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Beer like star Rhöner Bock Hell

  • Typ Untergärig, Bock
  • Alkohol 6% vol.
  • Stammwürze 16.5%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 73% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#4286

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
73% Avatar von Felix

73% Rezension zum Rhöner Bock Hell

Avatar von Felix

Etwas sirupiges Goldgelb mit eher geringer Schaumbildung. Schwerfällig steigen ein paar Bläschen auf. Es ist, als sehe man dem Bier seine Süße an.

Obwohl der Sud nur über 6%ABV verfügt, gibt er ein unheimlich dichtes Aroma ab, ganz so wie ich es erwartet habe. Intensive Noten von Malz, Zucker, Honig, vielleicht auch etwas Mandel und Muskat, und auch die süße Fruchtigkeit, die oft sehr viel gewichtigere Böcke mitbringen; mit Noten von Erdbeermousse. Eine zarte Hopfennote verhält sich stillschweigend. Blind hätte ich das Bier deutlich alkoholischer eingeschätzt - Alkohol selbst ist aber nicht herauszuriechen.

Im Mund sofort eine eindeutige Honignote, die mich nicht zuletzt auch an die Honigaromatik mancher Whiskys erinnert (hier speziell Highland Park 12/18), der gesamte Sud fällt dann aber doch so leicht aus, wie es nur physikalisch natürlich ist. Nicht überschwer, sondern nur etwas fülliger. Der Alkohol ist in keiner Weise spürbar. Süße Zuckrigkeit dominiert mit Frische und etwas weicher Mandel und nussiger Muskatnote den Antrunk. Das Bier ist nicht so komplex, wie ich vermutet habe, aber spannend.

Der Körper des Bieres ist sehr angemessen und irgendwie bin ich auch etwas froh darüber, dass er nicht so ausfiel, wie ich es schon befürchtete. Das Bier hat eine für 6%ABV schon gute Schwere, die es klar als Bock auszeichnet. Die Kohlensäure ist dem angemessen, zurückhaltend, aber präsent. Der Körper hätte irgendwie noch griffiger sein können, er wirkt etwas orientierungslos.

Der Abgang des Bieres zeigt eine leichte Hopfung, die zwischen den Honignoten hindurchscheint. Das Malz dominiert weiterhin mit der aromatischen Süße gezuckerter Cornflakes in Honig. Diese Note ist mithin die deutlichste im gesamten Sud. Ansonsten ist der Abgang schön, aber wenig spektakulär.

Der helle Rhöner Bock ist irgendwie erstaunlich, denn er lädt eine ganze Menge von Gewicht und Aroma auf relativ wenig Volumenprozente. Zugleich ist diese vorerst noch vielseitig erscheinende Aromatik zunehmend einfacher gestrickt. Das macht den Bock sehr umgänglich und genießbar, wobei er Schärfe oder Asymmetrie zu umschiffen weiß.
Ich empfinde dieses Bier vielleicht nicht als den großen Wurf, aber es schmeckt und strahlt Genügsamkeit aus. Dieser Bock wollte wohl nie ein Braukunstwerk sein, sondern ihm genügt der Nutzen als Feierabendbier vollkommen. Diesen Job könnte er vielen Bieren abnehmen.
Ich finde schön, wie hier die Süße einen wirklich einnimmt und umschmeichelt. Meiner Ansicht nach zwar schon so sehr, dass man nicht wirklich von betören sprechen kann, aber doch funktioniert es irgendwie; es gefällt.. Die Aromatik ist zuerst komplex und wandelt zwischen Honig, Cornflakes, Gerstenmalz, Muskat, Erdbeere und Mandel, reduziert sich im Trinkverlauf aber mehr und mehr auf die Cornflakes- und Malznoten, wobei schlussendlich auch etwas Hopfen durchkommt. Ein nicht ungewöhnlicher, stimmiger Verlauf.
Der Rhöner Bock Hell macht auf mich den Eindruck eines soliden Bieres, das ich so manchen anderen vorziehen würde. Wenn er auch wahrscheinlich jeden Supermarkt-Bock mit Leichtigkeit auf die Hörner nimmt, Perfektion ist hierbei dennoch nicht erreicht. Ein bisschen weniger Süße, etwas mehr Klarheit und Zielorientiertheit im Körper und vielleicht eine anhaltendere Komplexität und ich wäre schon sehr begeistert. So verweile ich bei zufrieden und etwas beeindruckt mit Tendenz zu "wirklich lecker!".

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