Samuel Smith's Old Brewery Pale Ale
Samuel Smith's Old Brewery, Tadcaster, North Yorkshire, Vereinigtes Königreich
- Typ
- Alkohol 5% vol.
- Stammwürze
- Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 11°C
- Biobier nein
- Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
- Lieblingsbier 2 Stimmen
Dieses Bier passt zu:
Querverweise
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Redaktionsbewertungen für das Bier Samuel Smith's Old Brewery Pale Ale
Oder die lange Variante: Das Old Brewery Pale Ale ist vom Antrunk bis in den Körper wie ein leichter Wein aus Pflaumen und Malz. Geschmacklich ist es mit sehr guten, untergärigen Bockbieren vergleichbar, jedoch um Längen leichter. Dabei prägt sich eine feine Säurenote auf den rezessiven Fruchtnoten aus, die hier stimmig ist. Mein Favorit ist es bis jetzt nicht.
Der Abgang ist für mich das Glanzlicht dieses Bieres. Dieser ist staubtrocken und versprüht massiv und langanhaltend eine Note von Kandiszucker, aber ohne süß zu sein.Verfasst von Florian
Recht schnell komme ich zu dem Schluß, dass bei einer Bierbewertung die weichen Faktoren jenseits bestimmter Wertungs-Grenzen stark an Einfluß gewinnen.
Weiche Faktoren? Was soll das jetzt wieder sein?
Nun ich muß zugeben, dass ich mir diesen Begriff gerade selbst ein wenig auf das Thema Geschmackstest zugeschneidert habe. Ich benutze ihn an dieser Stelle einfach für all jene Einflüsse auf eine Geschmacksbewertung, die abseits einer objektiven sensorischen Einschätzung der Geschmackskomposition, des Mundgefühls und des Verlaufs liegen.
Keine Angst ich werde gleich konkret...
Mit einiger Übung kann man ein Bier (das ganze gilt sicherlich für jedes schmeckbare Objekt, aber ich beschränke mich hier der Einfachheit halber mal auf Bier), auf seine Geschmacksnoten hin untersuchen.
Jetzt gilt es den Verlauf der Noten einzuschätzen, ihre Harmonie untereinander, die Einbettung in den Bierkörper... ich will an dieser Stelle nicht noch weiter ins Detail gehe, denn zu diesem Thema lassen sich wissenschaftliche Abhandlungen schreiben.
Ihr erkennt schon, dass ist genau das, was wir versuchen in den Redaktionsbewertungen zu erreichen.
Dieser Bereich lässt sich also mit einiger Übung durchaus relativ objektiv beschreiben und bewerten um ein Bier in eine gewisse Güteklasse einzuordnen.
Dazu kommen dann aber eben eine ganze Reihe dieser ominösen weichen Faktoren (und jetzt werde ich endlich konkret) wie unter anderem: Situation, persönliche Vorlieben und eigene Herangehensweise an eine Bewertung, welche die Bewertung im kleinen Rahmen innerhalb der objektiv gesetzten Punktgrenzen verschieben.
Mein Bauchgefühl sagt mir jetzt, dass diese weichen Faktoren oberhalb von ca. 80% stark an Gewicht zunehmen.
Alle Biere, die sich oberhalb dieser Grenze tummeln, dürfen getrost als absolute Trinkempfehlung angesehen werden.
Jetzt aber zur eigentlichen Bierbewertung, auf die ich das ganze jetzt mal anwenden möchte.
Geschmackseinschätzung
Die herrliche feinporige stabile Schaumkrone bin ich von den Sam Smith Bieren mittlerweile gewohnt und sie wirkt auch bei dem Old Brewery Pale Ale mit ihrem dunklen Weißton wieder mal enorm appetitlich.
Darunter ruht das Old Ale besinnlich in seinem Haselnußbraun mit kräftigem Rotstich. Die Farbe erinnert an das polierte Wurzelholz einer guten Pfeife.
Das Ale wendet sich mit einer tiefmalzigen Süße und einem Hauch Walnuß an die Nase bevor es sanft und cremig die Zunge umspielt und dabei eher nur eine leichte honigliche Süße transportiert.
Während das Bier an der Zunge vorbeiläuft und dabei an der Honigsüße festhält, greift sanft die Bitterkeit ein und entwickelt sich perfekt parallel zu den röstigen Malznoten.
Die Nuß ist nun fast beißbar, wobei sie im Geschmack eher einer Wal- und in der Konsitenz eher einer Makadamianuß ähnelt. Ja ganz recht, das Bier entwickelt tatsächlich eine buttrige Textur, die mich stark an die leicht ölige Nuß erinnert.
Bei alle dem schafft es das OBPA aber im Körper nicht in zu ölige Bereiche abzugleiten, sondern sich eine deutliche Frische zu bewahren.
Es bleibt den gesamten Trunk über sehr süffig, zudem aber auch cremig, rund und vollmundig und bringt den sehr dichten Geschmack allumfassend in den Mund.
Die Geschmacksnoten sind in ihrer traditionellen Bodenständigkeit hervorragend ausgearbeitet und in perfekte Balance gebracht!
Weiche Faktoren
Man kann hier schon deutlich sehen, dass es sich um ein Bier aller erster Güte handelt, aber um nun wirklich zu 100% zu kommen setzen eben noch ein paar von den weichen Faktoren ein:
Situation
Das Samuel Smith Old Brewery Pale Ale strahlt mit jedem Tropfen Gemütlichkeit aus. Wenn ich mich hinsetze um Bier zu testen, lasse ich damit oftmals in Ruhe den Abend ausklingen. Ich bin mir dessen bewußt und versuche es bei der Bewertung zu beachten, dennoch fällt es mir in so einer Situation einfach sehr leicht mich auf ein derart ruhiges Bier einzustellen.
Persönliche Vorlieben
Ich kann eigentlich jedem Bierstil etwas abgewinnen, vorausgesetzt der jeweilige Vertreter in meinem Glas kann ihn überzeugend vertreten. Die Englischen Old Ales haben es mir jedoch besonders angetan. Ich liebe diese röstige Bitterkeit, diesen starken Malzcharakter und die erfrischend Süffigkeit einfach wenn sie gut balanciert ist.
Herangehensweise an die Bewertung
Ich vertrage nicht allzu viel Alkohol und bin entsprechend begeistert, wenn ich ein Bier finde, welches mit 5% so viel Geschmacksintensität entwickelt. Das gibt bei mir einen extra Bonus, da unter anderem die vergärbaren Malzzucker für die Malztiefe zuständig sind und es somit einfacher ist, einem hochprozentigen Bier mehr Volumen zu verleihen.
Das Thema ließe sich sicherlich noch weitaus detaillierter erörtern, aber ich möchte diesen kleinen Exkurs in die Bewertungsphilosophie an dieser Stelle beenden und bin gespannt, was ihr noch so zu diesem Bier zu schreiben habt.Verfasst von Robert
Geschmacklich bewegt es sich zwischen fruchtigen Alenoten (Ananas) und kandisartigen Malznoten, wirkt dabei holzig mit Anklängen von gerösteten Nüssen. Leider gehen die Fruchtnoten eingangs etwas unter.
Der Körper ist voll und fest, anspruchsvoll und malzbetont. Für mich ein Minus ist diese Ale-typische Modernote, die beim OBPA besonders zum Tragen kommt. Kurz vor dem Gaumen wird es kurz blumig, bevor im Abgang die klassische Bitterkeit hervorsticht, begleitet von trockener Holzigkeit. Schön ist, dass die Malzigkeit danach nochmals aufkommt und einen angenehm süßen Nachgeschmack hinterlässt.
Dieses Bier von Sam Smith ist eine gelungene Mischung der fruchtigen Tugenden von Ales und malzbetonter Aromen, wie man sie z.B. bei Märzen oder leichten Böcken findet (oder eben Old Strong Ales...). Auf jeden Fall ausprobieren!Verfasst von Augustinus
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Benutzerkommentare und Bewertungen
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Farblich zeigt sich ein sehr kräftiger,satter, rötlicher Farbton, der Lust und Laune auf mehr macht. Danach machen sich modrige Aromen bemerkbar, die doch sehr ausgeprägt und sicher nicht jedermanns Sache sind sowie Fruchtnoten, die aber vor allem im Einstieg eine eher untergeordnete Rolle spielen. Der Körper wirkt fest strukturiert und gibt sich betont malzig, im Abgang setzt zuerst Bitterkeit ein, bevor wieder eine sehr stilsichere und genau pointierte Süße den Schlusspunkt setzt. Wenn man diese verschiedenen Eigenschaften, die für sich schon eigene Welten sind, nicht alltäglich vorgesetzt bekommt, muss man das ganze erstmal setzen lassen.
Phänomenal wirken auf mich diese unterschiedlichen Geschmacksaromen: Einerseits fein dosierte fruchtige Aromen, anderseits malzige Noten, die vor allem im Körper ihr Wirken haben, dazu eine wunderbare Süffigkeit und eine erstaunliche Frische, die über dem ganzen Bier liegt. Nie kommt der Gedanke auf, hier ist irgendein kleines Aromateilchen nicht gewollt; mir kam es fast vor wie eine Achterbahnfahrt, die nicht zum Schreien, sondern zum bewussten Staunen verleitet.
Lediglich feine Nuancen trennen das Old Brewery Pale Ale davon, ein fast unschlagbar gutes Bier zu werden.Verfasst von MichaelF
Der Geruch ist Malzig mit Röstaromen und einer leichten Lakritznote. Der Antrunk ist zunächst aromatisch und malzig. Insgesamt ein sehr klares Bier mit klaren Aromen und einer leichten Cremigkeit am Gaumen. Aromen von Kaffee und Karamell, aber auch leichten Fruchtnoten machen sich breit. Beim Abgang setzen dann die Bitterstoffe ein, welche auch relativ lang nachklingen.
Grundsätzlich sind die Geschmacksnoten gut ausbalanciert. Auf der einen Seite das fruchtige, auf der anderen Seite das bittere.Verfasst von Bierblogger Felix
- Sehr langer AbgangVerfasst von famasi