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Beer like star Specht Export

  • Typ Untergärig, Export
  • Alkohol 5% vol.
  • Stammwürze 12.9%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 74% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 1 Rezension

#5175

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Basierend auf 3 Bewertungen
Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung von Florian
87% Avatar von beerfriend
82% Avatar von Schluckspecht
52% Avatar von Florian

82% Das etwas andere Exportbier

Avatar von Schluckspecht

Ich hatte es ja bereits nach dem tollen Pilsener angekündigt, dass ich mich sehr auf das Export freue. Und hier ist es endlich! Die Zutatenliste ist mit Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hopfenextrakt identisch, beim Alkohol bietet das Export jedoch etwas mehr - allerdings nur relativ bescheidene 5,0 % ABV. "Ein Bier, das Kenner schätzen" vermeldet das Frontetikett. Mal schauen, ob da was dran ist!

Im Glas ergießt sich ein kräftiges, glanzfeines Gold mit Tendenz zu Bernstein - schön! Auch die Perlage stimmt fröhlich. Schaum gibt es jedoch sehr wenig und das auch nur wirklich kurz, bis er dann restlos verschwindet. Schade!

Der Duft ist auch hier durchaus interessant. Malztöne geben die Richtung vor, aber Würzigkeit und Karamelligkeit sind sehr schön ausbalanciert. Es riecht frischmalzig oder malzblumig. Dahinter lauert eine kernige Hopfennote, die dem Bier schon im Duft einen mehrschichtigen Charakter gewährt. Es riecht beileibe nicht so stumpf, blechern und billig wie bei manch anderem Bier, das sich "Export" schimpft. Frisch und mildmalzig ist der feinprickelnde, rezente Antrunk mit feiner Hopfenkomponente. Die Süße ist hier sehr schön eingebaut und hat dank kerniger Hopfennoten den entscheidenden Biss, den ich bei vielen Bieren vermisse. Trotz allem wirkt das Bier dank einer honigartigen Süße absolut nicht streng und uneinladend. Klasse! Der Körper baut ein ordentliches Volumen auf mitsamt einer wohlgefälligen, karamellunterstützten Würzigkeit und der geschätzten Hopfenkompontene mit grasiger, kerniger und blumiger Ausrichtung. So sehr fruchtig ist dieses Export im Vergleich zu anderen Exemplaren gar nicht mal, aber trotzdem freundlich und frisch gehalten. Da überrascht die sehr hohe Süffigkeit auch nicht mehr angesichts des hohen Frischeeindrucks, des weichen Wassers und der lieblichen Grundaromatik. Relativ herb, leicht getreidig und noch angemessen sauer klingt das Exportbier aus. Von Langeweile ist keine Spur. Die Bitterkeit am Ende kommt gar nicht mal so überraschend, denn der Hopfen hatte schon vorher das Zepter übernommen und dem Export seinen Stempel aufgedrückt.

Das Export von Specht ist ein wahrer Gradwanderer oder vielleicht auch das beste aus zwei Welten: Märzen und Pils. Ein gelungener Stilverschmelzer. Es ist würziger als das Pilsener aus gleichem Hause, aber nicht minder lecker. Und dann ist es allemal so malzig und süffig wie ein typisches Märzen, nur eben mit geringerem Alkoholgehalt und einer Stammwürze, die noch nicht für ein Oktoberfestbier ausreicht. Auch dieser Specht gefällt mir, nicht zuletzt dank harmonischer Vollundigkeit und des weichen Felsquellwassers. Es ist das vielleicht frischeste und interessante Exportbier, das ich jemals verköstigt habe. Die Vorfreude war aus meiner Sicht berechtigt.

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