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Beer like star Stadin Panimo American Barley Wine

  • Typ Obergärig, Barley Wine
  • Alkohol 8% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 34% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#24362

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
34% Avatar von Felix

34% Rezension zum Stadin Panimo American Barley Wine

Avatar von Felix

Rubinrote Farbe unter mittelkräftiger, beigefarbener Krone. Mattes Schimmern, wie ein geschliffener Stein.

Der Geruch ist sehr süß. Die Schwere wird eindeutig ersichtlich, doch der Alkohol selbst zeigt sich aromatisch kein bisschen. Der Duft erscheint dadurch mild und weich, doch sehr gewichtig. Noten sind Melone, Kirschweingummi, Fruchtsirup mit getreidiger Spur (Weizen/Hafer) und zarthopfiges Toffee, leicht kernige Trockenheit wie man sie von Lagerbieren kennt.

Im Mund ändert das Bier seine Richtung. Es ist erstaunlich dünn und bringt die Sirupigkeit kaum noch rüber. Es wird deutlich, dass hier nur 8% und nicht 12%ABV vorhanden sind, wie das Bier zuvor suggerierte. Auch die Aromatik ändert sich vollkommen. Die süße Fruchtigkeit und der Sirup gehen völlig zurück, während die zuvor nur beiläufigen Noten ganz besonders in den Vordergrund treten. Das Bier wird enorm trocken auf der Zunge und es entwickeln sich rasant Getreidebitterkeit mit heller Note. Ich tippe eher auf Weizen, wobei das Aroma auch Hafernoten sehr ähnelt. In jedem Fall herrschen helle Getreidenoten vor, die das Bier sehr bitter und trocken machen und nur von einer gewissen Säure begleitet werden. Die Süße verbleibt zwar an sich, transportiert aber eigentlich keine Aromen mehr.

Der Körper ist dementsprechend enttäuschend. Was jedoch klar auffällt, das ist der dann doch zu schlagartig durchstoßende Alkohol, der schmeckbar wird und kaum mit der trockenen Getreidigkeit harmonieren kann. Insgesamt wirkt das Bier plötzlich vollkommen formlos. Auch die Kohlensäure ist viel zu passiv und verpasst es, dem Bier den gewissen Schwung zu geben.

Der Nachtrunk ist weiterhin sehr trocken und getreidig mit bitterem Mundgefühl, doch ohne dabei irgendwelche sonstigen Noten zu verbreiten. Hier fehlt die Süße, die Frucht oder auch nur irgendwelche Hopfen- oder Malznoten. Bis ganz zum Schluss entwickelt sich der Sud mehr und mehr in eine konturlose, eintönige Richtung.

Dieser American Barley Wine aus Finnland ist sein Geld leider überhaupt nicht wert. Es suggeriert im Geruch noch eine ziemliche Intensität, Durchschlagskraft, Frucht und Süße, wie man es von einer solchen Bombe erwartet, doch offenbart sofort beim ersten Schluck, dass all das nur Schein war - und das ändert sich auch im Laufe des Trinkens nicht mehr.
Während der Duft einem noch von kirschigen Süßigkeiten, von Mineralwasser mit Früchtesirup, von Rohrzucker und Melonenstückchen nur so etwas vorschwärmt, sodass man von der Beiläufigkeit der getreidigen Trockenheit geradezu abgelenkt wird, erschlägt einen mit dem ersten Schluck die Realität dieses Barley Wines. Alles an Sirup, Frucht und harmonischer Süße wird weggeweht und zurück bleibt wenig anderes als eine pelzig belegte Zunge, ein säuerliches Kitzeln und eine getreidge, plumpe Bitterkeit. Das Bier schmeckt, als habe man den Mund voll trockener Haferflocken.
Dieser Schlag verbessert sich ansonsten wenig. Die Einheit des Duftes wird durchstoßen, plötzlich ist der Alkohol viel präsenter und der Körper viel dünner als erwartet. Es ist, als habe sich ein Vorhang gelöst, als wär ein Groschen gefallen, ganz plötzlich. Dieses Bier enthüllt sich schlagartig beim trinken, was auch eine interessante Erfahrung ist. Die finnischen Preise ist dieses Bier ganz bestimmt nicht wert, doch auch unter günstigeren Aspekten finde ich es wenig besser als durchschnitt. Es mag sein, dass so einige Probierer von diesem Bier sehr angetan sind, sofern sie noch nichts besseres kennen. Die Aromatik gaukelt vieles vor, doch keine Einheitlichkeit. Der Duft mag im ersten Moment begeistern, doch schaut man auf die Zusammensetzung der Aromen, auf das ganze Drumherum, den tatsächlichen Eindruck, so bemerkt man wohl schnell, dass hier nur ein sehr mittelmäßiges bis liebloses Bier vorliegt. "American" hilft tatsächlich nur bei der Erwartung, in der Realität aber muss man das dann auch umsetzen können.
In jedem Fall halte ich dieses Bier für einen ziemlich lausigen Vertreter des Barley Wine-Stils.

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