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Beer like star Rooie Dop Double Oatmeal Stout

  • Typ Obergärig, Oatmeal Stout
  • Alkohol 9.6% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 84% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#20688

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
84% Avatar von Felix

84% Rezension zum Rooie Dop Double Oatmeal Stout

Avatar von Felix

Das Double Oatmeal Stout von der niederländischen Craft Brewery Rooie Dop ist bei De Molen gebraucht worden und zusätzlich zum Hafer und den satten 9,6%ABV Bourbon Barrel Aged. Hopfung mit Columbus und Saazer.

Schöne Optik bei sehr dunklem Braun und eher geringer Schaumbildung.

Der Geruch ist wunderschön nussig, schokoladig. Das Bier riecht zart und doch betörend tiefgehend nach süßem Nougat. Der Hafer kommt aromatisch sogar durch. Das Stout prägt für mich die Süße von Kokosnussfleisch und den feinen Duft von Sandelholz aus. Außerdem verbirgt sich in dieser dichten, buttrigen Nougataromatik noch eine Note, die zwischen hellfruchtiger Ananas und schwarzem Pfeffer wechselt. Was ich aber besonders schön finde, ist, dass hier das Fass durchkommt, ohne mit Holz zu drücken. Ganz weich rundet es die Aromatik ab, es verschwimmt subtil mit Ananas, Kokossüße und Sandelholz. Nur am Rande zeigt sich ein schlanker Alkohol mit einer zarten Säure.
Eine grandiose Idee ein so starkes Stout mit Oatmeal und Bourbon Barrels zu brauen.

Das Bier zeigt im Mund Alkoholfäden, die anfangs doch zart wirken. Wie als würde man in einen leicht gesüßten Espresso einen Schuss Kirschwasser geben. Das Stout ist voll, aber im Aroma selbst nicht übermäßig verdichtet. Es scheint, als würden Hopfung und Alkohol das Bier aufmachen, es schlank und aalglatt werden lassen, während hintergründig die tiefdunkle Espressonote aus der Schokolade aufsteigt. Über allem schwebt dieses duftige Sandelholz, von dem ich ganz begeistert bin.

Der Körper ist demnach zwar sehr ölig, aber trotzdem nicht cremig. Er zeigt bereits den enormen Alkoholgehalt, ohne davon erdrückt zu werden. Das Bier ist schwierig zu trinken, wird aber trotzdem wunderbarerweise nicht sprittig. Es ist erstaunlich, wie hier der sehr deutliche Alkohol seine Reinheit und seine Finesse trotz der Vordergründigkeit nicht einbüßt.

Der Abgang ist dann in der Tat alkoholisch und hopfig, wie auch in Rahmenstellung angelegt, sodass erneut Nougatnoten hervorkommen. Das Bier klingt schokoladig-buttrig und doch alkoholisch-herb aus.

Das Rooie Dop Double Oatmeal Stout ist ein ziemliches Schwergewicht mit sehr wenig Kanten.
Der Duft ist hinreißend, weil er komprimiert ist und trotzdem Raum für Spekulation lässt. Nougat, Zartbitterschokolade, Hafer, Sandel, Kokosnuss, Eiche, Pfeffer. Die Aromatik gibt viel her und lässt Alkohol und Säure durchschimmern. Der Alkohol selbst entwickelt sich geradlinig und wird bis in den Abgang hinein immer weiter ausgebaut, tendiert aber trotz seiner Deutlichkeit nie zum Sprittigen, sondern wahrt sich stehts Eleganz und Schlankheit, sodass er selbst zum komplexen Aroma wird. Er reißt die dichte Aromatik des Malzes allerdings ein bisschen auf, öffnet damit aber den Holz- und Hopfennoten Tor und Tür.
Ich finde toll, wie hier mit dem Hafer umgegangen wird, man kann ihn in der Tat herausschmecken und er reichert die Dichte enorm an, setzt damit eine tolle Gegenseite zum Alkohol. Bei diesem Bier laufen ständig mehrere Aromastränge parallel. Dunkle Malznoten, zartduftige Aromen verschiedener Hölzer (äußerst schön!) oder auch süße und scharfe Gewürze.
Das Rooie Dop ist ein wirklich elegantes Bier, das im ersten Moment sehr viel schwieriger erscheint, als es letztlich ist. Doch trotz seiner Komplexität erscheint es letztlich immer wieder eher wie ein Wohlfühlbier. Es ist wirklich anregend und geist- und kunstvoll, macht dabei weniger Motivation, es zu analysieren. Dieses Bier sollte man einfach aufmachen und bei ruhiger Atmosphäre wirken lassen. Es erklärt sich ganz von allein und jedes Wort wäre wohl falsch gesetzt oder zu viel.
Gerade bei besonders harmonischen Bieren fällt stark auf, wie wenig sie zu beschreiben sind. Gerade eben weil alles so vortrefflich kantenlos zusammengesetzt ist.

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