Samuel Smith Oatmeal Stout
Samuel Smith's Old Brewery, Tadcaster, North Yorkshire, Vereinigtes Königreich
- Typ Obergärig, Stout
- Alkohol 5% vol.
- Stammwürze
- Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 13°C
- Biobier nein
- Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
- Lieblingsbier 2 Stimmen
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Redaktionsbewertungen für das Bier Samuel Smith Oatmeal Stout
Das im tiefen Dunkelrot schwarzen Johannisbeersaftes strahlende Oatmeal Stout von Samuel Smith wird von einer appetitlichen Krone hellbraunen Schaums geziert.
Der sehr süße malzige Geruch mit leichten Röstaromen wird im Einstieg etwas durch die recht pricklige Kohlensäure zerrissen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Fassvariante des Stouts hier etwas harmonischer daherkommt.
Der Abgang entwickelt sich dann sehr solide zunächst über zunehmende Röstnoten hin zu einer kaffeeigen Bitterkeit, bis letztlich eine leichte kakaoige Salzigkeit einsetzt. Die schöne Malzsüße bleibt auch im Abgang ein ständiger begleiter, Toffees und Karamel schieben sich auf die Zunge.
Auch leicht metallische und Lakritznoten schwingen dezent im Subtext mit.
Ich kann mir das Oatmeal Stout wunderbar zu Rippchen in Honigmarinade vorstellen, die Kohlensäure stößt durch das Fett während süße Malzaromen und Röstigkeit eine Liaison mit den rauchigen und süßen Aromen des Fleisches eingehen.Verfasst von Robert
Der sehr süße malzige Geruch mit leichten Röstaromen wird im Einstieg etwas durch die recht pricklige Kohlensäure zerrissen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Fassvariante des Stouts hier etwas harmonischer daherkommt.
Der Abgang entwickelt sich dann sehr solide zunächst über zunehmende Röstnoten hin zu einer kaffeeigen Bitterkeit, bis letztlich eine leichte kakaoige Salzigkeit einsetzt. Die schöne Malzsüße bleibt auch im Abgang ein ständiger begleiter, Toffees und Karamel schieben sich auf die Zunge.
Auch leicht metallische und Lakritznoten schwingen dezent im Subtext mit.
Ich kann mir das Oatmeal Stout wunderbar zu Rippchen in Honigmarinade vorstellen, die Kohlensäure stößt durch das Fett während süße Malzaromen und Röstigkeit eine Liaison mit den rauchigen und süßen Aromen des Fleisches eingehen.Verfasst von Robert
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Heute durfte ich das Samuel Smith Oatmeal Stout verkosten, worüber ich mich als Stoutfreund wirklich sehr gefreut habe. Und vorneweg: Es ist ein klasse Bier, das mich in jeder Hinsicht sehr überzeugt hat. Samuel Smith ist einfach ein Status.
Das Oatmeal ist eine besondere Version des gewöhnlichen Stouts, wie einige sicher wissen, die durch einen Zusatz von Hafer im Brauprozess lebt. Das entspricht zwar überhaupt nicht dem deutschen Reinheitsgebot, wir wissen ja aber, dass das Reinheitsgebot ganz entgegen seines Namens keinerlei Qualitätsmerkmal darstellt, sondern aus Not heraus und immer wieder verändert entstand. Wer also immer noch glaubt, das Reinheitsgebot sei ein Zeichen für ein gutes oder "normales" Bier, der hat die Welt und die Vielfalt der Biere und der daraus resultierenden möglichen Brauverfahren noch viel zu wenig kennengelernt und ist in seinem historischen Wissen wie auch in seinem geschmacklichen Bier-Horizont noch ein wenig eingeschränkt. Aber das sind ja Zustände, die sich ganz einfach mit etwas Verständnis und Experimentierfreude beheben lassen.
Hier ist also Hafer mit im Spiel, das mag für den Deutschen ungewöhnlich sein, für den Briten hat es weitreichende Tradition.
DIe Farbe ist sehr typisch: völlig dunkel, wobei es noch ein klein wenig heller wirkt, als das gewöhnliche Stout, hier zeichnet sich der allseitsbekannte rötliche Schimmer doch noch etwas deutlicher am Glasrand ab. Von der Schaumbildung war es leicht enttäuschend, man kann aber natürlich immer mal Pech beim Eingießen oder bei der Flasche haben, da will ich keinen Vorwurf machen. Mit etwas drehen und ruckartig nachschütten ergibt sich auch hier eine kleine Schaumkrone, die aber leider die typisch cremige Stoutform nicht besitzt. Geruchlich ist es betont süßlich-malzig, Röstmalznoten schwingen zwar mit, scheinen aber nicht im Vordergrund zu stehen.
Geschmacklich ist es auf ganzer Linie überzeugend und überdurchschnittlich. Es ist sehr voll und satt im Antrunk und es herrschen Aromen wie von süßen Malzbonbons vor. Hinzu kommen Noten von Süßholz oder Lakritz, was mich sehr überrascht und noch mehr gefreut hat, und ein Hauch Schokolade. Dieser insgesamt vordergündig mitschwingende süße Ton wird wohl der Haferzusatz sein. Es ist wirklich erstaunlich, was für eine andere Farbe am Gaumen entsteht, wenn das Getreide verändert wird.
Es ist sehr Kohlensäurearm und ist daher nicht als Erfrischung zu gebrauchen. Eine halbe Mahlzeit irgendwo...
Das Mundgefühl tendiert trotz der vorherrschenden malzigen Süße weder zu Öligkeit noch zu übermäßigem Zucker, es zeigt sich zwar nicht von einer herben oder bitteren aber auch nicht von einer gepanschten Seite. Es ist in sich noch in gutem Maße ein angemessenes Stout. Diese Welten werden genial kombiniert. Im Nachtrunk wird es nicht bitter, sondern lediglich etwas röstmalzaromatischer. Diese Röstmalznoten äußern sich aber nicht in kaffeeähnlichen Aromen, sondern werden mit einer gewissen Säure verbunden, wie man sie von Espresso kennt. Sehr gut gemeistert. So wird auch hier eine aneckende Bitterkeit gut durch Süße zurechtgeschoben. Das Säuerliche mag nun nicht jedem munden, ich finde es aber sehr passend und es bringt etwas Einmaliges und Leckeres mit sich.
Insbesondere interessant war der letzte im Glas verbliebene Tropfen, der wie pures Malzbier geschmeckt hat.
Insgesamt ist das Oatmeal von Samuel Smith wirklich eine definitive Empfehlung. Auch, oder vielleicht erst recht, für diejenigen, die vom Stout bisher nicht überzeugt waren oder, die sich weniger an die dunklen Briten herantrauen.
Ich finde es absolut überzeugend, es ist komplex und nicht aufdringlich, einerseits typisch für ein Stout, andererseits doch aufregend und neu. Einen derartigen Malzgeschmack habe ich bisher wirklich nur bei echtem Malzbier erlebt, in verbindung mit Röstmalz und Säure und einem lakritzähnlichen Unterton wird dadurch aber ein super Stout. Irgendwo Dessert und Mahlzeit zugleich.Verfasst von Felix
Das Oatmeal ist eine besondere Version des gewöhnlichen Stouts, wie einige sicher wissen, die durch einen Zusatz von Hafer im Brauprozess lebt. Das entspricht zwar überhaupt nicht dem deutschen Reinheitsgebot, wir wissen ja aber, dass das Reinheitsgebot ganz entgegen seines Namens keinerlei Qualitätsmerkmal darstellt, sondern aus Not heraus und immer wieder verändert entstand. Wer also immer noch glaubt, das Reinheitsgebot sei ein Zeichen für ein gutes oder "normales" Bier, der hat die Welt und die Vielfalt der Biere und der daraus resultierenden möglichen Brauverfahren noch viel zu wenig kennengelernt und ist in seinem historischen Wissen wie auch in seinem geschmacklichen Bier-Horizont noch ein wenig eingeschränkt. Aber das sind ja Zustände, die sich ganz einfach mit etwas Verständnis und Experimentierfreude beheben lassen.
Hier ist also Hafer mit im Spiel, das mag für den Deutschen ungewöhnlich sein, für den Briten hat es weitreichende Tradition.
DIe Farbe ist sehr typisch: völlig dunkel, wobei es noch ein klein wenig heller wirkt, als das gewöhnliche Stout, hier zeichnet sich der allseitsbekannte rötliche Schimmer doch noch etwas deutlicher am Glasrand ab. Von der Schaumbildung war es leicht enttäuschend, man kann aber natürlich immer mal Pech beim Eingießen oder bei der Flasche haben, da will ich keinen Vorwurf machen. Mit etwas drehen und ruckartig nachschütten ergibt sich auch hier eine kleine Schaumkrone, die aber leider die typisch cremige Stoutform nicht besitzt. Geruchlich ist es betont süßlich-malzig, Röstmalznoten schwingen zwar mit, scheinen aber nicht im Vordergrund zu stehen.
Geschmacklich ist es auf ganzer Linie überzeugend und überdurchschnittlich. Es ist sehr voll und satt im Antrunk und es herrschen Aromen wie von süßen Malzbonbons vor. Hinzu kommen Noten von Süßholz oder Lakritz, was mich sehr überrascht und noch mehr gefreut hat, und ein Hauch Schokolade. Dieser insgesamt vordergündig mitschwingende süße Ton wird wohl der Haferzusatz sein. Es ist wirklich erstaunlich, was für eine andere Farbe am Gaumen entsteht, wenn das Getreide verändert wird.
Es ist sehr Kohlensäurearm und ist daher nicht als Erfrischung zu gebrauchen. Eine halbe Mahlzeit irgendwo...
Das Mundgefühl tendiert trotz der vorherrschenden malzigen Süße weder zu Öligkeit noch zu übermäßigem Zucker, es zeigt sich zwar nicht von einer herben oder bitteren aber auch nicht von einer gepanschten Seite. Es ist in sich noch in gutem Maße ein angemessenes Stout. Diese Welten werden genial kombiniert. Im Nachtrunk wird es nicht bitter, sondern lediglich etwas röstmalzaromatischer. Diese Röstmalznoten äußern sich aber nicht in kaffeeähnlichen Aromen, sondern werden mit einer gewissen Säure verbunden, wie man sie von Espresso kennt. Sehr gut gemeistert. So wird auch hier eine aneckende Bitterkeit gut durch Süße zurechtgeschoben. Das Säuerliche mag nun nicht jedem munden, ich finde es aber sehr passend und es bringt etwas Einmaliges und Leckeres mit sich.
Insbesondere interessant war der letzte im Glas verbliebene Tropfen, der wie pures Malzbier geschmeckt hat.
Insgesamt ist das Oatmeal von Samuel Smith wirklich eine definitive Empfehlung. Auch, oder vielleicht erst recht, für diejenigen, die vom Stout bisher nicht überzeugt waren oder, die sich weniger an die dunklen Briten herantrauen.
Ich finde es absolut überzeugend, es ist komplex und nicht aufdringlich, einerseits typisch für ein Stout, andererseits doch aufregend und neu. Einen derartigen Malzgeschmack habe ich bisher wirklich nur bei echtem Malzbier erlebt, in verbindung mit Röstmalz und Säure und einem lakritzähnlichen Unterton wird dadurch aber ein super Stout. Irgendwo Dessert und Mahlzeit zugleich.Verfasst von Felix
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