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Beer like star Tettnanger Keller-Pils (Bio-Bier)

  • Typ Untergärig, Pils
  • Alkohol 4.7% vol.
  • Stammwürze 11.8%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 68% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 1 Rezension

#7864

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 3 Bewertungen
90% Avatar von LosWochos
80% Avatar von Felix
34% Avatar von IvMax4

80% Rezension zum Tettnanger Keller-Pils (Bio-Bier)

Avatar von Felix

Das Bio Keller-Pils von Tettnanger ist ordentlich hefetrüb und großen Hefepartikeln, ziemlich hellgelb und hat eine ausgezeichnete Schaumbildung. Es zeigt viel Kohlensäure und wirkt enorm frisch. Toller Anblick!

Der Geruch erinnert durchaus an die Hopfenkrone. Auch hier sind fruchtige, limettige Hopfennoten vorhanden, werden allerdings noch von dunkleren Hanftönen angereichert. Das Bier vereint bittere Pflanzlichkeit mit fruchtig-bitterer Limettenschale und einer Mentholfrische. Eine toller, ausgeglichener Duft, der natürlich scheint und doch aufregend und sehr eigen ist.

Der Geschmack ist wirklich besonders. Und das von vorn bis hinten. Im Einstieg ist das Bier sofort herb und die Hopfung kommt wunderbar durch. Gleichzeitig hat es noch eine wurzelige Bitterkeit, die ehrlich intensiv ist. Selten sind deutsche Pilsener so schnell schon so bitter. Die Aromatik ist typisch für den Tettnanger: Auch hier grüne Zitrusschalenbittere mit duftiger, parfumartiger Note, die sich zwischen Kräuterzahnpasta und Nadelwald bewegt und sich regelrecht in der Nase entfaltet. Das Bier duftet wirklich!

Der Körper ist viel voller als es für ein Pilsener typisch ist. Die Hefe reichert das Pils enorm an und gibt ihm eine Menge Körper. Trotzdem ist es sehr frisch und die Kohlensäure prickelt einladend am Gaumen. Während der starke Hopfen die Textur ölig und schwer macht, bleibt der Körper dennoch sehr leichtfüßig. Interessant, hier dasselbe Phänomen, wie bei der Hopfenkrone zu sehen. Trotz Leichtigkeit ist das Bier durch die enorme Hopfung nicht wirklich leicht zu trinken, es ist anspruchsvoll.

Der Abgang ist dann echt noch intensiver. Hier erwartet einen Hopfen, Hopfen und nochmals Hopfen in all seiner duftigen, vollen, aromatischen Reichhaltigkeit. Das Keller-Pils wird für mich leider schon ein bisschen zu drückend bitter im Magen, gerade auch, weil die Bittere eher hanfig und wurzelig daherkommt - aber überhaupt nicht plump erscheint! Sie entfaltet trotzdem ihre wirklich ästhetische blumig-bittere Note.

Das Keller-Pils von Tettnanger enttäuscht mich überhaupt nicht, ich bin wirklich begeistert.
Hier hat man es mal wieder mit einem richtigen, wirklich intensiven und dennoch wunderschönen Pilsener zu tun. Das Bier duftet vorzüglich, die Tettnangerhopfen sprechen in diesem Bier wirklich für sich und es reiht sich hervorragend in die Riege der andere Biere der Brauerei ein. Die Hopfenaromatik schwebt elegant zwischen Limettenschale, saftigem, frischem Gras, sowie Wurzeln, Kräutern und Baumrinde. Eine Duftnote voller Kernigkeit und Finesse, die aus reiner Eleganz und reicher Fülle eines macht.
Das Bier - das darf auch nicht vergessen werden, polarisiert dennoch. Es ist vielleicht für manche schon etwas zu bitter, für andere vielleicht zu leicht, wieder andere mögen meinen, es sei zu pfeffrig (die wurzelige Bittere hat schon leichte Tendenzen zum schwarzen Pfeffer hin). Ich bin nicht sicher, ob jemand von vorn bis hinten mit diesem Sud zufrieden ist, auch mir fällt dabei das ein oder andere auf. Und es ist auch definitiv erstaunlich schwierig zu trinken für ein Pilsener. Die enorme Bitterkeit schlägt mir schon zu stark auf den Magen, was ich angesichts des wirklich betörenden Aromas als sehr schade empfinde.
Ich bekenne mich als großer Freund der Tettnanger Hopfen und speziell dieser Brauerei, die es weiß, diese einzigartige Aromatik so elegant in den Vordergrund der leichteren Untergärigen zu stellen, und damit aus einem normalen Lager, ein wirklich edles Pils zu machen. Eine der wenigen Brauereien, die aus diesem Stil echt etwas zu machen verstehen, wenn sie auch ab und an über die Stränge schlägt.

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