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Beer like star St. Georgen Bräu Buttenheimer Hopfenzupfer

  • Typ Untergärig, Festbier/Märzen
  • Alkohol 5.6% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 88% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#24542

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
88% Avatar von Felix

88% Rezension zum St. Georgen Bräu Buttenheimer Hopfenzupfer

Avatar von Felix

Helles Gold mit guter Perlage.

Der Geruch zeigt vor allem süße Getreidetöne mit gebranntem Zucker. Guter Anteil an Malzen, aber auch duftige Hopfenideen. Beide Zutaten erscheinen gleichberechtigt. Der Aromenzug ist intensiv kühl mit trocken-erdiger Färbung, erinnert an Waldboden, doch zugleich mit karamelligen Aspekten, kerniges Honigbrot. Das Bier hat etwas jugendliches, ist rustikal und helltönig zugleich, aber nicht bewegt.

Der Geschmack erfüllt wunderbar das, was der Duft vorgemacht hat und geht darüber auch noch hinaus. Das Bier entwickelt seine Ausrichtungen in komplexer Weise in mehrere Richtungen. Dieser zuvor als erdig beschriebene Zug, das ist mehr so eine Mimik im Bier oder ein Gestus, eine Farbe; er kommt jedenfalls wunderbar hervor, ziemlich trocken, laubartig, dunkelgrün bis bräunlich, auch kräftig-brotig, aber duftreich und gestalterisch, erinnert an den Duft von Wäldern. Im Mund ist auch sogleich eine sehr einnehmende, speicheltreibende Süße mit frischen Aspekten von Fruchtkaramell und/oder Honigmarzipan. Der Hopfen kommt toll hervor und präsentiert herbe und würzige Züge mit Eleganz.
Insgesamt lässt sich wirklich sagen, dass dieses Bier bunt und balanciert ist. Und es kann damit begeistert, dass es verschiedene Geschmackseindrücke nebeneinander erscheinen lässt.

Der Körper ist von Ausgewogenheit gezeichnet. Ein solides, aber nicht verbissenes, malzige Fundament bringt viel Ruhe in den Sud, der Farbenwind aus Aromen darüber gestaltet den Auftritt belebt und frei. Die Kohlensäure genügt.

Der Abgang des Bieres ist von den würzigeren Anteilen des Malzes und von den süßesten des Hopfen zugleich eingenommen. Eine gegenläufige Bewegung, die aber einen sehr weichen Abgang provoziert. Immer wieder, wenn man schluckt oder den Gaumen schließt und wieder öffnet, stoßen so völlig unerwartete Honigtöne empor, bestechend süß und speicheltreibend und inmitten dieser eigentlich gar nicht zu verachtenden Herbe.

Der Buttenheimer Hopfenzupfer wird seinem Namen gerecht und bleibt dabei doch auch das, was ich unter einem Märzen verstehe. Ein derartig hopfiges Festbier, das seinem Stil dabei noch treu bleibt, findet sich nicht leicht. Hier aber wird man durchaus belohnt.
Ich bin vom ganzen Bouquet sehr angetan. Das Bier kann Hopfen und Malz auf sehr vielseitige Weise ineinanderführen. Es entwickelt nicht nur verschiedenste aromatische Ausrichtungen wie Graubrot, Karamelligkeit, Fruchtigkeit und Hopfenherbe zugleich, sondern fächert diese auch in differenzierte Aromen auf. Da erwarten einen würzige und erdige Aspekte genauso wie tiefsüße und säuerliche Ideen, fruchtige und malzig-brotige Orientierungen finden sich auch.
Besonders schön ist, dass der Hopfenzupfer neben dem großzügigen Angebot an Aromen auch Charakter mitbringt. Das, wozu sich alle Aromen intuitiv zusammentun, hat eine duftige, farbenreiche, irgendwie waldartige Aufmachung. Das Bier erschließt sich mehr durch seine Farben, als durch definitive Noten. Grundsätzlich verbleibt der Tenor aber im Bereich der deftigen Brotigkeit, des tiefsüßen Fruchthonigs o.ä. und des Hopfenduftes darüber.
Ich jedenfalls finde dieses Märzen wunderbar und sehr empfehlenswert. Es passt gut in den Frühling, ist meiner Empfindung nach aber vor allem noch ein Bier für den sehr späten Sommer, der schon erste Herbstzeichen zeigt. Ich finde den Facettenreichtum dieses Sudes wunderbar und kann nur davon schwärmen, wie mir herbe Hopfentöne in die Nase steigen, während rustikal-kräftige Schwarz- oder Graubrottöne im Mund mit butterweicher Honig- und Fruchtsüße zusammenfallen, dass man nicht weiß, ob man dahinschmelzen oder sich herausgefordert fühlen sollte.

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