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Beer like star Schaumburger Erntedank

  • Typ Untergärig, Dunkler Bock
  • Alkohol
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 83% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#23793

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
83% Avatar von Felix

83% Rezension zum Schaumburger Erntedank

Avatar von Felix

Farblich weder wirklich dunkel noch hell. Sehr trübes Kupfer vielleicht auf dem Weg zum Braun. Auffällig ist der starke Hefesatz. Schaumbildung eher gering.

Der Geruch ist wunderbar süß und voll. Das Bier riecht nach kandierten Früchten mit dicker Zuckerschicht, nach Trauben und Bratapfel, nach Toffee und gebrannten Mandeln.

Im Mund überrascht das Bier mit einer wahnsinnig gleichmäßigen Betonung von erfrischender Fruchtigkeit und ganz moussiger, nussiger Toffeesüße. Vorherrschende Aromen sind Haselnuss, Mandel und Bratapfel, doch auch der Hopfen beginnt hier eine zarte Note abzugeben (Hallertauer Select). Leichte Herbe fließt mit ein, dominant bleibt aber weiterhin die starke, auch fruchtige Süße.

Der Körper des Bocks ist mittelschwer. Die Süße erscheint gewichtiger, als der gesamte Sud letztlich wirkt. Eigentlich hat das Bier vor allem Fruchtzucker-Aspekte, die seine Süße mit einer gewissen Bewegtheit aufladen. Nicht zu viel, denn eher die Zuckrigkeit hätte hier etwas zurückstecken können bei einer so schönen Kontrastkomponente wie der Frucht. Und auch die Kohlensäure ist vor allem prägnant und nachdrücklich.

Im Abgang wird das Bier von seiner Hopfung klarer, aber trotzdem noch subtil eingeholt. Das macht eine weitere Facette auf, die den Gesamteindruck anreichert. Die Bratapfelaromatik mit ihren zuckrigsüßen und fruchtigen Aromen verweilt nach wie vor, ist nun nur etwas herber, ja erdiger geworden.
Bei diesem Bock lässt sich sagen, dass der Aromenreichtum sich bis zuletzt durchzusetzen weiß. Vielleicht dünnt das Bier zum Ende ein bisschen aus, doch dieses Phänomen scheint mir durch die stärkere Kohlensäure natürlicherweise gegeben.

Der Erntedank-Bock aus Stadthagen ist ein Saison-Produkt und passt gut in diese Jahreszeit.
Ich bin sofort überwältigt worden von dieser sehr typischen, aber doch so klaren und facettenreichen Aromatik, die stets in ihrem Rahmen blieb und diesen doch auszuloten wusste. Karamellige Süße und duftige Fruchtigkeit treffen aufeinander, lösen sich nicht ab, geben einander keinen Raum, sondern schaffen den Raum gemeinsam. Es ist wirklich faszinierend, wie es das Bier vollbringt, vom ersten Schluck an eine gewisse Welt zu schöpfen, die ihm selbst ganz entspricht. Aromen von Bratapfel, von kandierten Früchten, gebrannten Mandeln, gerösteten Haselnüssen und sogar etwas durchschimmerndem Hopfen, all diese Aromen schaffen eine geradezu vorweihnachtliche Stimmung, die schon winterlich sein könnte, aber ebenso zum Herbst passt.
Erstaunlich finde ich wirklich, dass trotzdem genug Platz für den Hopfen gelassen wurde, der tatsächlich durchzuscheinen vermag, im Abgang besonders, doch auch zuvor durchaus wie ein herbes Sahnehäubchen fungiert.
Ich möchte sagen: Dieser Bock ist ein Herbstbier ganz genau so, wie ich es mir wünschen kann. Ich finde es durch seine Art des Auftretens derartig passend, dass es mir nur sympathisch sein kann. Ja, auch wenn Kohlensäure und Abgang irgendwie keine perfekte Verbindung gefunden haben, ich möchte hier einfach nicht meckern. Das Bier ist gut, es ist aromatisch, es ist nicht langweilig und doch - wie das für die deutsche Braukunst irgendwie auch typisch ist - zweckorientiert, gebräuchlich, meint: trinkbar.
Ich finde den Bock einfach nur schön und zufriedenstellend, irgendwo zwischen "interessant" und "einfach lecker".

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