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Beer like star St. Georgen Bräu Buttenheim Doppelbock dunkel

  • Typ Untergärig, Doppelbock
  • Alkohol 7.3% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 29% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#24015

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
29% Avatar von Felix

29% Rezension zum St. Georgen Bräu Buttenheim Doppelbock dunkel

Avatar von Felix

Bronzegold ergießt sich der Bock ins Glas, worin er in einem betörenden Bernsteinton matt und erhaben schimmert, während er von den Seiten als dunkelrot zu bezeichnen wäre. Auch wenn die Schaumkrone sehr schnell vergeht, hat dieses Bier wirklich Glanz.

Der Geruch ist sehr süß und alkoholisch. Ich fühle mich erinnert an Karamellsüßigkeiten oder Toffee mit ordentlichem Schuss. Vielleicht an alkoholische, schokoladige und karamellige Torten. Eine starke Honignote kommt auch mit, deutlich harzig (Kastanienhonig) und prickelig (eher Löwenzahnhonig).
Der Bock erscheint leider etwas plump und in den Klischees seines Stils gefangen.

Im Mund gibt es keine wirkliche Verbesserung. Zu der klebrigen Süße tritt eine sich in den Abgang hinein steigernde Säuerlichkeit hinzu. Der Alkohol ist weniger gut eingebunden und erscheint mir zu drückend. Um ihn herum sammelt sich eine gehetzte Prickeligkeit, ich empfinde ein hektisches Herumgespringe am Gaumen, ohne Ruhe, ohne Gelassenheit. Die Säure beißt, der Alkohol kneift, die Süße kann das nicht balancieren.

Der Körper ist dagegen überhaupt nicht zu gewichtig. Während die Textur eine schöne Sämigkeit generiert, wirkt das Bier letztlich in sich etwas kernlos. Da ist keine innere Schwere. Der Sud hat keine Haltung, er nimmt keine Position ein. Ich kann hier keinen roten Faden erkennen.

Der Abgang ist dann im hintersten Teil des Gaumen, schon im Hals drin, erdig-feucht, dass ich an nassen Waldboden erinnert bin. Im retronasalen Zug erscheint mir so etwas, das ganz ähnlich übermäßigen Diacetylnoten ist. Nein, als schön kann ich dieses Aroma nicht bezeichnen.

Also irgendwie kann ich mit diesem Bier so gar nichts anfangen. Es zeigt mir kaum eine stimmige Facette und all das, was in Ordnung scheint, ist kaum mehr als das absolut zu erwartende bei einem dunklen Doppelbock.
Ich will gar nicht so viel drumherumreden. Der Bock hat keine Form, er ist viel zu unbalanciert in Körper und Alkohol, seine Aromen sind geradezu zerstreut, seine direkten Noten verfallen von "Bockbier-Klischee" in "Das-sollte-nun-wirklich-nicht-in-ein-Bier-rein".
Vor allem die Aromatik des Abgang ist geradezu befremdlich. Wie abgestandene, nasse Erde, in die man kiloweise heiße Butter gegossen hat - gelegentlich bin ich schon begeistert von den Bildern und Anregungen, die einem durch die Verkostung kommen.
Nein, also wirklich, dieses Bier ist kein gutes Bockbier und es wird zwar seinem Stil theoretisch gerecht, doch in solcher Aromatik kann ich mich nicht heimisch fühlen.
Ich frage mich jedoch ehrlich, ob es meine persönliche Einschätzung ist oder ob auch andere diese klaren Makel anerkennen würde. Durchaus nämlich empfinde ich meine Verkostung als subjektiver als sonst. Es scheint an Stimmung und letzter Mahlzeit zu liegen. Gerade deshalb bin ich besonders gespannt auf weitere Verkostungen dieses Sudes.

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