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Beer like star Schwechater Original Wiener Lager

  • Typ Untergärig, Wiener Lager
  • Alkohol 5.5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 67% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 1 Rezension

#28240

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
68% Avatar von goldblumpen
67% Avatar von Felix

67% Rezension zum Schwechater Original Wiener Lager

Avatar von Felix

Hier ein besonderer, tatsächlich fast ausgestorbener Stil. Das Schwechater Wiener Lager hat eine wunderschöne Schaumbildung, leichter Karamellteint und cremig in der Erscheinung. Die Farbe des Sudes ist von bezauberndem Bronzegold, teils Orange- teils Rosareflexe. Ein satter Bernstein, der leider filtriert ist. Die feinperlige Perlage zeigt sich schon hier.

Aromatisch ist das Bier nicht so malzig und süßlich wie man es von deutschen Bieren dieser Farbe wie Märzen kennt. Eher erinnert es an das bayerische Helle. Helle Malze mischen sich mit einem unkomplizierten, floralen Hopfen. Das ganze wirkt sehr mild und sanft mit leichter Getreidewürze.

Im Mund ist das Bier vollkommen stringent. Auch hier ein eher süffiger Eindruck, leichte Malzsüße mit zarter Würze, noch zurückhaltender nun, dafür mit etwas klarerem Hopfen. Angenehme Herbe bringt dieser durchaus mit.
Aromatisch zeigen sich etwas orangige Töne, leicht bitter mit zitraler Duftigkeit. Der Hopfen wird im Laufe des Trinkens langsam vordergründiger.

Der Körper des Bieres ist als leicht zu bezeichnen. Eine ganz unaufdringliche Kohlensäure steuert den Sud in eine äußerst trinkbare Richtung. Die Hopfung untermalt diese Süffigkeit in weicher Weise. Das Bier hat nur eine leichte Tendenz zur Wässrigkeit, da die Karbonisierung einen langen Atem hat.

Der Abgang ist von einer sowohl malzig-würzigen wie auch herbal-hopfigen Bittere geprägt, der sich leichte Säuerlichkeit und Würze beigesellen. Kaum eindeutige Noten sind erkennbar. Leichte Toastigkeit jedoch scheint mir durchzukommen, ohne in Röstmalz zu verfallen. Subtiler Nachtrunk, der gefällt.

Charakter: Das Schwechater als Vertreter eines wirklich raren Stils ist von sympathischer Unkompliziertheit. Das Bier ist geradezu liebevoll und freundlich. Ein wenig mehr Eigenständigkeit könnte es aber trotzdem haben.

Das Schwechater Wiener Lager kann mit einer sehr gutherzigen Art punkten. Es scheint mit sich zufrieden zu sein und nimmt so jegliche Berührungsängste. Auch hat man kaum das Bedürfnis hier irgendwie den Stil zu bewerten. Das Bier ist genau so wie es ist, und es will nicht anders sein. Nachteile sind aber durchaus im Körper zu spüren. Da tendiert der Ansatz doch zur Dürftigkeit. Die Karbonisierung allerdings ist mehr als gelungen und verdient Respekt.
Die dunkle Farbe verweist auf etwas andere Noten als dann letztlich aufkommen. Geschmacklich ist das Wiener Lager näher am Bayerischen Hellen als an einem Märzen, ich würde sogar sagen als an einem Export. Die klare Hopfung, die sogar für Bayerische Helle hier noch sehr durchschlagend ist, entfernt das Bier von den sonst bekannten Malzbetonten. Insofern ist es tatsächlich eine Besonderheit für all jene, die die subtilen Differenzen zwischen den deutschen/österreichischen Stilen ausloten wollen - ein äußerst spannendes Unterfange, wie ich finde, gerade weil auf den ersten Blick viele Stile sehr nah beieinander liegen.
Es fällt schwer dazu noch viel zu sagen, da das Bier nicht gerade mit Komplexität besticht. Die würzige Malzigkeit und die herbe Hopfung mischen sich ausgewogen. Das Bier hat vor allem eine wunderbar stringente, sich steigernde, doch immer angenehme Bittere, die der besonderen Hervorhebung bedarf. Dies nehme ich für mich als Besonderheit des Stiles mit. Die diversen Malzsorten kommen in ihrer Diversität erstaunlich gut zur Geltung und überzeugen.
Ein wirklich feiner, samtiger Bierstil, den ich in der Bierlandschaft sonstig vermisse. Reanimationsversuche sind gewünscht!

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