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Beer like star Stone Sublimely Self-Righteous Ale

  • Typ Obergärig, Ale
  • Alkohol 8.7% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 96% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

Das Bier Stone Sublimely Self-Righteous Ale wird hier als Produktbild gezeigt.
#5612

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
96% Avatar von Felix

96% Rezension zum Stone Sublimely Self-Righteous Ale

Avatar von Felix

Das selbstgerechte Black IPA von Stone sieht im Glas unglaublich schön aus, die Schwärze ist tief und trotzdem erkennt man die leicht nebligen Schlieren der Hefe, die Trübheit verleiht dem Bier so eine unglaubliche Mysteriösität.
Im Geruch erschlägt einen dann sogleich eine definierte, fruchtig-herbe schwarze Johannesbeere, umrahmt von sehr hintergründiger Säuerlichkeit und einer weichen Fruchtsüße. Dass dieses IPA über 8,7%ABV verfügt ist absolut nicht zu bemerken. Es scheint eine unglaubliche Balance zu besitzen. Im Aroma hat es eine tolle Tiefe, da hinter der dominant-fruchtigen Hopfenaromatik noch weiche, dunkle Malze ein verborgenes, doch stabiles Netz weben, die Tiefe des Geruchs deckt sich wunderbar mit dem Anblick im Glas. Das Bier macht wirklich Lust, es zu probieren, in erster Linie, weil es die Neugierde anspricht. Wie wird das wohl schmecken?
Im Antrunk zeigt sich dann der höchst aromatische Hopfen, der von den dunklen Malznoten begleitet wird. Die Johannesbeere bleibt, bekommt noch eine leicht moosige, vielleicht als feucht zu beschreibende Note hinzu, sie verliert sich aber etwas in den Hopfennoten, die bereits ins Grünknospige gehen. Dagegen stellen sich die weichen Malztöne, ohne aber Süße abzugeben, lediglich eine gewisse Schwere im Körper wird ausgestrahlt, ohne aber dem Bier die Leichtigkeit der Aromatik zu nehmen.
Der Körper ist genial gearbeitet, weil der Alkohol nicht zu erkennen ist, die Aromen perfekt transportiert werden und alle Bestandteile des Bieres zusammengeführt scheinen. Die Gleichmäßigkeit von Hopfen und Malz wird unterstützt, beides geht miteinander einher. Der bereits erwähnte Alkohol macht das Bier noch einmal etwas schwerer, aber ebenfalls nicht süßer. Sowieso ist es nur dezent süß, trotzdem scheint diese Hintergründigkeit völlig zu genügen, ich finde es genau richtig, weil so auch das Konstrukt des wirklich sehr bitteren Hopfens (90 IBUs) nicht gestört wird.
Dieser Hopfen kommt im Nachtrunk natürlich noch deutlicher hervor. Er zeigt sich von sehr bitterer, aber definiert-fruchtiger Seite. Bläst man nach dem Schlucken durch die Nase aus, dann wird die Fruchtnote etwas spitzer und erneut kommt die schwarze Johannesbeere des Anfangs hervor. Das bewirkt eine Rahmenstellung, die dem Bier die Geschlossenheit gibt, die es zu etwas so Besonderem macht. Klingt es anschließend aus, so glaubt man immer noch etwas neues zu erschmecken, doch da ist nichts. Die Gegensätzlichkeit von Hopfenherbe, Malzsüße, Beerensäure und Alkoholschwere bewirken Assoziationen, die wie Irrlichter in einem nebligen Sumpf wirken.
Insgesamt bin ich vor allem von der simplen, aber so punktgenauen Aromakonstellation überzeugt. Die heftig-bitteren, fruchtigen Hopfennoten mit ihrer einerseits grünknospigen, andererseits säuerlich-frischen Art werden den weichen, milden und flächig webenden dunklen Malzen gegenübergestellt, sodass das Bier sowohl mit exotischen wie auch sehr klassischen Noten arbeitet. Die Fülle des Körpers, der schwergewichtig aber trotzdem nicht überladen ist, sondern genau dazwischen liegt, macht dieses Gesamtbild noch schlüssiger.
Und obgleich man auch zuletzt glaubt, die Aromen seien nicht sonderlich komplex gestaltet (in diesem Punkt erinnert es stark an das Ruination von Stone, dessen dunkler Schatten es sein könnte...), es bleibt eine gewisse Unschlüssigkeit, ob das nun alles ist. Das Bier suggeriert mir witzigerweise immer noch ein verstecktes Geheimnis, wohl wissend, dass es dieses niemals preisgeben wird, so jedenfalls wirkt es auf mich mit seiner augenscheinlichen Einfachheit, es hat dementsprechend etwas Verspieltes und dennoch Gewaltiges. Es verbindet außerdem toll eine wahnsinnig kompromisslose Intensität mit sehr stimmiger, minimalistischer, aber harmonischer Ausgeglichenheit. Das Self-Rightous Ale zu beschreiben lässt einen immer abstrakter werden, weil es so wenig zu fassen scheint. Ein Geisterbier, eine Granate, ein ruhendes Nichts.
Kurz: Ein Bier wie ein schwarzes Loch.

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