Bewertet am