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Beer like star Uerige Sticke

  • Typ Obergärig, Alt
  • Alkohol 6% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Hefetrüb
  • Dieses Bier ist nicht glutenfrei
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 74% von 100% basierend auf 6 Bewertungen und 4 Rezensionen

#4913

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 6 Bewertungen
86% Avatar von Tobieras
83% Avatar von TasteItAll
78% Avatar von Felix
73% Avatar von MichaelF
68% Avatar von LordAltbier
53% Avatar von Bier-Klaus

53% Rezension zum Uerige Sticke

Avatar von Bier-Klaus

Das Original Alt konnte beim Besuch im Düsseldorfer Brauhaus nicht überzeugen,
die Sticke war nicht verfügbar, im Brauhaus wohlgemerkt!

Also Verkostung aus der Flasche:
Blankes dunkles Kupfer mit einer stark zerklüfteten Krone oben drauf. In der Nase süß und dunkelmalzig. Mittel vollmundig, sprudelt stark im Antrunk. Der Geschmack ist geprägt von dunklem Malz und seinen bitteren Noten sowie dem zugehörigen Säurespiel. Dann kommen noch etwas Karamellsüße, Brotkruste und ganz dezente Fruchtaromen hinzu. Diese Kombination aus Röstmalz, Säure und Früchten geht für mich nicht zusammen.

Ich bin kein Altbierspezialist, das können andere völlig unterschiedlich bewerten, für mich ist die Sticke nichts.

Bewertet am

73% Ausbalanciertes BIer

Avatar von MichaelF

Das Sticke von Uerige ist einer meiner Wunschkandidaten für 2016, daher war ich doppelt erfreut, als ich es im Biergeschäft meines Vertrauens entdeckt habe und gleichzeitig mit der Doppelsticke gekauft habe. Im Gegensatz zu LordAltbier sind auf meiner Flasche wieder 6 % angegeben.

Im Glas steht es in einer bräunlich-rötlichen Farbe mit feiner, ansprechender Schaumkrone und vereint im Geruch Malz, Karamell und fruchtige Aromen. Geschmacklich zeigen sich eine süße Seite, die Malz, Karamell, Früchte und etwas Zucker bereithält sowie eine säuerlich-hopfigere Seite, die ich eine Ebene unter ersterer ansiedeln würde. Im Abgang agiert eine umsichtige Bitterkeit gepaart mit Beeren, die für einen aromatischen Abgang sorgen. Die von Felix attestierte Balance ist über den ganzen Trinkverlauf gegeben, der Geschmack hat meines Erachtens aber im Mittelteil einen leichten Durchhänger. Nichtsdestotrotz ein interessantes und spannendes Bier, dem die Kunst der Balance gelingt und die Neugierde während des Trinkens entfachen kann.

Bewertet am

68% Rezension zum Uerige Sticke

Avatar von LordAltbier

Auf meiner Flasche steht 6,5% Alc. und nicht 6,0% Alc. wie hier und sogar auf der Uerige Website angegeben wird!

Der Antrunk ist Hopfen betont aber nicht wirklich bitter, außerdem schmeckt man auch etwas weiches Malz (nicht süß) und etwas Hefe raus, welche eine feine Säure mit sich bringt. Der Abgang ist malzig mit einer leicht süßen Note, man erkennt aber auch eine feine Hopfennote und zum Schluss eine etwas bittere Note die den Abgang abrundet.
Fazit: Interessantes "Alt-Bock-Bier", schmeckt etwas gewöhnungsbedürftig aber wenn man sich dran gewöhnt hat (nach 2-3 Glas) kann man es gut trinken, deshalb sag ich mal: Gerne Wieder!

Bewertet am

78% Rezension zum Uerige Sticke

Avatar von Felix

Das Sticke aus der Uerige Altbierbrauerei ist eine Art Stark-Alt. Etwas Vergleichbares ist mir aus dem deutschen Raum nicht bekannt. In Hinsicht auf den Formfehler "Weizenbock" könnte man dieses Bier vielleicht als eine Art Altbock bezeichnen, geschmacklich bin ich mehr als gespannt. So einige Sagen erzählen sich ja über die Qualität der Uerige Brauerei.

Kleine Rettungsaktion der ohnehin schon eher geringen Menge in der kleinen Flasche beim Öffnen. Das Bier sprudelt nur so aus dem Glas.

Farblich tiefdunkles Kastanienbraun mit sehr feiner Schaumbildung.

Der Geruch hat eine süße Nussigkeit, Aromen von Trockenfrüchten und eine hefige Säure. Noten von malzigem Karamell, Trockenpflaume, Rosine, Sauerteigbrot und etwas Kaugummi werden abgegeben. In der Tat wirkt dieses Bier ungewöhnlich, wie eine verrückte Kreuzung aus Bock, Belgian Strong und English Brown Ale.

Im Mund dann aromatisch wenig, etwas Säure, etwas Süße und sogleich wird ein Hopfenfunke gezündet und das Bier baut eine wunderschöne Herbe aus, die subtil aber orientiert arbeitet. Das Aroma ist wie eine Mischung aus Pflaumenwein und Hopfen, bei der Frucht- wie Hefesäure und Hopfenherbe im Vordergrund vermählt werden. Leider aber ansonsten keine große Übertragung der Aromatik des Duftes.

Der Körper ist süffig und unkompliziert mit angenehmer Rezenz. Gar nicht zu intensiv wird hier eine schöne Übereinkunft von Leichtigkeit und Schwere gefunden. In der Tat liegt die Trinkwirkung noch näher bei einem Vollbier als bei einem Starkbier.

Der Abgang ist schließlich säuerlich und nussig-herb mit trockener Lagerfeuerrauchnote. Die Bittere wird nicht weiter ausgebaut und hält sich konstant auf moderatem, sehr angenehmem Niveau.

Das Uerige Sticke ist ein wirklich schönes Bier, das den schmalen Grat zwischen Besonderheit und Feinsinn grandios balanciert und den Altstil deutlich ausstrahlt, aber dennoch aus anderen Stilen einiges aufgreift.
Das Bier glänzt durch Balance und Geschmack, trägt überhaupt nicht zu dick auf und ist trotzdem absolut nicht langweilig. Es ist säuerlich-brotig, süß-karamellig, hopfig-herb und nussig. Die Noten sind schwerlich zu bestimmen, doch bewegt es sich zwischen Sauerteig, Karamellzucker, Rosine, Walnuss und Hopfen. Die Säure ist haargenau wie von einem englischen Brown Ale, die trockenfruchtige, karamellige Süße dagegen wie von einem dunklen Bock, die Hopfung ähnelt einem Pilsener. Alles zusammen erschafft irgendwo exakt das, was man unter einem hervorragenden Alt versteht und zugleich noch viel mehr.
Ich mag diese gekonnte Zurückhaltung. Von vorn bis hinten bleibt dieses Alt grundsolide und gelassen, braucht niemandem etwas beweisen und springt mit Leichtigkeit über alle Hürden.
Sicherlich fehlt es dem Bier vielleicht an Entwicklung im Einstieg, denn nach dem Riechen bietet es erst im Abgang wieder Gesprächsstoff, doch wird dazwischen eine Atempause gelassen, um die Finesse des Körpers bewundern zu können, der - das lässt sich schwer anders sagen - seinen Dienst einwandfrei mit toller Rezenz und Textur verrichtet.
Für ein Alt fällt es insgesamt recht süß und eher weniger bitter aus. Mir könnte es nach hinten hin gern noch mehr Hopfenkraft entwickeln und vielleicht im Ganzen eine größere Veränderung durchlaufen. Es ruht sich noch einen Hauch zu sehr aus, ist dabei zwar komplett lückenlos, doch ebenso wenig aufregend. Die hervorragenden Grundqualitäten dieses Sudes kommen zum Teil nicht ganz zur Geltung, weil es - beispielsweise seinen komplexen Duft - zu wenig präsentiert und entwickelt.
Mit etwas Muße und Aufmerksamkeit lässt sich diesem Bier jedoch so Einiges an Schönheit entlocken. Ein Alt, das wirklich einfach Spaß macht.

Bewertet am