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Beer like star Sünner Lager

  • Typ Lager
  • Alkohol 5.3% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier ja
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 74% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 2 Rezensionen

#12224

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 3 Bewertungen
88% Avatar von Sindri
83% Avatar von Johannes
50% Avatar von Felix

83% Ich mag's!

Avatar von Johannes

Es ist ein interessantes Bier mit Charakter und Vielfältigen Geschmacksnoten.
Für mich immer wieder ein Genuss.

Bewertet am

50% Rezension zum Sünner Lager

Avatar von Felix

Die Sünner Familienbrauerei aus Köln bietet ein Bio-Lager an und zeigt sich bereits auf dem Etikett Umweltbewusst. Herzlich bedankt sich die Brauerei für den Erwerb des Produktes und propagiert mit der Verwendung von Biozutaten einen angemessenen Umgang des Menschen mit der Natur. Lobenswerte Einstellung!

Sattes, filtriertes Gold mit eher geringer Schaumbildung und auffallend starker Karbonation.

Der Geruch zeigt deftige Hopfennoten, die aus der blumigen Richtung her stammen, aber bereits ins Kräuterige und Gewürzige hingelenkt sind. Das Bier riecht extrem nussig und süßlich-getreidig mit ineinander übergehenden Noten von Estragon, Rosensirup, Chlor, Krokant, geht schon ins eher Deftige mit Noten von Toffee/gezuckerter Kondensmilch und Haselnuss. Und ist hier eine gewisse Menge an Rauchmalz verwendet worden?
Die Aromatik ist klassisch gehalten, prägt aber kenntliche Stiltendenzen aus, die eine Charakteristik erkennen lassen. Die Basis erinnert mich eher an ein Export.

Im Mund zeigt es sich dürftig. Es prägt süße und säuerliche Noten aus, bleibt auf der getreidigen Spur, erweitert sich aber um nichts, ganz im Gegenteil, es nimmt sich sogar noch zurück. Das Bier löst sich aromatisch im Mund rasch aber organisch auf (noch ein Grund, warum organic draufsteht?;). Es schmeckt nicht schlecht, entwickelt sich aber auch in keiner Weise.

Der Körper ist recht schmal, obwohl wässrig vielleicht ein zu harter Begriff ist, kann man das Sünner lager doch schon als schwachbrüstig bezeichnen. Die Rezenz ist ganz schön, macht zumindest wenig falsch. Charaktervoll ist die Textur dann aber doch weniger.

Der Abgang ist wieder von den Grundnoten des Lagers geprägt. Nüsse, Müsli, Toffee und ein dichter, schmieriger Hopfen, der zwar nicht deutlich ist, in seinem Geschmack mich aber an eher billig produzierte untergärige erinnert und das Lager nach hinten heraus platt wirken lässt, obwohl gerade die besonderen Lagernoten hier merklich ausgeprägt sind.
Ein langweiliger Nachtrunk.

Das Sünner Lager kann leider geschmacklich nicht das halten, was ich so gerne über ein Bio-Bier dieser Art schreiben würde. Es soll hier auch kein Verriss werden, so schlecht ist es dann doch nicht, aber überzeugen tut es mich nicht. In erster Linie ist dieses Bier ernüchternd, weil es durchaus charaktervolle Eigenheiten besitzt und diese auch präsentiert, doch eine ungenaue, langweilige Grundkonzeption an den Tag legt.
Die starke Nussigkeit, die mit viel Natürlichkeit Aromen von Haselnuss und Krokant heraufbeschwört und letztlich in süßliche Toffeemilchnoten mündet ist ja schon mal ein guter Start. Auch die rauchige Würze empfinde ich als erfrischende Abwechslung. Leider wird hier viel zu wenig gewagt. Das Bier ruht sich auf einer Tendenz aus und vernachlässigt die Zusammenstellung von Duft, Antrunk und Nachtrunk und kümmert sich auch nicht um einen akzeptablen Körper. Alle Grundbausteine sind fehlerhaft, nur das Sahnehäubchen oben drauf, das stimmt wunderbar. Leider reicht mir das aber nicht für ein gutes Bier.
Dieses Lager mit Hang zum Exportstil überzeugt also lediglich in der Herstellung, könnte aber noch weit mehr aus sich machen. Einfach etwas mehr Mut würde hier schon Wunder bewirken. Eine Entwicklung in die Geschmacksphasen einzubauen, wäre schön, die Rezenz aufzupeppen, den Körper etwas anzureichern und die Ecken abzuschleifen. An der Aromatik muss gar nicht mehr groß gearbeitet werden.
Familienbrauerei Sünner, macht was aus diesem Bier, scheinbar ist es euch ja nicht egal, welches Produkt ihr verkauft!

Bewertet am