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Beer like star Veldensteiner Bierwerkstatt Bavarian Amber Ale

  • Typ Obergärig, Amber Ale
  • Alkohol 6% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 48% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 1 Rezension

#27226

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
57% Avatar von deadparrot
38% Avatar von Dunkel-Fhyrst

57% Rezension zum Veldensteiner Bierwerkstatt Bavarian Amber Ale

Avatar von deadparrot

"Bierwerkstatt", "Bavarian Amber Ale" - mit solchen Craftbeer-Schlagworten versehen bringt inzwischen auch so manche traditionelle große Brauerei neue Produkte auf den Markt. Dieses unfiltrierte Pale Ale liegt mit einem schönen trüben Rotorange, eben "amber", im Glas. Die auf dem Etikett versprochenen Spalter sowie Chinook-Aromahopfen kündigen sich bereits, wenn auch sanft, im Geruch an, der tatsächlich auch, neben einem melonenartigen Aroma, einen Hauch von Vanille mit sich führt. Der Antrunk ist malzig, dabei nur verhalten fruchtig, und relativ sauer.

Doch bald verliert das Bier leider seine Linie. Es fällt mir ehrlich gesagt schwer nachzuvollziehen, inwiefern die Verwendung von gleich vier verschiedenen Spezialmalzen vonnöten sein soll, wenn das Resultat ein solcher Einheitsbrei ist: Am deutlichsten sticht die Säure hervor, darunter geht es zwar durchaus nussig-malzig zu, aber mir fehlen hier einfach die Konturen. Kein klar erkennbares aromatisches Profil wird ersichtlich. Als "Grapefruit und Cassis" will das Etikett den Geschmack interpretiert wissen. Das erfordert meines Erachtens einiges an Phantasie. Hopfen- und Malzaromen finden hier einfach nicht stimmig zueinander.

Das Bier hat am Gaumen etwas leicht Scharfes wie von Chili, zugleich aber fühlt es sich auch ein wenig sirupartig klebrig an. Die feine Kohlensäure ist gut eingebunden. Bitterkeit will sich kaum entwickeln, an dieser Stelle geht der vielbeschworene Aromahopfen irgendwie in einem seifig-süßen Mischmasch unter. Weniger wäre hier vermutlich mehr gewesen. Am besten gefällt mir eigentlich noch der Abgang bzw. besser gesagt der leicht nelken- und pfefferartige Nachgeschmack, mit dem das Bier nach einem alles in allem holprigen Auftritt wieder ein paar Punkte gutmacht.

Doch alles in allem ist dieses Bier wohl ein Musterbeispiel dafür, dass es eben nicht reicht, fünf verschiedene Spezialmalze und zig Aromahopfensorten zusammenzuwürfeln und auf das Beste zu hoffen. Das Veldensteiner ist ein bisschen fruchtig, ein bisschen kräftig, ein bisschen würzig, ein bisschen malzig, ein bisschen hopfig, ein bisschen scharf, ein bisschen süß, und irgendwie hat man den Eindruck, dass es versucht, alles zugleich zu sein. Heraus kommt ein ziemliches Kuddelmuddel. Die aromatische Präzision und Geradlinigkeit, ja Schlichtheit eines guten Ale wird hier nicht ansatzweise erreicht. Ich zweifle beinahe daran, dass den Brauern im Vorhinein überhaupt klar war, was für ein Bier man hier eigentlich brauen wollte.

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