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Beer like star Schönramer Saphir Bock

  • Typ Untergärig, Heller Bock
  • Alkohol 8% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 8°C
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagen 7 Benutzer

Bewertet mit 84% von 100% basierend auf 13 Bewertungen und 6 Rezensionen

#14947

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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84%
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Bewertungsdetails
Basierend auf 13 Bewertungen
100% Avatar von Ernesto
94% Avatar von Felix
90% Avatar von Bierkules
88% Avatar von toffer85
87% Avatar von FBier
87% Avatar von Schluckspecht
87% Avatar von Bastus
87% Avatar von Bier-Klaus
86% Avatar von LordAltbier
85% Avatar von Tobieras
75% Avatar von remus456
65% Avatar von dreizack
57% Avatar von ren1529

86% Guter Doppelbock!

Avatar von LordAltbier

Der Antrunk ist etwas hopfig-spritzig und ein wenig säuerlich, man erkennt eine angenehme Karamell-Süße und auch den Alkohol (welcher jedoch keineswegs stört), ich fühle mich etwas an einen schottischen Whiskey erinnert aber auch etwas an Cognac. Der Mittelteil ist ähnlich wie Antrunk, jedoch ist die Säure hier etwas intensiver und der Alkohol rückt etwas mehr in den Hintergrund. Der Abgang erinnert dann wieder an Whiskey und Cognac und besticht durch eine schöne Karamell-Süße welche durch etwas Saphir-Hopfen und eine sehr feine Säure unterstützt wird. Fazit: Ein sehr guter Bock, gefällt mir! Gerne Wieder!

Bewertet am

87% Sehr interessanter Doppelbock!

Avatar von Schluckspecht

Ein strohiges, opales Gold erblicke ich hier, dem ein zartes Schaumkrönchen erwächst. Das ist ein durchaus schöner Anblick, der einem hellen Bock gut steht. Ähnlich unschuldig wie das Duvel kommt es daher. Das Starkbier aus Schönram zeichnet sich durch den Hallertauer Saphir-Hopfen aus, der sein blumig-fruchtiges Aroma auch sogleich in die Nase bringt. Der ansonsten malzig-würzige Duft lässt den kräftigen Alkoholgehalt von 8,0 % vermelden. Somit hat der Duft den Biss, den man auch erwartet.

Der Einstieg gelingt ausgesprochen weich und mild. Wow, das ist gekonnt! Das Malzfundament passt, der Saphir-Hopfen mogelt sich galant dazu und bildet ein harmonisches Malz-Hopfen-Ensemble. Der Alkohol ist präsent, aber er fügt sich nahtlos ein. Interessant ist, dass das karamellige Süße überhaupt nicht überwiegt. Das Schönramer Saphir Bock ist sehr viel komplexer, und dennoch rund und zugänglich. Der "bockige" Körper ist dadurch eine wirklich feine Sache, die sich zu genießen lohnt. Angenehm würzig und überraschend hopfenherb klingt das Starkbier mit zartem Alkoholglühen aus. Lecker!

Meine Erwartungen waren hochgeschraubt, denn das Schönramer Pils gefällt mir wirklich sehr, aber sie werden komplett erfüllt. Die proklamierte "Hinterfotzigkeit" ist ein interessanter Gedankengang, denn da ist durchaus etwas dran. Die stolzen 8,0 % Alkohol spürt man im vollen Umfang nicht, obwohl dieses Phänomen gar nicht - wie sonst üblich - durch überbordende Süße erzielt wurde. Es überwiegt stattdessen der präzise Hopfencharakter des Hallertauer Saphir. Der Brauer weiß, was er tut.

Empfehlung? Empfehlung!!!

Bewertet am

87% Ein origineller und sehr ausgewogener Bock!

Avatar von FBier

Strohblond und klar sieht das Bier eher unschuldig aus. Der dichte Schaum verzieht sich relativ schnell. Der Geruch ist dezent: Malzig, kernig, leicht hopfig und metallisch, aber vor Allem Noten von süßem Hefeteig und eine Ahnung von Alkohol. Der Antrunk ist erstaunlich kräftig. Das Bier ist hopfig und schlank, fast wie ein Pils, dabei unglaublich ausgewogen und rund. Die Kohlensäure prickelt am Anfang und geht schnell zurück. Das Wasser wirkt wunderbar weich. Im Abgang kommt eine ordentliche Herbe hinzu, die aber nie über die Stränge schlägt. Am Ende wärmt der Alkohol ganz dezent. Sehr süffig, sehr originell und beeindruckend rund!

Bewertet am

87% Doppelbock mit Saphir-Hopfen

Avatar von Bier-Klaus

Die Farbe ist hellgelb und leicht opak. Die Schaumkrone hat nur eine geringe Höhe und ist sahnig dicht aber nicht lange haltbar, was bei dem hohen Alkoholgehalt nicht verwundert. Der dominante Geruch ist die Süße des Malzkörpers mit vordergründigen starken alkoholischen Aromen. Den Hopfen rieche ich nur ganz leicht im Hintergrund.
Der Antrunk ist schwer und kaum rezent, das Bier hat eine ölige Konsistenz, es liegt auf der Zunge wie ein guter Cognac. Im Mittelteil vermischen sich die starken alkoholischen Aromen und der süße Malzkörper mit der starken Hopfung des Saphir zu einer interessanten Geschmacksmelange, die einiges an Tiefe, Komplexität und Struktur zu bieten hat. Im Nachtrunk wird die Bittere des Saphir-Hopfens deutlicher und übernimmt die Regie. Das gibt dem Bier eine interessante Wendung, das schwere Bier wird süffig und frisch im Nachgang.

Ein sehr spannendes Bier, das man sicherlich nochmal verkosten muss, um alle Geschmackskomponenten auszuloten.

Bewertet am

87% Top Bock

Avatar von Bastus

Ein heller Bock mit der Optik eines Pilseners.Der Schaum baut sich nicht gross auf und ist sehr Feinporig.Der Saphirhopfen versprüht Ein leicht fruchtiges und delikates Arome mit überaschend leichten Aromen.Der Geschmack ist wesentlich kräftiger.Voller Körper, sehr spritzig und hofig mit einer sehr schönen Zitrusnote im Abgang die wunderbar die Zungenspitze kitzelt.Wuchtiger heller Bock mit delikaten Aromen und ordentlich Hopfenbums, mehr davon!!

Bewertet am

94% Rezension zum Schönramer Saphir Bock

Avatar von Felix

Der Bock ist erstaunlich hell-golden und filtriert, sodass er aussieht wie ein Lager.

Im Geruch zeigen sich hopfig-blumige Noten und etwas Heu, der Bock riecht lagertypisch mit süßlichem Hopfenschwerpunkt, scheint ebenso verführerisch süffig. Die 8% merkt man ihm überhaupt nicht an. Neben den Blütenaromen, dem frischen Heu und einem duftig-klaren Hopfen, zeigt der Bock auch erfrischende Esternoten, die für den Saphirhopfen sprechen. Insgesamt kommen die Charakteristika dieses spannenden Hopfens wunderbar durch. Beim Saphir handelt es sich ohnehin um einen zartfeinen Hopfen, der aromatisch abrundet ohne zu erschlagen, davon wird hier grandios Gebrauch gemacht. Man muss Acht geben, die Feinheiten zu erkennen und das Bier nicht zu unterschätzen.

Im Mund wird der Saphiraromastrang geradlinig weitergeführt. Im Geruch noch zurückhaltend, entfaltet der Bock seine schon angedeuteten Aromen im Mund dann gänzlich. Hier ist der Übergang wirklich phänomenal gut gelungen, die Aromen bäumen sich gleichmäßig und langsam, aber keineswegs zögerlich auf. Die hopfigen Noten überwiegen, Flieder wird ausgebaut, zartbittere Rosenholztöne, Lavendelhonig, erfrischende Minze, ganze Blumenwiesen erheben sich in der Ferne (als würde der Wind den Duft vorbeitragen), dazu saftiger Hopfen mit mittelstarker Bittere und filigraner Zitralität. Leichte Kräuterigkeit umrahmt die Hopfenbittere und gibt eine würzige Vielseitigkeit bei.
Der Saphir Bock ist genau wie der Hopfen selbst absolut zart geraten. Wer hier ein starkes Bockbier mit Alkohol und malziger Dichte erwartet, der wird enttäuscht werden. Der Stil wird vollkommen anders interpretiert und zeigt die auf den Punkt gebrachten Aromen eines anständigen Pilseners. Dass es über satte 8,0%ABV verfügen soll kann ich beinahe gar nicht glauben!

Der Körper ist erstaunlich leichtgewichtig ohne zu dünn zu werden. Wenn man nun weiß, in welche Richtung dieses Untergärige gehen möchte, dann ist es bemerkenswert, wie bei derartigem Alkoholgehalt eine solche Schlankheit erzielt werden kann. Mit leicht prickeliger Rezenz trinkt sich dieses Bier wie ein etwas stärker geratenes Pils. Die Süffigkeit ist geradezu gefährlich. Der Alkohol trägt im Aroma ganz gleichmäßig die blumigen Noten und wird nur erkennbar, wenn man sich auf ihn konzentriert.
Scheinbar kann das Bier genau das umsetzen, was es sich vorgenommen hat, ob ein derartig leichter Körper aber sinnig ist, ließe sich vielleicht anzweifeln. Passend ist er aber allemal, mehr Gewicht hätte die Feinheit gestört.

Der Nachtrunk hält dann reinere Hopfennoten bereit. Das Bier hat einen langen Abgang mit einer dichten, kräftigen, aber nicht breit gewordenen Bittere, die den hinteren Rachenraum belegt und zufrieden Trockenheit entfaltet. Die süßlichen Lavendelaromen bleiben bis ganz zuletzt bestehen und verleihen dem Bier eine duftige Ummantelung. Es entfaltet sich im Hals letztlich noch einmal wie ein mildes Parfum und steigt duftig in die Nase auf.

Der Saphir Bock von Schönramer ist ein ganz, ganz tolles Bockbier! Ich kann von dieser Art einen Bock umzufunktionieren eigentlich nur schwärmen. Der Saphirhopfen, der nicht grundlos zu meinen Lieblingshopfensorten zählt (sie vielleicht sogar anführt?) wird hier mit voller Bandbreite ausgespielt und verleiht dem Bock eine Seele, die dem grundsätzlichen Wesen dieses Stils entgegengesetzt scheint, ihn schlussendlich aber zähmt und formt. Der Bock ist feinaromatisch wie ein wirklich gut gemachtes Pilsener, er unterscheidet sich von diesem nur durch eine dichtere, parfumierte Textur, die dennoch nicht wie die eines Bockes wirkt.
Die vielseitige Aromatik mit ihrer ganz zartfeinen Struktur und ihrer eleganten Leichtigkeit, die sich von duftig-blumigen, hopfig-kräuterigen, estrig-frischen bis zu heuig-zitralen Noten erstreckt, wird vollends ausgespielt, ohne das Bier zu langweilig zu machen.
Das ist kein Bock für ein kräftiges Essen, viel eher würde ich ihn für einen Salat empfehlen oder als Ergänzung zu einer leichten Vorspeise. Auf völlig neue Weise interpretiert, kann dieses Bier wie ein Pils oder Kölsch behandelt werden und trotzdem verliert es seinen Bockcharakter nicht gänzlich. Immer wieder schaut der schlanke Alkohol hervor, der das Bier seidig und samtigweich macht, ohne ihm Schwere zu vermitteln.
Ein einziger Kritikpunkt wäre vielleicht nur, dass mit derartig viel Alkohol über die feine Aromatik hinaus eine noch größere Komplexität hätte erzeugt werden können. Schönramer, bitte steckt diesen genialen Bock doch mal für wenige Wochen in ein Eichenfass, nur nehmt ihn zeitig wieder heraus!
Für Liebhaber zarter und feinaromatischer Biere ist dieser Bock eine wahre Bereicherung, die Anhänger starker Vertreter dürften hierbei eher weniger auf ihre Kosten kommen, da man dem Bier schon ohne Probleme eine vielleicht zu übertriebene Leichtigkeit vorwerfen könnte. Es ist vor allem nötig beim Trinken seine Erwartungshaltung anzugleichen, dann wird man mit einem harmonischen, filigranen Trinkerlebnis belohnt.

Bewertet am