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Beer like star Shipyard Blue Fin Stout

  • Typ Stout
  • Alkohol
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 84% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#15839

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
84% Avatar von Felix

84% Rezension zum Shipyard Blue Fin Stout

Avatar von Felix

Eher schmale, aber feincremige Perlage bei sehr dunklem Braun mit Hang zum Schwarzen. Schön.
Das Bier fließt dick und klebrig ins Glas ein, zeigt dennoch rege und feinporige Kohlensäure und damit eine gesunde Frische. Toller, apetitlicher Kontrast.

Der Geruch ist wunderbar weich und schokoladig mit einer betörenden Süßlakritznoten bei tieferem Einatmen. Das Bier riecht nach Milchschokolade mit zarten Capuccinocremeeinflüssen. Es wirkt ein bisschen hefig-zuckrig, aber zugleich immer dunkel und röstbetont. Schön milde Noten, das Etikett verleitet stark, Salzassoziationen zu bekommen. Dem komme ich gern entgegen!

Das Bier ist im Mund wirklich nicht wenig röstig. Es hat mehr Kaffee zu bieten, als im Geruch zu erkennen war, die Schokoladigkeit wird zurückgenommen, vergeht aber nicht. Hält man das Bier im Mund und atmet durch die Nase aus, entstehen für mich wirklich salzige Noten, die sogar schon eindeutig ins Algenähnliche wandern. Auch Säure kommt sehr betont zur Geltung und zeichnet das Bier als ein Stout aus., bringt aber auch verschiedene Fruchtnoten mit, die eindeutig vom Hopfen zu kommen scheinen; Ganz am Rande zeichnen sich hier sowohl englische, erdige wie auch amerikanisch-fruchtige Hopfenklänge ab.
Eine tolle, sehr stiltypische und doch einprägsame Aromatik, bei der anstelle von Kaffee- und Kakaonoten eher die frische Meerluft, das etwas Maritime im Vordergrund steht, immer begleitet von cremiger Schokoladigkeit, tiefschwarzer Kaffeebohne, und abgeschmeckten Ideen von Hopfen und Säure.

Der Körper ist ziemlich leicht, was wunderbar zum Bier passt. Dementsprechend schön finde ich die Leichtigkeit dieses Stouts. Es lässt mich an einen kühlen Morgen denken.
Nur die Kohlensäure ist vielleicht ein klein wenig zu flüchtig für diese Leichtigkeit. Auf Dauer verliert das Bier also an Kraft.

Der Abgang ist mittellang mit dunkler Röstnote auf cremigem Boden. Das Bier schmeckt für mich schlussendlich nach Algen, Lagerfeuerrauch und Kaffee. Die Säure hält mit am Längsten vor und bietet durchweg Zitronenspritzer. Ein schöner, weicherer und filigranerer Abgang, als bei vielen anderen Stouts, der sehr gut daran tut, nicht so kräftig auszufallen.

Das Blue Fin Stout trifft meinen Geschmack voll und ganz und schafft es, Bilder zu transportieren, die den Genuss sehr anreichern. Ich gebe ehrlich zu, dass das Schönste an diesem Bier vielleicht ein bisschen auch Einbildung ist. Doch bin ich sehr froh, dass dieses Bier Spielraum für Fanatasie bereitstellt, das macht es mehrdimensional und farbig.
Schade ist vielleicht ein wenig, dass die Kohlensäure, anfangs noch so passend, relativ schnell verfliegt und damit einen zu konturlosen Körper zurücklässt. Dem kann aber gut entgegengewirkt werden, indem das Bier einfach nicht übermäßig aufgeschüttelt wird.
Ansonsten kann ich eigentlich nur positiv über diesen Sud reden. Ich liebe die Art und Weise, in der hier ein klassisches Stout (ganz klar englischer Machart, meiner Ansicht nach) gebraut wurde. Ein Stout mit starker Röstigkeit und viel Säure. Trotzdem ist die Aromatik nicht ganz normal verlagert. Kaffeebitterkeit kommt nur wenig auf und Kakaotrockenheit gibt es eigentlich auch nicht. Das Bier ist durchweg von salzig-säuerlichem, frischen und zarten Schlag. Es schmeckt eher belebend, ist frei und weniger gedrungen, scheint keinerlei Schwere zu besitzen. Neben der umwerfenden, salzig-säuerlichen Frische zeigt es aber auch noch tiefdunkle Röstnoten im Hintergrund und das Fundament - vor allem des Duftes - ist schön cremig wie von Milchschokolade. Außerdem kommt ganz willkürlich immer wieder eine süße Lakritznote hervor, die dann wieder elegant verschwindet und von einer feuchten Rauchnote abgelöst wird.
Mehr Kohlensäure hätte vielleicht die Aromatik noch besser unterstützt und gleichzeitig einen intensiveren Kontrast zum butterweichen Duft hergestellt. Die Komplexität wird wohl nicht zuletzt von der Interessanten Kombination aus Hopfensorten aller bedeutenden Bierländer stammen: In dem Bier sind Cascade, Goldings, Tettnanger und Warrior. Weiß man darum, so lassen sie sich überwiegend nachvollziehen. Außerdem stellt ich mir das Bier toll zu verschiedenstem Essen vor. Es könnte sowohl zu einem schweren Linsen- oder Räuchertofugericht wie auch zu leichterer Rohkost genial passen.
Wie dem auch sei: Ein fabelhaftes, leichtes Stout britischer Art, das wirklich vielseitig ist, wunderbar elegant und filigran erscheint und mit viel Idealismus die Vergangenheit in die Zukunft manövriert. Klare Empfehlung für die Liebhaber der Zartheit!

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