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Beer like star Wagner-Bräu Kemmern Pils

  • Typ
  • Alkohol 4.8% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 90% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#28661

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
90% Avatar von Hirsch

90% Die Fränkische Variante eines Pils

Avatar von Hirsch

Zwischen dem böhmischen oder allgemein dem tschechischen hellen Lagerbier (das man dort nicht "Pils" nennt, wenn es nicht aus Plzeň kommt, und dem, was man in Deutschland so als Pils trinkt, liegen Welten. Mehrere, mindestens. Ich glaube aber mittlerweile, hier kommt Franken eine richtige Brückenfunktion zu. Früher habe ich mich immer gewundert, wenn bei vielen Brauereien auf Stefan Macks Fränkischer Brauereikarte der 80er Jahre das Pils als beliebtestes Bier der Kundschaft stand. Als ausgesprochener Nicht-Freund von Hasseritzer und Beckburger habe ich auch die heimischen, d.h. fränkischen Pilse behandelt, als wären es Giftpilse. Zu unrecht, wie ich jetzt merke. Paradebeispiel: Das Wagner-Pils aus Kemmern. Los gehts.

Schaum: mittelporig, leuchtend weiß
Farbe goldgelb, klar
Geruch: Hoppla! Bunt nach Kräutern und Früchten, leicht nach Honig und recht schön und stark nach Holunderblüte.

Der Antrunk ist erst einmal schlank und schön weich, leichtes süßes Malz, dann blumenwiesig-hopfig - ganz allgemein lebendig-frisch, ohne plumpe Bitterkeit.
Die Rezenz im allgemeinen ist sehr gut, gerade wenn es wärmer wird, würde ich es aber weniger als pilsig-schlank, sondern eher als fränkisch-vollschlank bezeichnen.
Der Nachtrunk ist feinbitter-aromatisch.

Kommentar: Ohne das Buch „100 beste Biere Bayerns“, in dem das Wagner als sehr feines fränkisches Pils Erwähnung findet, hätte ich es wohl noch lange links liegen lassen, da ich als Fan des dunklen fränkischen Lagerbiers immer dachte, ich mag einfach kein Pils. Es eröffnen sich einem aber ganz neue Geschmackshorizonte, wenn man das „fränkische Pils“ als eigene Unterart begreift, die so gut wie nichts mit der harten, metallisch bitteren norddeutschen Variante zu tun hat. Ich glaube ein Bier wie das Wagner-Pils ist das, was meinen tschechischen Freunden in Deutschland immer fehlt, wenn Sie die Augenbrauen über dem süddeutschen Hellen hochziehen, das ihnen zu flach, aromalos, süß und langweilig ist. Aber es existiert, das fruchtige, weiche helle Bier, das neben einem "richtigen" Hopfenaroma auch seine Malzfülle nicht verleugnet, sondern einbindet in ein würziges, feines, helles Lagerbier.

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