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Beer like star Skovlyst Lindebryg Pale Ale

  • Typ Obergärig, Pale Ale
  • Alkohol 4.7% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 60% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#27859

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
60% Avatar von Felix

60% Rezension zum Skovlyst Lindebryg Pale Ale

Avatar von Felix

Leichte Trübe, bassgelblich, keine besonders üppige Schaumbildung.

Enormer Aromahopfen mit viel Orange, Apfel und Mango. Sehr saftig und voll. Lässt mich sofort bezüglich der Hopfensorten mutmaßen. Ich denke an Simcoe, an Horizon und an Centennial/Cascade. Da ist aber noch etwas sehr Schlankes und Direktes bei, das schwer zuzuordnen ist.
Kraft und Frische liegen jedenfalls in dieser Aromatik.

Das Pale Ale ist etwas säuerlich an der Zunge und gibt zart-weinige Noten ab. Eine saure Herbe tritt schon früh ein, es verbleibt eine zitral geprägte Aromatik. Trotzdem ist dahinter noch etwas Dichtes, leicht Bitteres, erinnert mich an Joghurt. Kann es sein, dass auch hier so eine Spur Diacetyl geschmacklich durchschlägt. Bezüglich der dänischen Biere wird das ja langsam gruselig.

Der Körper ist ein bisschen behäbig. Das Ale ist nicht übermäßig gewichtig, bringt aber trotzdem ein nicht so passendes Drücken. Die Karbonisierung scheint in Ordnung, ist aber auch nicht ganz ausgereift. Ein bisschen zu viel und zu unkontrolliert.

Der Abgang ist weiterhin sehr geprägt von jenem Joghurtton, der nach und nach zur Dominanz aufsteigt. Da verbindet sich milchige Säuerlichkeit und etwas bittere Zeste.

Das Lindebryg ist ein dänisches Pale Ale mit ganz ungewöhnlicher Geschmacksentwicklung. Es startet unfassbar amerikanisch und mit einer hammerharten Wucht an Mango- und Orangenschalennoten. Im Mund wird es dann plötzlich ganz milchig und weich, säuerlich, rumort und gurgelt ein wenig, und plötzlich gibt es die exotische Fruchtigkeit nur noch am Rande und die Kopfnote hat sich in einen Naturjoghurt verwandelt. Da spielt sicher jene berühmte Diacetylnote mit, die geradezu gespenstisch bei allen möglichen dänischen Biere auftaucht. Es ist nur sehr leicht und keine Fehlnote. Ich versuche immer wieder mich von diesem Eindruck zu bereinigen, inzwischen kann ich nicht mehr sicher sagen, ob diese Note nicht nur aufgrund meiner Psyche in den Bieren entsteht. Aber es ist schon erstaunlich, dass diese leichte Buttrigkeit - zumindest eine Tendenz dahin - so unverfroren immer und immer wieder da ist. In jedem Fall gibt es hier etwas der Hopfung diametral Entgegengesetztes, das vielleicht für jeden Genießer einen ganz eigenen Charakter aufweisen wird.
Trotzdem bleibt die Gesamtleistung des Ales hinter den Erwartungen, die der Duft eröffnete. In jeder Trinkphase scheint das eine oder andere verloren zu gehen, die Bestandteile des Bieres lösen sich nach und nach auf und zurück bleibt ein eher undefinierter Sud, der mehr durch Grimassen und Maskeraden, als durch wirkliches Wesen auffällt. Das Pale Ale bleibt als eher dünn und chaotisch in Erinnerung.

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