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Beer like star To Øl Sun Dancer

  • Typ Obergärig, Summer Ale
  • Alkohol 2.7% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 44% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#22992

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
44% Avatar von Felix

44% Rezension zum To Øl Sun Dancer

Avatar von Felix

Angeblich mit Lagerhefe vergoren.

Blasstrüber, gelber Sud mit gröberer Schaumbildung.

Der Duft ist sehr intensiv und fruchtig nach typisch amerikanischen Aromahopfennoten. Hier rieche ich viel Mango, schon mit Smoothie-Charakter, deutliche Passionsfrucht, die der Mangosüße eine gewisse Herbe hinzufügt. Dahinter liegt der bekannte Kanon aus nicht ganz selektierbaren Noten zwischen Lychee, Ananas und Orangensaft. Alles in allem sehr saftig und überzeugend.

Gießt man das Bier in den Mund verbleibt von dieser Frucht leider kaum etwas. Haben sich die Jungs aus Kopenhagen hier übernommen? Das Bier schmeckt nach reiner Bitterkeit, sehr trocken und wunderbar geziert, aber eben ohne eine aromatische Wand, an die sie sich so locker anlehnen könnte. An den Zungenrändern schwingt nur eine sehr zitronige, schon stechende Säure mit, die leider Metallideen aufweist.

Der Körper ist natürlich äußerst schmal, etwas anderes hätte ich auch weder erwartet noch gewollt. Doch die fehlende Aromatik und die enorm dünne Säure lässt das Bier dadurch schon wieder ernüchternd werden.

Der Abgang ist weiterhin von der Bitterkeit und der Säure durchzogen, und ich bin wirklich auch in gewisser Weise fasziniert davon, wie unglaublich reduziert beides wirkt. Überhaupt nicht in Bezug auf Qualität - die Bitterkeit ist an sich wirklich wunder intensiv -, aber irrwitzig punktuell. Hier gibt es keinerlei Ausdehnung in eine irgendwie geartete Weite. Bitterkeit und Säure haben überhaupt keine Form, keine Bildlichkeit, sie sind rein funktional und so minimiert auf ihren Zweck, dass sie kaum beschreibbar oder greifbar sind.

Der Sun Dancer ist von den Dänen natürlich ein Kamikaze-Produkt. Die Schwierigkeit dieses Stils muss nicht erneut erläutert werden und ich denke, dass man sich hier wieder ausprobieren und vielleicht auch ein wenig extrem sein wollte. Das finde ich soweit völlig in Ordnung. Leider muss ich auch hier genau die Dinge kritisieren, die ich bei so vielen anderen Bieren dieses Stils auch zu kritisieren habe. Vorneweg möchte ich einen Verbesserungsvorschlag loswerden: Wieso müssen solch schlanke Stile immer so extrem gehopft und aromatisch reduziert werden. Man hat scheinbar Angst, dass bei so wenig Alkohol kein Aroma mehr rüberkommt, aber dadurch verliert man den Körper komplett. Lieber hätte ich mal ein Schankbier ohne krassen Aromahopfen, aber dafür mit ausgewogenen Malzen und einer Balance aus allen Zutaten. Das würde zwar weniger kraftvoll erscheinen, aber es wäre doch zumindest stimmig - und darin liegt insbesondere hierbei die große Kunst - und nicht löchriger als ein Schweizer Käse.
So denke ich, ist gerade auch bei diesem Sud der große Fehler diese besonders starke Hopfung, die die Erwartungshaltung derartig steigert, dass man selbstverständlich enttäuscht wird. Dieses Bier hat einen wunderbaren Duft nach Mango und Passionsfrucht, es mutet saftig und erfrischend an, doch im Einstieg erwartet einen dann nichts weiter als reine Bitterkeit und Zitronensaftkonzentratssäure. Und so gut und trocken diese Bittere dann auch ist, sie bleibt ein einziges Loch, wenn darum keinerlei Aromatik angeordnet werden kann.
Hier erwartet einen auch nicht besonders viel mehr als Bitterkeit ins Reinform und Säure, bis in den letzten Abgang hinein. Angenehme Noten von Grapefruitschale und Passionsfruchtkernen sind aber mit dabei.
Schade, dass ich an TO ØL so eine Kritik verteilen muss, denn bislang habe ich die jungen Dänen als sehr innovativ, kreativ und dabei auch vor allem als überzeugend wahrgenommen. Die Intention dieses Sudes wird mir klar, doch die letzten Sachen, die ich von ihnen hatte, waren zwar genauso abstrus, dabei aber deutlich interessanter gestaltet.

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