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Beer like star Rossdorfer Pils

  • Typ
  • Alkohol
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 73% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 3 Rezensionen

#16949

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 3 Bewertungen
78% Avatar von Hirsch
74% Avatar von Hobbytester
68% Avatar von JimiDo

78% Helles oder Pils?

Avatar von Hirsch

Das ist die Brauerei Sauer. Aus Roßdorf am Forst. Früher gab es ein paar Kilometer weiter in Gunzendorf noch eine Brauerei Sauer. Die hat leider vor wenigen Jahren zugemacht. Daher könnte man das „Rossdorfer“ (Ortsnamen als Bierbezeichnungen sind mir immer ein bisschen zu trendig) gerne wieder als Bier von der Brauerei Sauer ausgeben. Verwechslung jetzt ausgeschlossen. Egal. Hier das „Rossdorfer Pils“:

Schaum: feinporig, flüchtig
Farbe: goldgelb
Geruch: Hefe mit netten Orangenaromen

Geschmack:
Der Antrunk erstaunt mich. Ein Hauch von süßem Malz schwebt über die Zunge, bevor Hefe und Hopfen den Ton angeben. Da sind buntfruchtige Aromen, und... ist das Rose? Ja, das sind Düfte, wie ich sie von feinen Rosenkonfitüren kenne. Nein, wir sind in keinem Hipster-Craft-Bier-Test. Oder wie sagte doch Braumeister Krug aus dem nahegelegenen Geisfeld mal im Fernsehen: In Franken ist fast jeder Brauer „a Graffd-Brauer“. Macht man die Augen zu, scheint man auf einem Kräuter- und Blumenwölkchen zu schweben. Sehr schön!

Körper: recht schlank
Rezenz: pilsig normal

Nachtrunk: Komisch. Jetzt hat das Malz seine zweite Chance und ergreift sie. Eine gewisse Süße bleibt tatsächlich lange präsent, während gleichzeitig der Hintergrund geradlinig bitter zum Ausgang, äh, Abgang bittet.

Kommentar: Wenn überhaupt irgendein Münchner Helles so wie das Sauer Pils schmecken würde, tät’ ich mich vielleicht mit dieser Landeshauptstadt anfreunden können. Wahrscheinlich bringt nämlich kein Nicht-Franke es über die Lippen, das Rossdorfer Pils „Pils“ zu nennen. Daher bringt mich die notenmäßige Bewertung ziemlich in Bedrängnis, denn als Pils wäre es wohl versetzungsgefährdet. Ich stelle zur Auswahl (bitte ankreuzen):

O fränkisches Pils
O klasse Helles!

… und entscheide mich für Nr. 2.

Bewertet am

68% Rezension zum Rossdorfer Pils

Avatar von JimiDo

Das Rossdorfer Pils von der oberfränkischen Brauerei Sauer ist nun zu verkosten. Auch dieses Bier gibt es in den altbewährten 0,5 l Euroflaschen. Die Aufmachung finde ich soweit okay. Da gibt es manchmal wesentlich schlimmeres im Franken zu bestaunen.

Ins Glas eingeschenkt zeigt sich ein hellgoldenes, blankes Bier. Die Schaumkrone ist recht grob, hält sich aber gut. Darunter perlt feinste Kohlensäure. Ein schwacher, getreidiger Duft steigt mir in die Nase. Der Antrunk ist malzig mit einer leicht brotigen Note. Etwas zitronige Säure macht das Pils schön frisch. Die schwache Rezenz macht die Sache sehr süffig. Herb wird es nur im Nachtrunk. Eigentlich zu wenig für ein Pils, aber es kommt halt aus Franken. Das ist dabei zu berücksichtigen. Das Rossdorfer Pils ist kein herausragendes Pils. Es ist aber erfrischend und süffig. Gut trinkbar!

Bewertet am

74% Frankens Biere XII

Avatar von Hobbytester

Dieses Bier riecht schön nach Röstmandeln und einer kräftigen und kräuterhaften Hopfennote. Der Antrunk verrät sowohl süße als auch herbe Noten. Das klingt alles schon einmal sehr gut.
Im Abgang gibt sich das Pils als solches zu erkennen. Dabei ordnet es sich ein in die Kategorie der Edelherben. Beim Zusatz „Edel-“ kann, wie die Erfahrung gezeigt hat, viel schiefgehen. Dennoch will ich den Begriff des Edelherben so stehen lassen. Erinnert fühle ich mich nämlich ans Kulmbacher Edelherb, das ich für ein ganz feines Pils halte. Unter dieser Bezeichnung verstehe ich eine Übergangsform von einem Lager zu einem Pils. Hier wie dort ist nicht gerade von einem enorm trockenen Abgang sowie einem schlanken Körper die Rede, das Kulmbacher Edelherb und das Rossdorfer Pils sind gerade wegen des ausgewogenen und aromatischen Hopfen-Malz-Verhältnisses vollmundig bierig. Dies wird durch ein markantes, aber nicht aufdringliches Geschmacksarrangement erreicht, der Nachgeschmack thematisiert dabei Noten von Mandeln und von Wiesenkräutern, ein solches Pils zu trinken, ist nach längerer Zeit einmal wieder eine echte Freude. Wenn das Leben doch sonst auch so unkompliziert wäre! Goldgelbe Farbe trifft auf nicht allzu lang bleibenden Schaum. Das Bier ist sehr süffig und unkompliziert. Die Bitterkeit nimmt sich hier angenehm zurück, mehr muss bei einem Edelherben nicht sein! Es ist genug Kohlensäure vorhanden.

Fazit: Dieses Bier will nicht bei den kräftigen Pilsenern mitspielen, es begnügt sich völlig zu Recht mit einer milden, aber eindrucksvoll harmonischen Gesamtkonzeption. Gut gemacht!

Bewertet am