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Beer like star Rügener Insel-Brauerei Baltic Tripel

  • Typ Obergärig, belgisches Tripel
  • Alkohol 9.5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 16°C
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 63% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 2 Rezensionen

#28239

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 3 Bewertungen
83% Avatar von HansJ.
77% Avatar von deadparrot
30% Avatar von Blueshawk

30% Mehr eine süße, alkoholische Limonade

Avatar von Blueshawk

- hellgelbe Farbe mit leichter Schaumbildung
- Aromen nach Weintrauben, Birne, vergorener Apfel und Nelke
- die Carbonisierung ist zu moussierend
- im Antrunk fällt ein gewisser Süßstoff-Touch sofort unangenehm auf
- der erhöhte Alkoholgehalt ist weder hier noch bis zum Abgang schmeckbar
- im Mittelteil kommen Gewürze wie Nelke, Koriander, Fenchel und Ingwer leicht
zum Vorschein
- im Abgang widerum übertönt die Süße – nun verbunden mit einem leicht seifigen
Beigeschmack – alles andere

Bewertet am

77% Rezension zum Rügener Insel-Brauerei Baltic Tripel

Avatar von deadparrot

An den Bieren der Insel-Brauerei, die ich bisher verkosten durfte, habe ich kein gutes Haar gelassen: Zu sehr hat mich in beiden Fällen die starke Kohlensäure gestört. Mal sehen, ob das Tripel nach belgischer Art - ein Braustil, bei dem sich kräftige Kohlensäure durchaus stimmig einbringen kann - besser abschneiden kann.

Das Bier riecht zunächst kräftig hefig und nach Weizen. Alkohol ist kein bisschen zu riechen. Im Gegenlicht sieht das Bier ziemlich blässlich und weder so richtig trüb noch so richtig klar aus. Kein so toller Ersteindruck.

Im Antrunk ist das Tripel enorm süß. Sollte der zwecks Flaschengärung hinzugegebene Traubenzucker doch nicht vollständig vergoren sein? Das schmeckt fast schon nach Süßstoff. Geschmacklich werden Assoziationen zu Weintrauben, reifem Apfel und zu saftiger Birne wach. Und ja, auch hier wieder sprudelt eifrig die Kohlensäure. Das passt in diesem Fall aber ganz gut. Der Körper verhält sich recht geradlinig, macht keine allzu große Wandlung durch, bleibt dicht und voluminös, jedoch keineswegs sperrig. Kaum zu glauben, dass dieses Bier 9,5% Alkohol enthalten soll. Davon schmeckt man wirklich überhaupt nichts - allenfalls in Form von leichter Schärfe am Gaumen. Bitterkeit ist nicht festzustellen - was davon vorhanden sein sollte, hat keine Chance gegen Kohlensäure und Zuckrigkeit.

Nach Aussage des Braumeisters soll dieses Bier die "Anmutung einer Spirituose" haben - das kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Ich fühle mich angesichts Süße, Kohlensäure und Textur eher an Limonade erinnert. Das ist keineswegs abwertend gemeint - jedenfalls hat das Bier weder aromatisch noch vom Mundgefühl her etwas Schweres.

Leicht würzige Aromen wie von Nelke im Abgang - der Hopfen könnte für meine Begriffe hier durchaus eine größere Rolle spielen. Das Bier wurde unter Zusatz von Gewürzen gebraut - welche Gewürze, nennt das Etikett nicht, aber ich vermute Koriander angesichts einer leicht seifigen Beinote. Süffig ist das Baltic Tripel allemal, wenngleich ich der Empfehlung der Brauerei, es zu "sehr intensivem Käse" zu trinken, überhaupt nicht nachvollziehen kann. Als Digestif, wie auch vorgeschlagen wird, kann ich es mir schon eher vorstellen.

Alles in allem überwiegt das Positive: Die starke Rezenz bringt sich in diesem Fall gut ein - die Süße gefällt mir grundsätzlich nicht, sie irritiert mich auf Dauer, aber ich rechne dem Bier an, dass sie im "limonadigen" Kontext, wie ich mir einfach einmal erlaube zu sagen, Sinn macht. Das Baltic Tripel ist das erste Insel-Bier, das über längere Zeit meine Aufmerksamkeit gehalten hat und dem ich im positiven Sinne einen Wiedererkennungswert attestiere. Daher empfehle ich es weiter.

Bewertet am