Biere

Brauereien

Erfolglos gesucht?

Neue Brauereien und Biere aufnehmen

Beer like star Rügener Insel-Brauerei Baltic Ale

  • Typ Belgian Strong Ale
  • Alkohol 7.5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 12°C
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 44% von 100% basierend auf 5 Bewertungen und 4 Rezensionen

#28491

Probier mal

Wenn Du angemeldet bist, kannst Du hier Deine Probier-Vorschläge einsehen und ändern.

Du hast dieses Bier noch nicht bewertet

Die Verkostungsanleitung und der Bier-Bewertungsbogen helfen beim Verkosten.

Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
A
B
C
D
E
F
44%
G
H
I
J
Bewertungsdetails
Basierend auf 5 Bewertungen
75% Avatar von Schluckspecht
58% Avatar von Kackao
39% Avatar von Bosi
30% Avatar von deadparrot
16% Avatar von Blueshawk

16% Belgisches Pseudo-Triple mit Sekt-Anklang

Avatar von Blueshawk

- hell-gelb-trübe Farbe mit guter und anhaltender Schaumbildung
- Aromen nach Hopfen, Banane, Hefe, Traubenmost, Bitterorange und
Nelken
- Carbonisierung ist mir viel zu moussierend
- der Antrunk ist erst einmal die volle Dosis bananige Säuerlichkeit
- im ersten Augenblick erinnert das Ganze eher an eine Sekt-Cidre-Mischung
- der Mittelteil wird dominiert von der alkohollastigen Bitterkeit
- irgendwann wird es dann aber leider auch dumpf und abgestanden
- gegen Ende kommt noch eine seltsame spritzige Schärfe hinzu

Bewertet am

58% Die Flasche ist schick

Avatar von Kackao

Das Baltic Ale von den Insel Rügen kann in einer sehr schönen 0,75 Liter Flasche erworben werden. Durch die Umwickelung mit Papier (verziert mit einem Vogel) sieht sie sehr edel aus. Es wird mithilfe von Traubenzucker in der Flasche gegoren und hat stattliche 7,5 Umdrehungen.

Das Bier schäumt wie Sau, was bei dieser extrem Weißen Farbe und Feinporigkeit aber durchaus seinen Reiz hat. Das bisschen Bier das sich unter dem Schaum Versteckt ist sehr hell, fast schon farblos.

Es steigt ein leicht abgestandener Geruch aus dem frisch eingeschenktem Glas empor, begleitet von sehr dezenten, fruchtigen Hopfennoten. Lässt der Schaum dann endlich ein Trinken zu folgt ein ganz angenehmer Einstieg mit einer Konsistenz, die an abgestandene Selter erinnert. Etwas säuerlich.

Der Abgang holt es dann nochmal etwas raus, angenehme, dezente Hopfigkeit, nur leicht bitter und sauer. Der erhöhte Alkoholgehalt macht sich hier auch etwas bemerkbar, das muss man nicht mögen.

Das Rügener Bier sieht schick aus, ist aber eher ein durchschnittliches Craft-Bier, das zwar interessante Konturen hat, aber einfach nicht ganz stimmig sein will.

Bewertet am

75% Bier oder Sekt? Warum nicht beides?

Avatar von Schluckspecht

Ein Feierabendbier, so so... Nach eigenen Angaben fällt dieses obergärige "seltene Bier" der Rügener Insel-Brauerei in die Kategorie - kurz Luft holen - Belgian-Style Pale Strong Ale. Gebraut wurde neben Gersten- auch mit Weizenmalz, aber deutlich ungewöhnlicher ist der vollständig vergorene Traubenzucker während der Flaschenreifung. Dem Titel "Strong" wird es mit 7,5 % ABV gerecht.

Die Farbe ist ein sehr helles Zitronengelb mit reichlich Trübung und Schwebstoffen, dazu gibt es sehr feine Kohlensäure wie bei einem Sekt. Der viele weiße Schaum darüber steht gut und ist schön feinporig. Gegen das Licht ist mir dieses Ale deutlich zu hell und blass, aber vermeidet man diesen Fehler, geht die Optik schon in Ordnung.

Der Duft hat in der Tat etwas Belgisches, vielleicht liegt es an der verwendeten Hefe, vielleicht aber auch an der Flaschengärung. Da hingegen enttäuscht der etwas leere Antrunk, der alsbald darauf jedoch ein sekttypisches Prickeln und analoge Geschmackseindrücke liefert: Weiße Weintraube, recht trocken, subtile Säure, feine Süße. Die Kohlensäure prickelt sehr fein und ist bei meinem Exemplar (abgefüllt am 10.02.2016) nicht überdimensioniert vorhanden. Der Körper ist schön schlank und dennoch aromatisch, das Mundgefühl gefällt mir. Der Abgang ist macht das Ale unrund in seiner medizinisch-herben Art. Insgesamt gefällt mir dieses baltische Ale aber, ich fühle mich etwas an das Duvel oder andere Belgier erinnert. Der säuerlich-trockene, mildwürzige und fein-fruchtige Charakter geht stramm in Richtung Perlwein, Schaumwein oder Sekt. Wer mal etwas Anderes probieren möchte, bekommt hier etwas Exotik im Bier-Universum.

Bewertet am

30% Rezension zum Rügener Insel-Brauerei Baltic Ale

Avatar von deadparrot

"Feierabendbier". So betitelt es das Flaschenetikett und als solches genehmige ich es mir heute, dieses "Belgian-Style Pale Strong Ale" aus der Insel-Brauerei, das in der schön gestalteten papierumhüllten Flasche verkauft wird. In meinem Glas steht eine helle, fast schon grünlich schimmernde naturtrübe Flüssigkeit, die den charakteristisch hefigen Geruch verbreitet, den ich inzwischen gelernt habe, als "typisch belgisch" zu erkennen. Darüber hinaus riecht das Bier sauer, aber nicht besonders markant.

Im Antrunk fällt die enorme Rezenz auf - dieses Merkmal haben wohl alle Insel-Biere gemeinsam. Die Brauerei weist ausdrücklich auf die "traditionelle Flaschengärung" unter der Zugabe von Traubenzucker hin. Daraus resultiert wohl die meines Erachtens viel zu starke Kohlensäure. Hat man den ersten prickelnden Ansturm überstanden, belohnt einen das Bier mit fruchtig-trockenen, auch etwas pfeffrig-scharfen Aromen, die an Weißwein denken lassen. Anklänge von Orangenschalen- und von Nelkenaroma kommen zum Vorschein. Leider kommen diese Geschmacksnoten kaum zur Entfaltung, sie werden vielmehr überdeckt von einer am Gaumen und an den Zungenrändern spürbaren Bitterkeit, die mit alkoholverhangenem Aroma einhergeht.

Selbige dominiert auch den Abgang. Grapefruitartige Säure kann sich halten, doch gegen diese unpassende alkohollastige Bitterkeit kann sie sich nicht durchsetzen. Die Bitterkeit ist nicht einmal von der Art, die einem Lust auf den nächsten Schluck machte, denn beim nächsten Schluck erwartet einen ja wieder diese unsägliche Kohlensäure. Fazit: Das Bier ist nicht süffig. Ansätze eines fruchtig-spritzigen Aromakonzepts sind zu erkennen, aber insgesamt weiß dieses Bier wirklich nicht zu überzeugen.

Die Brauerei empfiehlt es als Begleiter "...zu sehr würzigen und scharfen Speisen." Angesichts des ohnehin schon recht scharfen Eigenaromas, vor allem aber der enormen Kohlensäure, die sämtliche Schärfe nur noch gleichmäßig im Mundraum verteilen würde, kann ich mir kaum eine weniger passende Kombination vorstellen. Ebensowenig, so merke ich jetzt leicht verdrießt, taugt es als Feierabendbier. Als solches gönne ich mir jetzt erst einmal ein Pils meines Vertrauens.

Bewertet am